Weit weg von Profitour

Gemischte Gefühlslage: Celler Dartspieler erstmals bei Q-School

Das Erreichen der PDC Profitour ist für Dartspieler ein großer Traum, aber auch ein harter Kampf. Bei der Q-School waren dieses Jahr auch drei Celler mit dabei und hielten gegen starke Gegner gut mit.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 18. Jan. 2023 | 14:00 Uhr
  • 18. Jan. 2023
Die Dartspieler Kevin Kollmann (links) und Sebastian Steinmetz traten erstmals bei der PDC Q-School an.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 18. Jan. 2023 | 14:00 Uhr
  • 18. Jan. 2023
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Celle.

Wer im Darts bei der PDC Profitour teilnehmen möchte, muss teils komplizierte Wege gehen. Eine Möglichkeit ist die Qualifying-School (Q-School), ein Turnier mit über 500 Spielern. Die meisten von ihnen haben nicht den Anspruch, sich für die Profitour zu qualifizieren. Sie wollen Erfahrung sammeln und testen, ob sie sich gegen Topspieler behaupten können. Auch drei Dartspieler aus dem Landkreis Celle waren in Kalkar am Start und fuhren mit gemischten Gefühlen wieder Richtung Heimat.

Sieg gegen Top-Gegner

Am besten schnitt Kevin Kollmann (Triple Sixty Wienhausen) ab. Pro Tag wurde ein Turnier ausgespielt, sechs Siege waren nötig um ein Turnier zu gewinnen und sicher in die Final Stage zu kommen, wo der Kampf um die Tourkarten erst richtig begann. Kollmann kam am ersten Tag in die dritte Runde, besiegte Fabian Stütz mit 5:4, der es im Verlaufe des Turniers in die Final Stage schaffte. In der dritten Runde verlor der 31-Jährige mit 4:5 gegen Roy van de Griendt, der sich ebenfalls für die Final Stage qualifizierte. „Mit dem ersten Tag war ich sehr zufrieden. Ich habe an meiner oberen Leistungsgrenze gespielt“, so Kollmann.

"Es war megaspannend mitzumachen und bekannte Gesichter zu sehen, die man sonst aus dem Fernsehen kennt."

Kevin Kollmann, Dartspieler bei der Q-School

An Tag zwei scheiterte er allerdings in der ersten Runde, am dritten Tag in der zweiten – jeweils gegen den Bundesligaspieler René Groteloh. Für Kollmann war die Teilnahme eine Erfahrung, die er gerne wiederholen würde. „Es war megaspannend mitzumachen und bekannte Gesichter zu sehen, die man sonst aus dem Fernsehen kennt“, sagt Kollmann, der nicht der einzige Vertreter aus Wienhausen war. Auch sein Vereinskollege Dominik Filippi nahm teil, hatte aber Lospech und schaffte es nicht über die erste Runde hinaus.

"Ein wenig niedergeschlagen"

Ebenfalls am Start war der Celler Sebastian Steinmetz, (Shakespeare Dartists Hannover). Zweimal schaffte er es in die zweite Runde, einmal schied er in der ersten aus. „Man denkt vorher, man würde ohne Erwartungen an den Start gehen, aber das war nicht so. Ich war ein wenig niedergeschlagen“, sagt der 37-Jährige.

PDC verlangt absolute Ruhe

Trotz des frühen Ausscheidens blieben Steinmetz und Kollmann noch, um sich weitere Spiele anzuschauen und vor allem um ihren Bekannten Pascal Rupprecht zu unterstützen. Anfeuern war allerdings nicht erlaubt. In den Bereichen, in denen gespielt wurde, musste absolute Ruhe herrschen. Rupprecht aus Bielefeld war am Ende einer von zwei Deutschen, dem der Sprung auf die Profitour gelang.

Kollmann und Steinmetz wollen im Laufe des Jahres an weiteren europäischen Qualifikationsturnieren teilnehmen, um noch mehr Erfahrung zu sammeln.