Tour zur Tour der France

Mit hohem Tempo und einem Totalschaden

Auf dem Rennrad haben sie die Reise zum Start der Tour de France auf sich genommen. Auf dem dorthin hat das Escheder Team "Flügelrad" einige erlebt.
  • Von Uwe Meier
  • 01. Juli 2022 | 19:20 Uhr
  • 01. Juli 2022
  • Von Uwe Meier
  • 01. Juli 2022 | 19:20 Uhr
  • 01. Juli 2022
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Eschede.

Als gestern in Celles dänischer Partnerstadt Holbaek bei der Tour der France 2022 die 1. Etappe, einem Einzelzeitfahren, startete, waren Mitglied des Escheder Radsportteams Flügelrad hautnah dabei. Während für die Profis eine dreiwöchige Tortur über insgesamt 3328 Kilometer erst begann, hatten die siebenköpfige Escheder Gruppe ihre ganze eigene Tour bereits bewältigt. Sie hatten die knapp 500 Kilometer weite Anreise aus Celle nach Holbaek auf dem Rennrad hinter sich gebracht. „Das hat sich gelohnt. Ein tolles Erlebnis“, jubelte mit Rolf Heinich einer der fleißigen Radler.

Mit Marschverpflegung auf Tour

Am Dienstag waren sie in Celle aufgebrochen. In Eschede gab es bei der Verabschiedung von Steffi Böhlke und Bürgermeister Heinrich Lange noch Marschverpflegung in Form eines Brötchens nach Hausfrauenart

sowie einem Ratzeputz überreicht. Dann war es endgültig auf die erste Etappe gegangen. Über Breitenhees, einer kurzen Pause in Uelzen, ging es über Bad Beversen zur Mittagspause nach Lauenburg. „Von dort sind wir bei heiter Sonnenschein und bester Stimmung die letzte Gerade nach Mölln gefahren“, erzählt Heinich, der zusammen mit Andreas Hinz, Martin Bassow, Rüdiger Zisenis, Jörg Niebergall, Jens Buchholz, Rolf Heinich und Erich Müller im Begleitfahrzeug die Tour zur Tour in Angriff genommen hatte.

Defektes Fahrrad stoppt einen Radler

Beste Stimmung herrschte auch am Abend, an dem sich das Septett zwar etwas abgekämpft, aber gut gelaunt auf die zweite Etappe vorbereitete. Die führte die Gruppe nach Puttgarden. Eine Etappe, die nicht ganz reibungslos verlief. Der Weg führte erst durch die hügelige Landschaft der Holsteinischen Schweiz. Doch kurz vor Lübeck passierte es: „Am Stadtrand von Lübeck hatte einer unserer Mitfahrer eine so schwere Fahrradpanne, dass er nicht mehr weiterfahren konnte“, so Heinich. Mit einem Mann weniger auf dem Rad ging es weiter nach Puttgarden, wo am nächsten Morgen die kurze Fähre nach ins dänische Rodby ablegte.

Die letzte Etappe mit dänischen Freunden

„Eine Fahrradtruppe mit drei Fahrern aus Holbaek hatte uns bereits beim Frühstück in Empfang genommen“, so Heinich. Das war zuvor so verabredet worden. Gemeinsam wurde um 9 Uhr die letzte Etappe in Richtung Celles Partnerstadt in Angriff genommen. „Wir sind zum ersten Mal mit den Dänen gefahren und mussten schnell feststellen, dass sie mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 32 Stundenkilometern ordentlich vorlegten“, erzählt Heinich. „Doch trotz einer kleinen Reifenpanne, die schnell behoben war, hatten wir keine Unterbrechungen.“

Vorfreude auf den Tour-Start

Vorbei an den dänischen Weizenfeldern ging es weiter durch die nicht bergige, aber hügelige Landschaft Richtung Holbaek. Ein kurzer Zwischenstopp, dann weiter. „Um 17.30 Uhr waren wir in Holbaek“, so Heinich, der den Abend mit seinen Mitstreitern gemütlich ausklingen ließ, bevor es am Freitag zum Start der Profis der Tour de France ging. Dann durften andere schwitzen.