Nach Kritik an Europameisterin Krause: Lea Meyer nennt eigene Aussagen „unsportlich“
Nach ihrer Kritik an Europameisterin Gesa Krause hat sich die unterlegene Lea Meyer entschuldigt. Zeitpunkt, Rahmen und Wortwahl „waren nicht passend, unprofessionell und unsportlich“, schrieb sie auf Instagram. Krause sei verdient Europameisterin geworden.
Krause habe die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt. „Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen“, erklärte Meyer.
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Zur vollständigen AnsichtMeyer nach Rennen: „Hätte die Medaille verdient gehabt“
Meyer hatte sich nach ihrem Sturz-Drama und dem unglücklichen vierten Platz bei den Leichtathletik-EM in Birmingham über 3000 Meter Hindernis trotzig gezeigt und Siegerin Krause kritisiert. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer, die lange das Tempo diktierte, am Donnerstagabend.
Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer. Sie stürzte am letzten Wassergraben und fiel dann noch hinter Olivia Gürth zurück, die Bronze gewann.
Zu ihrem Sturz sagte Meyer, sie sei „sauer, sehr, sehr auf mich selber. Das habe ich mir selber eingebrockt.“ Schon bei der WM 2022 war sie in den Wassergraben gestürzt.
Meyer kündigt Großes an
„Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, sagte Meyer weiter. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas, sagte die 28-Jährige und kündigte große Dinge bis Olympia 2028 in Los Angeles an. „Spätestens in LA stehe ich als deutsche Rekordhalterin da“, sagte Meyer im ZDF.
Später fügte sie hinzu: „Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her. Es ist am Ende ein Meisterschaftsrennen, und gerade Gesa und Alice sind die absolut besten Meisterschaftsläuferinnen.“ Die Französin Alice Finot wurde in Birmingham zwei Jahre nach ihrem Titelgewinn Zweite.
Die deutsche Bestmarke liegt bei 9:03:30 Minuten – ausgerechnet aufgestellt von Krause im Jahr 2019. Meyers persönliche Bestleistung steht bei 9:09,13.
RND/nis/dpa