Fußball-Weltmeisterschaft

So erlebten die Celler das erste WM-Spiel

Deutschland ist in die umstrittene Fußball-WM gestartet. Die Stimmung bei den Celler Fans war anders, aber trotzdem gut. So erlebten Gäste und Lokalbetreiber das erste Public Viewing.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 23. Nov. 2022 | 18:45 Uhr
  • 25. Nov. 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 23. Nov. 2022 | 18:45 Uhr
  • 25. Nov. 2022
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Celle.

Dass die allgemeine WM-Stimmung eher trüb ist, ist für viele keine Überraschung. Die vielen Kontroversen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar haben dafür gesorgt, dass die allgemeine Stimmung sich nicht im Höhenflug, sondern eher im Erdgeschoss befindet. Dies empfinden auch die Celler Zuschauer so, die sich das 1:2 der DFB-Elf gegen Japan im Thaers Wirtshaus und im M One ansahen.

Diese WM nicht mit früheren vergleichbar

„Das hätte sich die FIFA aber auch denken können“, meinte eine Gruppe Fußballfans im M One zu der Kritik rund um die WM. Gerd Roggenbrodt, der sich im Thaers mit Hans-Jünter Holzmann verabredet hatte, und dem Turnier in Katar eher kritisch gegenüber eingestellt ist, betont, dass man diese Weltmeisterschaft nicht mit früheren vergleichen könne.

„Auch wenn wir uns zum Public Viewing verabredet haben, geht es mehr um das Zusammensein“, meinten Jana Müller und Jonas Haeber, die ebenfalls mit Freunden im Thaers waren. Die kalte Jahreszeit, die für eine Fußball-Weltmeisterschaft nicht gerade üblich ist, trage laut der Celler Fans auch nicht dazu bei, dass die Stimmung an Flughöhe gewinnt.

Gute Stimmung trotz weniger Fans

Auch wenn die Weltmeisterschaft zumeist kritisch betrachtet wird, war die gute Stimmung beim gestrigen Public Viewing in den beiden Lokalen nicht von der Hand zu weisen – obwohl in beiden Lokalen im Vergleich zu Vorjahren weniger Zuschauer da waren. Das lag allerdings nach Meinung von vielen Gästen an der für ein Fußballspiel recht frühen Stunde. Diejenigen, die doch Zeit dafür fanden, hatten aber sichtlich Spaß an dem Spiel. Der Torjubel im M One bei Deutschlands Führungstreffer fiel vielleicht etwas leiser aus, das war aber den wenigen Besuchern geschuldet. Auch im Thaers war die Stimmung prächtig. Das ein oder andere nachmittägliche Bier durfte bei der ausgelassenen Stimmung nicht fehlen. Und bei Toren und verpassten Chancen wurde wie gewohnt gejubelt und geflucht.

Lokalbetreiber zeigen sich zufrieden

Die Betreiber waren ebenfalls zufrieden. „Ich hatte bei einem Mittagsspiel mit weniger Gästen gerechnet“, sagte Bilgin Akböl, der Geschäftsführer des M One. Michael Leipholz, Betriebsleiter von Thaers Wirtshaus, hatte ebenso mit weniger Gästen gerechnet. Beide hoffen nun auf noch mehr Zuschauer, wenn es am Sonntag um 20 Uhr in Deutschlands zweitem Gruppenspiel gegen Spanien ernst wird.

Von Morlin Bollwig