EM-Qualifikation

Konkurrenz im Konzert der Großen zu stark

Melissa Ruschel und Alexander Karl haben in München um die Qualifikation zur Luftgewehr-Europameisterschaft gekämpft. Bei der Cellerin machten wenige Ringe den Unterschied.

  • Von Heiko Hartung
  • 07. Dez. 2022 | 18:00 Uhr
  • 07. Dez. 2022
Melissa Ruschel fehlten am Ende nur drei Ringe für die Qualifikation zur nächsten Runde. Die Luftgewehr-Europameisterschaft wird deshalb ohne Cellerin stattfinden.
  • Von Heiko Hartung
  • 07. Dez. 2022 | 18:00 Uhr
  • 07. Dez. 2022
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In der Bundesliga Luftgewehr schießt die 22-Jährige für den SV Wieckenberg. Bei der ersten EM-Qualifikationsrunde blieb sie anfangs unter ihren Möglichkeiten.
Celle.

Die Reise nach Tallinn wird ohne Celler Beteiligung stattfinden: Bei der Qualifikation der deutschen Sportschützen für die Luftgewehr-Europameisterschaften im März 2023 in Estland haben Melissa Ruschel und Alexander Karl den Einzug in die Entscheidungsrunde der besten Schützen verpasst. In München kamen die einzigen beiden Vertreter aus Niedersachsen am vergangenen Wochenende nicht auf einen der ersten sechs Plätze, die für das Weiterkommen nötig gewesen wären.

Melissa Ruschel fehlen drei Ringe

Die 22-jährige Ruschel landete bei der Sichtung des Deutschen Schützenbunds (DSB) in ihrem ersten Jahr bei den Damen unter 18 Teilnehmerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet auf Rang neun. Der 16-Jährige Karl ging bei den Junioren an den Schießstand und wurde Letzter der zehn Nachwuchsschießsportler.

Sportschütze Alexander Karl (Zweiter von rechts) landete in München auf dem letzten Platz. Das trübte aber nicht die Zufriedenheit über sein starkes Jahr.

„Nur die Besten aus ganz Deutschland wurden überhaupt zur EM-Qualifikation eingeladen“, weiß Horst-Dieter Ruschel, der seine Tochter Melissa auch bei der Luftgewehr-Bundesliga-Mannschaft des SV Wieckenberg betreut. „Eine etwas bessere Platzierung hatte sie sich ausgerechnet, aber dazu war ihre Leistung nicht konstant genug“, so Ruschel senior. Melissa Ruschel blieb in den ersten beiden Durchgängen á 60 Schuss unter ihren Möglichkeiten, erst in der letzten Serie erreichte sie ihr gewohntes Niveau. Am Ende kam sie auf 1871,4 Ringe (im Schnitt 623,8) – das waren drei zu wenig, um das Ticket für die zweite Runde im Januar zu lösen.

Alexander Karl jüngster Teilnehmer

Das Schießtalent Karl aus Eschede, das in diesem Jahr bereits durch drei Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften aufhorchen ließ und im erweiterten Nationalkader ist, war in München jüngster Teilnehmer, die Konkurrenz bis zu vier Jahre älter.

Der Elftklässler, der bei der Schützengemeinschaft Altenhagen trainiert, kam auf 1818,1 Ringe (im Schnitt 606,0) und verpasste den Rang sechs deutlich. „Alexander ist unter seinen Möglichkeiten geblieben, aber für das erste Mal im Konzert der Großen war das völlig okay“, sagt sein Vater Henning Karl. Sein Sohn wisse das Ergebnis einzuordnen. „Er hat dieses Jahr einen großen Leistungssprung gemacht und soll sich keinen Druck machen.“