Das ist gut für die Kasse von Hannover 96: FC Barcelona mit im Rennen um Nicolo Tresoldi

Hannover. Was für eine rasante Entwicklung: Im vergangenen Sommer verkaufte Zweitligist Hannover 96 sein Eigengewächs Nicolo Tresoldi für insgesamt rund 10 Millionen Euro (7,5 Millionen Euro als Sockel plus Bonuszahlungen) an den Club Brügge in Belgien. Ein gutes Geschäft mit dem Stürmer, der in der Spielzeit 2024/2025 nur siebenmal für 96 traf. Jetzt, etwas mehr als ein Jahr später, kann 96 noch eine kräftige Nachzahlung für Tresoldi erwarten, der im Sommer fast vom damaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann mit zur WM genommen wurde.
Der Reihe nach: In seiner ersten Saison mit Brügge schoss der mittlerweile 21 Jahre alte Tresoldi wettbewerbsübergreifend 23 Tore. Er wurde Belgiens Torschützenkönig und Meister, in der Champions League traf er unter anderem gegen den FC Barcelona. Und es geht schon gut weiter: Auch am ersten Spieltag der neuen Saison traf der Stürmer einmal beim 3:0 gegen Kortrijk und anschließend im Spiel um den belgischen Supercup gegen Union Saint-Gilloise. Das Spiel ging allerdings nach Elfmeterschießen mit 5:6 verloren.
Es mischen die ganz Großen mit
Und schon kommen jede Menge Transfergerüchte um den ehemaligen 96-Angreifer auf – und das ist gut für den Klub aus Hannover. Denn Marcus Mann, damals noch Sportchef bei 96 (jetzt bei RB Salzburg auf diesem Posten), hat beim Transfer von Tresoldi nach Brügge eine Weiterverkaufsklausel ausgehandelt. Verkauft Brügge Tresoldi weiter, bekommt 96 knapp 10 Prozent der Differenzsumme.
Die AS Rom soll schon vor Wochen Interesse gehabt haben, 30 Millionen Euro Ablöse standen im Raum. Tresoldis aktueller geschätzter Marktwert liegt bei 25 Millionen Euro. Zum Vergleich: Als er 96 verließ, waren es 9 Millionen Euro. Atlético Madrid, Tottenham Hotspur und Borussia Dortmund reihen sich nun unter den Interessenten ein. Und ganz neu dabei: Manchester United sowie der FC Barcelona. Die Konsequenz: Brügge fordert mittlerweile mehr als 40 Millionen Euro für Tresoldi.
Lockt jetzt Hansi Flick?
Der von Hansi Flick trainierte FC Barcelona soll Tresoldi auf dem Zettel haben, da Robert Lewandowski zu Chicago Fire in die USA gewechselt ist und Ferran Torres auf dem Sprung zu Paris Saint-Germain sein soll. Wohin es Tresoldi auch zieht: Kommt am Ende tatsächlich eine Ablöse um die 40-Millionen-Euro-Marke dabei heraus, klingelt in Hannover die Kasse.
30 Millionen Euro wären die Differenz zum Transfer im vergangenen Jahr (10 Millionen Euro für 96). Davon rund 10 Prozent – das würde knapp 3 Millionen Euro zusätzlich für 96 bedeuten. In der langsam heißen Transferphase dürfte also auch Hannovers neuer Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt interessiert nach Brügge blicken.


