Speedskaten

Verkorkste DM mit Celler Happy-End

So ganz rund lief es nicht. Doch letztlich waren die Teilnehmer des Skate Teams Celle mit ihrem Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften zufrieden.
  • Von Uwe Meier
  • 07. Juli 2022 | 10:15 Uhr
  • 07. Juli 2022
  • Von Uwe Meier
  • 07. Juli 2022 | 10:15 Uhr
  • 07. Juli 2022
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Celle.

Bei den Deutschen Einzelstreckenmeisterschaften der Inline-Speedskater gewannen die Sportler des Skate-Teams Celle trotz verschiedener gesundheitlicher Probleme vier Silbermedaillen. Neben der Jugendstaffel mit Maximilian Bonin und Malte Byrne war es Trainer Thomas Rumpf, der sich als Medaillensammler betätigte. Martin Rumpf sorgte einmal mehr für Furore.

Die Celler hatten sich mit großen Hoffnungen zu den Rennen auf der Speedskatingbahn in Gera aufgemacht. Zwei Wochen nach dem erfolgreichen Abschneiden bei den Norddeutschen Meisterschaften waren die Ziele und Erwartungen hoch.

Gesundheitliche Probleme verhindern Start

Aber die Gesundheit der Sportler spielte nicht mit. Medaillenfavorit Janek Weber musste sämtliche Starts absagen. Damit war der wichtigste Leistungsträger der Celler Jugendstaffel außer Gefecht gesetzt. Aber Malte Byrne und Maximilian Bonin wollten im Staffelrennen trotzdem unbedingt antreten. Mit gedämpften Erwartungen verfolgten die Celler das Rennen und waren positiv überrascht, als Startläufer Malte Byrne nach zwei Runden auf dem zweiten Platz liegend auf Maximilian Bonin wechselte. Acht Runden lang veränderte sich die Situation nicht. Die Celler schienen auf einem sicheren Silberkurs zu sein, als Maximilian Bonin stürzte und sich einige schmerzhafte Schürfwunden zuzog. Doch der 15-Jährige rappelte sich hoch und nahm das Rennen wieder auf. Malte Byrne gab noch einmal alles, um den Patzer seines Teamkameraden zu kompensieren. Am Ende sicherte Bonin als Schlussläufer die Silbermedaille für die Celler.

Einzelstarter messen sich mit starker Konkurrenz

Auch in den Einzelwettbewerben gingen die beide Sportler an den Start. Das beste Ergebnis lieferte Malte Byrne, der aufgrund muskulärer Probleme nur eingeschränkt im Vorfeld trainieren konnte. Aber die Schonphase im Training zahlte sich im Finale über 1000 Meter aus, das Malte als starker Siebter beendete. Maximilian landete im Eliminationsrennen auf Rang acht.

In der gleichen Altersklasse der Damen ging Emma Mau an den Start. Sie beendete ihre beiden Langstreckenläufe auf den Rängen 14 und 15. Auch Felix Byrne konnte sich aufgrund muskulärer Probleme nicht wie geplant auf die Meisterschaft vorbereiten. Aber mit zwei elften Rängen über die beiden Langstrecken stellte er unter Beweis, dass er nach wie vor zur erweiterten nationalen Spitze der Junioren zählt.

Aufholjagd im Punkterennen endet auf Platz vier

Noch vor einem Jahr wurde Martin Rumpf bei den Meisterschaften kaum beachtet. Aber spätestens nach der Norddeutschen Meisterschaft lassen ihn die Gegner nicht mehr aus den Augen. Sein persönliches Highlight war das Punkterennen über 10.000 Meter. Ausnahmeläufer Nils Bünemann aus Halle war dem Feld nach einer energischen Attacke enteilt. Rumpf startete die Aufholjagd. Einen Läufer nach dem anderen holte er ein. Die anderen Sportler versuchten, in seinem Windschatten mitzufahren, mussten aber immer wieder nach wenigen Runden abreißen lassen. Nur der bereits für die EM nominierte Tobias Hecht konnte Martin noch folgen. Am Ende erreichte der 21-jährige Celler als Zweiter den Zielstrich. Aber beim Punkterennen zählen in erster Linie die bei den Zwischensprints erzielten Punkte, so blieb für Martin nur der vierte Rang, da er in der Anfangsphase des Rennens keine Wertungen erzielt hatte.

Glückwunsch vom Bundestrainer

Dennoch gab es nach dem Lauf eine Überraschung, als der Bundestrainer Pascal Briand dem Pavillon der Celler einen Besuch abstattete, das Gespräch mit Martin Rumpf suchte und ihm seinen Respekt für die gezeigte Leistung aussprach. „Deutlicher kann einem nicht gesagt werden, dass man sich bei der nächsten Kadersichtung wohl mal blicken lassen sollte“, kommentierte Vater und Trainer Thomas Rumpf die Szene. Ein weiterer siebter und achter Rang rundeten Martin Rumpfs gutes Abschneiden bei der DM ab.

Drei Silbermedaillen für Thomas Rumpf

Für eine gute Medaillenbilanz der Celler sorgte der Trainer: Seine drei Rennen der Masters-Altersklasse 60 über 500, 1000 und 3000 Meter beendete er jeweils auf Platz zwei und verlangte dabei Abonnementssieger Diemo Goschborth aus Nürnberg vollen Einsatz ab.