Deutsche Meisterschaften

Chiara Schönfelder kann Bestzeiten nicht knacken

Keine neue Bestzeit. Chiara Schönfelder vom SV Nienhagen startet bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U23 in Wattenscheid. Das hat sie erlebt.
  • Von Katharina Jäger
  • 26. Juli 2022 | 18:05 Uhr
  • 26. Juli 2022
  • Von Katharina Jäger
  • 26. Juli 2022 | 18:05 Uhr
  • 26. Juli 2022
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Wattenscheid.

Erfahrungen sammeln und die eigene Bestzeit toppen – mit diesen Zielen startete Leichtathletin Chiara Schönfelder vom SV Nienhagen am 23. und 24. Juli bei den Deutschen Meisterschaften (DM) der Altersklasse U23 in Wattenscheid. Sie wusste, dass sie über die 100 und 200 Meter nicht vorn mitlaufen würde, hoffte aber, ihre bisher gelaufenen Zeiten zu knacken.

Nienhäger Leichtathletin schied jeweils nach einem Lauf aus

„Ich bin in beide Läufe nicht gut reingekommen“, resümiert die 22-Jährige ihre Wettkampferlebnisse. Mit ihren Laufleistungen ist sie nicht zufrieden: So schied sie im 100-Meter-Vorlauf mit 12,50 Sekunden als Achte aus und belegte über 200 Meter im Halbfinale mit 25,17 Sekunden den sechsten Platz. Bei den Landesmeisterschaften der Frauen in Göttingen war sie die Strecke noch in 25,06 Sekunden gelaufen.

Chiara Schönfelder: Mit ein bis zwei Tagen Abstand hat sich die Enttäuschung etwas gelegt

„Direkt nach den Läufen war ich ziemlich enttäuscht“, erzählt Chiara Schönfelder. Sie habe sich mehr erhofft – mit ein bis zwei Tagen Abstand habe sich die Enttäuschung etwas gelegt. „Man sollte einfach die Erfahrung mitnehmen, manchmal wollen Körper und Kopf nicht“, sagt die SVN-Athletin.

Für SVN-Athletin waren es die ersten Deutschen Meisterschaften

Im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften hatte Schönfelder noch mit leichten Wadenproblemen zu kämpfen gehabt und konnte nicht optimal trainieren. Zum Glück sei im Wettkampf alles gutgegangen, sagt die 22-Jährige. „Das war die erste Deutsche Meisterschaft für mich und mein Saisonhöhepunkt.“ Entsprechend nervös und aufgeregt sei sie gewesen. An Landesmeisterschaften oder Norddeutschen Meisterschaften habe sie bereits teilgenommen, „doch in Wattenscheid waren überall Kameras", berichtet Schönfelder. Vielleicht habe auch diese Nervosität dazu beigetragen, dass sie nicht so gut ins Laufen kam.

Kommendes Jahr greift Schönfelder bei den Frauen an

Jetzt hat Chiara Schönfelder erst einmal eine Woche Pause. Um den Kopf frei zu bekommen, ist sie für ein paar Tage nach Amsterdam gereist, um anschließend wieder anzugreifen. Im September möchte sie noch einmal bei den Norddeutschen Meisterschaften laufen, bevor sie im kommenden Jahr erneut versucht, die Qualifikationen für die Deutschen Meisterschaften zu schaffen – dann nicht mehr bei den unter 23-Jährigen, sondern bei den Frauen. Und vielleicht knackt sie ja dann ihre Bestzeiten.