Bundesliga Luftgewehr

SV Wieckenberg fordert den Spitzenreiter

Sorgt der SV Wieckenberg in der Luftgewehr-Bundesliga für eine Überraschung? Der SCW tritt beim Gastgeber SB Freiheit an. Einzelpunkte wären schon ein Erfolg.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 23. Nov. 2022 | 16:00 Uhr
  • 23. Nov. 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 23. Nov. 2022 | 16:00 Uhr
  • 23. Nov. 2022
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Wieckenberg.

Ein Heimwettkampf bedeutet nicht immer auch einen Heimvorteil. Die Luftgewehrschützen des SV Wieckenberg hoffen, dass sich diese Weisheit wieder bestätigt. Denn in der Bundesliga müssen sie am Samstag bei keinem Geringeren als dem Spitzenreiter antreten. Um 18 Uhr geht es gegen die Gastgeber der Schützenbrüderschaft Freiheit. Am Sonntag folgt das wohl leichtere Duell um 11.30 Uhr gegen Aufsteiger Team Wetterau.

Auch Einzelpunkte wären wichtig

Die Reise nach Osterode am Harz werden voraussichtlich Chiara Leone, Robin Zissel, Dennis Welsch, Melissa, Claire-Luisa und Isabell Ruschel antreten. Gegen die SB Freiheit, die nur am ersten Wettkampftag eine 2:3-Niederlage gegen BSV Buer-Bülse hinnehmen musste, sind die Wieckenberger in einer klaren Außenseiterrolle. „Wenn wir realistisch sind, dann wissen wir, dass es vor allem darum geht, Einzelpunkte zu holen. Die können später wichtig werden“, sagt Trainer Norbert Poltermann. Das verdeutlicht auch einen Blick auf die Tabelle. Die Mannschaften auf den Plätzen vier bis acht haben jeweils 6:4 Punkte auf dem Konto. Der SV Wieckenberg liegt auf Rang sieben, hat aber genauso viele Einzelpunkte (14:11) geholt, wie die zwei Teams vor ihnen. Genau deshalb könnte es am Ende auf jeden Punkt ankommen.

"Knoten muss platzen"

Gleich vier Schützinnen der SB Freiheit haben in dieser Saison bereits 399 Ringe geschossen. Poltermann weiß, dass auch seine Schützlinge diese Marke oder sogar die 400 Ringe draufhaben. „Diese fallen im Training regelmäßig. Jetzt wird es Zeit, dass auch im Wettkampf mal der Knoten platzt“, so Poltermann. Gegen den Tabellenführer braucht es nicht nur eigene Topresultate, Wieckenberg muss auch auf Fehler hoffen. „Sollten die Freiheiter uns auch nur eine Schwäche zeigen, werden wir diese zu nutzen wissen“, ist SCW-Teammanager Horst-Dieter Ruschel überzeugt.

Aufsteiger nicht unterschätzen

Am Sonntag wartet dann der vermeintlich leichtere Gegner. Team Wetterau holte zwar erst einen Sieg, einige Duelle waren aber knapp. So verlor der Aufsteiger beispielsweise gegen SB Freiheit nur mit 2:3. Der entscheidende Punkt wurde erst im Stechen vergeben. Unterschätzt wird das Team daher sicher nicht. „An Position eins ist die Ungarin Roxana Sidi immer für ein Topresultat gut. Außerdem ist Julian Justus einer der besten deutschen Herren“, weiß Ruschel, der daher ebenfalls mit einem schweren Wettkampf rechnet.

Rang vier weiter als Ziel

Trainer Poltermann erwartet trotzdem von seiner Mannschaft am Sonntag einen Erfolg. „Wenn wir mit einem Sieg und einer Niederlage aus dem Wochenende gehen, behalten wir so die Minimalchance auf Rang vier. Aufgegeben hat auf jeden Fall noch keiner. Das Wochenende wird sicherlich ein Wegweiser für den Rest der Saison“, so Poltermann. Platz vier und die Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde sind nach wie vor das Ziel, auch wenn die Liga laut Poltermann so stark ist wie nie zuvor. „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass das Niveau dieses Mal sehr hoch ist“, so der Trainer. Umso wichtiger wäre es, zumindest mit einem Sieg aus dem Wettkampfwochenende heimzufahren.