1. Bundesliga Luftgewehr

Wieckenberg mitten im Fünfkampf um zwei Plätze

Fahren die Sportschützen aus Wieckenberg und Wathlingen gemeinsam Anfang Februar zum Bundesliga-Finale nach Ulm? Die Chancen dafür stehen gut.
  • Von Oliver Schreiber
  • 08. Dez. 2022 | 15:30 Uhr
  • 08. Dez. 2022
Henrik Larsen gibt bei den beiden Wettkämpfen gegen Kevelaer und Wissen sein Saisondebüt für Wieckenberg. Der Norweger schießt an Position eins.
  • Von Oliver Schreiber
  • 08. Dez. 2022 | 15:30 Uhr
  • 08. Dez. 2022
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Robin Zissel schießt für Wieckenberg an Position zwei.
Wieckenberg.

Die Luftgewehrschützen des SV Wieckenberg und die Luftpistolenschützen des SV Freischütz Wathlingen haben beide ein großes Ziel vor Augen: die Qualifikation für das Bundesliga-Finale Anfang Februar in der riesigen Mehrzweck-Arena in Ulm (über 6000 Zuschauerplätze). „Schönen Gruß nach Wathlingen. Ich hoffe, wir können da zusammen hinfahren. Das wäre doch mal was“, erklärt Wieckenbergs Teammanager Horst-Dieter Ruschel vor den beiden Wettkämpfen in Bergkamen gegen SSG Kevelaer (Samstag, 16.30 Uhr) und Wissener SV (Sonntag, 10 Uhr).

Melissa Ruschel geht an Position drei an den Schießstand. Zuletzt kränkelte sie etwas, wird aber wohl fit sein für die beiden Wettkämpfe in Bergkamen.

Beide Clubs haben jeweils eine gute Ausgangsposition und es selbst in der Hand. Rein tabellarisch gibt es bei den Wieckenbergern einen Siebenkampf um die ersten vier Plätze, die zur Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde berechtigen. Der SVW liegt mit 10:4 Punkten derzeit auf Rang vier hinter SSV St. Hubertus Elsen (12:2), SB Freiheit (10:4) und BSV Buer-Bülse sowie vor SV Petersberg (10:4), Kevelaer (8:6) und SV Gölzau (8:6). Ruschel stellt für sich aber eine andere Rechnung auf. „Für mich ist es ein Fünfkampf um zwei Plätze. Elsen und Freiheit werden es auf Grund ihres Restprogramms schaffen. Dahinter ist alles offen“, meint Ruschel.

Der von der Papierform her spannendeste Wettkampf an diesem Bundesliga-Wochenende steigt zwischen Wieckenberg und Kevelaer. In den bisherigen Duellen spielten sich meist regelrechte Dramen ab, zweimal mit dem besseren Ende für den SVW. „Wir sind so etwas wie der Angstgegner von Kevelaer. Der Druck liegt eindeutig bei ihnen. Sie müssen gewinnen, wenn sie das Finale erreichen wollen, sonst sind sie weg vom Fenster. Acht Minuspunkte wären dann zu viel, mit sechs Minuspunkten bist du hingegen dabei“, rechnet Ruschel vor.

Drei von vier Wettkämpfen gegen direkte Konkurrenten

Demnach könnten sich die Wieckenberger sogar noch eine Niederlage in den letzten vier Wettkämpfen gegen Kevelaer, Wissen sowie im Januar gegen die direkten Konkurrenten Gölzau und Buer-Bülse leisten. „Aber wir wollen natürlich jeden Wettkampf gewinnen und zum Finale fahren. Die Stimmung im Team ist gut, wir sind alle positiv gestimmt“, betont Ruschel.

Personal-Poker an Position fünf

Sein Saisondebüt für den SVW wird in Bergkamen Henrik Larsen geben. Der Norweger, der nach einer Virusinfektion, die er von der WM in Kairo mitgeschleppt hatte, wieder fit ist, wird an Position eins an den Schießstand gehen. Dahinter folgen Robin Zissel, Melissa Ruschel und Dennis Welsch. An Position fünf fällt die Entscheidung zwischen Andreas Renz und Claire-Luisa Ruschel, auch Isabell Ruschel tritt die Reise ins Ruhrgebiet mit an. „Da müssen wir mal schauen, wie wir da aufstellen. Das hängt auch vom Gegner ab“, erläutert Ruschel. Im Vergleich der einzelnen Schützen ist gegen Kevelaer erneut ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten. Gegen Wissen sind die Wieckenberger leicht favorisiert. „Ein Sieg muss in jedem Fall her“, unterstreicht Ruschel. Sonst wird es nämlich nichts mit der Wieckenberger/Wathlinger-Fahrgemeinschaft zum Bundesliga-Finale.