Deutsche Meisterschaften

Westerceller tanzen sich in die nationale Spitze

Die Formation Vitesse vom VfL Westercelle hat bei den Deutschen Meisterschaften gezeigt, dass sie zur nationalen Tanz-Spitze gehört.
  • Von Cellesche Zeitung
  • 21. Jun 2022 | 13:52 Uhr
  • 21. Jun 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 21. Jun 2022 | 13:52 Uhr
  • 21. Jun 2022
Anzeige
Wuppertal.

Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga hat die Formation Vitesse vom VfL Westercelle erneut ihr Können unter Beweis gestellt. Bei der Deutschen Meisterschaft im Jazz-, Modern- und Contemporary Dance in Wuppertal übertrafen sie mit Rang sieben die eigenen Erwartungen.

DM als Saisonabschluss

Als ungeschlagener Sieger der 2. Bundesliga Nord-Ost/West hatten sich die Tänzer des VfL um Trainer und Choreograf Andreas Schmidt mit ihrem Superhelden-Stück „How it ends“ den Direktaufstieg in die höchste Liga gesichert. Doch damit war die Saison noch nicht beendet. Die neun Formationen der 1. Bundesliga sowie die jeweils drei besten Formationen der 2. Bundesligen tanzten um den Titel des Deutschen Meisters.

Für Vitesse, die aufgrund einer erkrankten Tänzerin erneut kurzfristig ihr Stück umstellen mussten, stand vor allem im Vordergrund, wertvolle Erfahrungen für die kommende Erstliga-Saison zu sammeln und einen ersten Anhaltspunkt zu erhalten, wo man sich zwischen den Spitzenteams platzieren kann.

Nervosität sorgt für Fehler

Die Wuppertaler Sporthalle Küllenhahn war bis auf den letzten Platz ausverkauft, als Vitesse die Tanzfläche betrat. „Die Nervosität vor so einem großen Publikum zu tanzen, das dazu noch sehr nah an der Tanzfläche saß, war deutlich spürbar“, so Juliane Wolf, Spartenleiterin Jazzdance beim VfL. Einige Unsicherheiten schlichen sich ein und das Team war nicht ganz zufrieden mit diesem ersten Durchgang. Ob es für eine zweite Runde reichen würde, lag in den Händen der Wertungsrichterinnen. Großer Jubel brach aus, als der Turnierleiter die Startnummer der Westerceller für die nächste Runde ausrief. Sie durften erneut tanzen und hatten nun jede Gelegenheit, ihre Fehler aus der ersten Runde auszubügeln. Zudem gehörten sie damit bereits zu den zehn besten Formationen Deutschlands.

Besserer Durchgang in Runde zwei

Ohne lange Pause startete die nächste Runde. Trainer Andreas Schmidt stimmte seine Tänzerinnen auf die neue Runde ein. Noch ein kurzer Stretch, noch einmal im Kreis sammeln, ein letzter Schlachtruf und schon ging es wieder auf die Tanzfläche. Nach vier Minuten war die Runde geschafft. „Sowohl die Tänzer als auch die mitgereisten Fans waren sich einig, dass die Runde deutlich souveräner war“, so Wolf. Zufrieden wartete die Formation erneut auf ein Ergebnis.

Es folgte die größte Überraschung des Tages, denn erneut ertönte ihr Name aus den Boxen, als es um die Teilnehmer des Finales ging. Diese Runde sollte nun wirklich die letzte werden. Das Ziel war klar: Spaß haben und genießen, mit den besten Teams dieses Turniers die Fläche teilen zu dürfen. Losgelöst von jeglicher Anspannung und motiviert von diesem tollen Erfolg schwebten die elf Superhelden förmlich über die Fläche und mobilisierten alle Kräfte, die in ihnen steckten.

Mit Mut in die 1. Bundesliga

Die offene Wertung war dann für Vitesse dann die Krönung des grandiosen Tages. Die Wertung 7-7-6-4-6-5-7 bedeutete den 7. Platz und zeigte gleichzeitig noch Tendenzen nach oben. Mit diesem Erfolg hatte zu Beginn dieser Saison im März niemand gerechnet und die gute Platzierung gibt Mut und Selbstvertrauen für die bevorstehende Bundesliga-Saison 2023.

Von Von Lisa Brautmeier