Team "Flügelrad"

Mit dem Rad zur Tour der France

Mit dem Rennrad auf großer Tour. Das Escheder Team "Flügelrad" will in Dänemark vor Ort sein, wenn die Profis zur Tour de France starten.
  • Von Uwe Meier
  • 28. Juni 2022 | 16:15 Uhr
  • 28. Juni 2022
  • Von Uwe Meier
  • 28. Juni 2022 | 16:15 Uhr
  • 28. Juni 2022
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Eschede.

Was für die Tennisfans Wimbledon ist, ist für die Radportbegeisterten die Tour de France. Es gibt allerdings einen großen Unterschied: In Wimbledon können die besten Tennisspieler der Welt auf einer Anlage beobachtet werden. Radsportfans müssen bei der „Verfolgung“ ihrer Idole schon deutlicher beweglicher sein.

Wie beweglich, zeigen jetzt Mitglieder des Radsporteams „Flügelrad“ aus Eschede. Um einmal die ganz großen dieser Sportart live erleben zu können, haben sie sich gestern auf den Weg in Celles dänischer Partnerstadt Holbaek gemacht. Die Radfans wissen Bescheid: Dort startet am Freitag das härteste Radsportrennen der Welt.

Und Jens Buchholz, Rolf Heinich, Jörg Niebergall, Martin Bassow, Andreas Hinz, Rüdiger Zisenis vollziehen die Reise dorthin nicht leicht und locker. Sie bewältigen die rund 500 Kilometer weite Anfahrt auf dem Rennrad. Begleitet wird das Team von Erich Müller im Begleitfahrzeug zur Versorgung und Hilfe bei Pannen. In drei Tagen wollen die glorreichen Sieben dort sein.

Vorjahressieger Pogacar live erleben

Und dann wollen sie am Freitag live dabei sein, wenn sich der Slowene Tadej Pogacar auf den Weg macht, seinen Vorjahrestitel – er hatte auch 2020 gewonnen – bei der Tour zu verteidigen. Die ersten drei Etappen werden in Dänemark ausgefahren, bevor sich der Tour-Tross auf den Weg nach Frankreich. Nach insgesamt 3350 Kilometern und einer dreiwöchigen Kraftanstrengung auf insgesamt 21 Etappen über verschiedenste Streckenprofile will sich der 23-jährige Pogacar am 24. Juli in Paris erneut als Sieger der Rundfahrt feiern lassen. Die Konkurrenz wird ihm dieses Unterfangen so schwer wie möglich machen. Das allerdings werden die „Flügelrädler“ dann wohl eher am Bildschirm verfolgen.

"Verrückte Idee" mit Leben gefüllt

Erst war es nur eine „verrückte Idee“, mit dem Rennrad zum Start der Tour de France zu fahren. Erst als Bierlaune abgetan, wurde die Idee später von Rolf Heinich, Jens Buchholz und Jörg Niebergall mit Leben gefüllt. Inzwischen ist aus dem Trio ein Sextett geworden, dass die Aufgabe gestern in Angriff genommen hat. „Wir sind schon aufgeregt, dass es jetzt losgeht. Ziel ist, dass wir unser Ziel entspannt, heile und ohne Unfälle erreichen“, sagte Jens Buchholz vor dem Start: „Wir freuen uns auf ein tolles Event. Neben der sportlichen Herausforderung werden wir auch unseren Beitrag für die Städtepartnerschaft zwischen Celle und Holbaek leisten.“

In drei Etappen nach Dänemark

In drei Etappen soll es nach Dänemark gehen. Das Ziel der gestrigen ersten Etappe war Mölln. Dort wird das Team übernachten, bevor es heute zur zweiten Etappe weitergeht. Von Puttgarden aus setzt die Escheder Gruppe mit der Fähre nach Dänemark über. Dort warten Mitglieder des Radsportvereins aus Holbaek und werden die Celler auf ihrer letzten Etappe in Dänemark begleiten.

Radverein Holbaek geht mit auf Tour

Buchholz hatte im Vorfeld Kontakt mit dem Radverein in Holbaek aufgenommen und den Dänen die Idee geschildert, den Start der Tour de France mit dem Rennrad zu besuchen – auch vor dem Hintergrund der Städtepartnerschaft zwischen Celle und Holbaek. Beim Radverein Holbaek war man sofort begeistert von der Idee. Beide Vereine beschlossen spontan, sich in Rödby zu treffen und die letzte Etappe nach Holbaek gemeinsam zum Start der Tour de France zurückzulegen.