Neue Tischtennissaison

16-Jähriger startet erneut in der Regionalliga

Nachdem die vergangene Rückrunde nicht so gut lief, möchte Laurin Struß vom TuS Celle 92 in der nächsten Saison wieder mehr punkten. Das hat er schon alles erlebt.

  • Von Katharina Jäger
  • 03. Aug. 2022 | 12:00 Uhr
  • 03. Aug. 2022
  • Von Katharina Jäger
  • 03. Aug. 2022 | 12:00 Uhr
  • 03. Aug. 2022
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Celle.

„Tischtennis steht an erster Stelle.“ Das bleibt für Laurin Struß vom TuS Celle 92 auch so, selbst wenn es mal nicht so gut läuft. Der 16-Jährige aus Worpswede – in der Nähe von Bremen – hat die Rückrunde der vergangenen Saison negativ gespielt, das bedeutet, er hat mehr Spiele verloren als gewonnen. Trotzdem lässt sich der Jungspund des Celler Tischtennisteams nicht unterkriegen. Er versucht, wieder Stabilität in sein Spiel und Selbstbewusstsein zu bekommen, damit er in seiner dritten Saison beim TuS Celle wieder angreifen kann.

Laurin Struß hat 2015 mit Tischtennis begonnen

Struß hat 2015 mit dem Tischtennis angefangen, nachdem er die Sportart bei einem Ferienspaßprogramm in seiner Grundschule ausprobiert hatte. Es hat ihm Spaß gemacht, also blieb er am Schläger. Anfangs hat er nur mit seinem Vater gespielt, doch seit sechs Jahren schlägt er den Ball in einem Verein auf die andere Seite der Platte.

Hauptsächlich in der Regionalliga beim TuS Celle 92

Nach Spielzeiten beim SV Hüttenbursch, dem TSV Worpswede und der TuSG Ritterhude ist Struß 2020 nach Celle gewechselt. Sein heutiger Trainer Marius Max habe ihn damals angesprochen. „Ich fand das Angebot und die Idee super“, sagt der 16-Jährige. Also spielt er jetzt in der Regionalliga beim TuS Celle. Allerdings tritt er nicht nur in der ersten Herrenmannschaft an: „Ich spiele hauptsächlich Regionalliga, helfe aber auch in der zweiten Mannschaft aus.“

Neben Tischtennis stehen Krafttraining und Fußball auf dem Programm

Wenn er nicht gerade an der Tischtennisplatte steht, ist der Elftklässler beim Krafttraining oder auf dem Fußballplatz. Er würde sich als „Flügelflitzer“ sehen und trainiert oder spielt mal mit. Aber nur, wenn kein Tischtennis ansteht. Das trainiert er vier- bis sechsmal die Woche. Eigenständig bei sich im Ort und freitags mit der Mannschaft in Celle. Darüber hinaus besucht er ab 1. August noch mehrere Tischtennis-Lehrgänge, um sich zu verbessern. Einen bezeichnet er als „Tischtennis-Erholungscamp“, ein Vereinsevent, zu dem seine Mannschaftskameraden jedoch nicht mitkommen.

Das Faszinierende am Tischtennis

Struß fasziniert an der Sportart besonders das Schnelle und Taktische. „Fußball kann jeder ein bisschen“, so der 16-Jährige, „aber beim Tischtennis braucht man alles: Training, Intelligenz und Ballgefühl. Das unterschätzen viele.“

Erster bei niedersächsischer Landesrangliste und den Landesmeisterschaften

Doch was waren eigentlich seine größten Erfolge? Stolz erzählt er: „Ich bin 2018/2019 bei der niedersächsischen Landesrangliste und den Landesmeisterschaften im Einzel und Doppel Erster geworden.“ Bei der Deutschen Rangliste der U15 habe er sich sogar für die „Top 24“ qualifiziert und erreichte am Ende den 13. Platz. Im vergangenen Jahr hat es leider nur für die „Top 48“ gereicht.

Struß nahm bei den „Swedish Junior & Cadet Open“ in Schweden teil

Gern erinnert er sich auch an seine Teilnahme bei den „Swedish Junior & Cadet Open“ im Februar 2020 zurück: „Da durfte ich für Deutschland nach Schweden.“ Sein letzter Erfolg war bei den Landesmeisterschaften der Herren, wo er gegen einen Landestrainer im Achtelfinale gewann und ins Viertelfinale einzog. Weiter kam er nicht. Trotzdem ein Erfolg für ihn.

Jungspund des Celler Tischtennisvereins zu Nordmasters-Turnier nach Siek

Struß musste in der Liga einige Herausforderungen bewältigen. „Es gab ein paar richtig gute Spieler, gegen die ich angetreten bin.“ Und die nächste Herausforderung wartet schon: Er darf zum Nordmasters-Turnier nach Siek fahren. Dort werde in Sechser-Gruppen gespielt, so der junge Tischtennisspieler. Sein Ziel: „Ich werde mein Bestes geben und das Gelernte aus dem Training umzusetzen.“ Er möchte mindestens Vierter in seiner Gruppe werden. Vor allem hofft er, ein gutes Gefühl für die neue Saison zu bekommen, nachdem er die alte nicht so gut beendet hat. Er versucht, in der Vorrunde ausgeglichen zu spielen (gleichviele Siege und Niederlagen) – „in langsamen Schritten voran“ – und in der Rückrunde wieder mehr zu gewinnen. Tischtennis bleibt sein Nummer-Eins-Sport.