Deutsche Meisterschaften

Celler Brandt hat drei Chancen auf Edelmetall

Bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften gehört der Celler Philipp Brandt zu den Titelkandidaten. Über 100 Meter Brust will er eine magische Zeitmarke knacken.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 22. Juni 2022 | 17:02 Uhr
  • 22. Juni 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 22. Juni 2022 | 17:02 Uhr
  • 22. Juni 2022
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Celle.

Ab Freitag wird es ernst: Dann geht es für Philipp Brandt vom Celler SC bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin um Medaillen. Er geht auf drei Strecken an den Start – auf allen hat er gute Chancen aufs Podest. Die Wettkämpfe finden im Rahmen von „Die Finals 2022“ statt. In Berlin werden bis Sonntag Meisterschaften in 14 Sportarten Meisterschaften ausgetragen und in diesem Rahmen auch live in ARD und ZDF übertragen.

100 Meter unter einer Minute?

Im Europasportpark beginnen am Donnerstag die Schwimmwettkämpfe. Am Freitag ist Brandts (Jahrgang 1999) erster Auftritt. Er startet über 100 Meter Brust. Am Vormittag ab 9 Uhr starten die Vorläufe, ab 15.15 Uhr die Finals. Mit der zweitbesten Meldezeit auf seiner Paradestrecke will Brandt vor allem bei diesem Rennen in den Kampf um den deutschen Meistertitel einsteigen. Die magische Zeitmarke von einer Minute zu knacken, ist dabei im Bereich des Möglichen.

Und auch an den darauffolgenden Tagen will der Celler angreifen. Am Samstag winkt im Finale über 200 Meter Brust das Podium, am Sonntag hat er die dritte Chance auf die Medaille, dann über 50 Meter Brust. Die Finalläufe beginnen Samstag und Sonntag ab 17 Uhr. „Die Trainingszeiten sind vielversprechend, ich bin fit und konnte mich gut vorbereiten“, resümiert der Celler motiviert die letzten Trainingswochen.

Im vergangenen Jahr hatte Brandt bereits gezeigt, dass er zur nationalen Spitze gehört. Bei den Deutschen Meisterschaften 2021 holte er Bronze über 50 Meter Brust. Und zweimal schrammte er nur knapp am Podest vorbei. Über 100 und 200 Meter Brust wurde er jeweils Vierter.

Ziel: Olympische Spiele 2024

Mehr noch als das Rennen um nationale Titel liegt der Schwerpunkt der Vorbereitung jedoch auf dem großen langfristigen Ziel, einer Olympiateilnahme in Paris 2024. Dieses Wochenende kann er bereits beweisen, dass er zu den besten Deutschlands gehört und seinen Anspruch auf eine Teilnahme untermauern.

Celler Schwimmerin bei Mehrkampf

Den Vergleich mit den besten Schwimmerinnen ihrer Altersklasse Deutschlands hat Caroline Back, Schwimmtalent vom CSC, schon erfolgreich hinter sich gebracht: Am vergangenen Wochenende fanden im Schwimmsportkomplex Dresden die Deutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf statt. Back qualifizierte sich als einzige Schwimmerin aus dem Landkreis Celle. Sie gehört außerdem dem Landeskader Niedersachsen an und schaffte bei ihrer ersten Teilnahme einen hervorragenden 12. Platz.

Starts über 5 Wettkämpfe

Startberechtigt waren hierbei nur diejenigen, die in der Bestenliste des Deutschen Schwimmverbands über 200 Meter Lagen unter den besten 80 des Jahrgangs 2010 oder 2011 geführt wurden. Bei diesem Wettkampf werden Punkte gesammelt. Geschwommen werden 400 Meter Freistil, 200 Meter Lagen sowie die 100- und 200-Meter-Strecke einer ausgewählten Lage und 50 Meter dieser Lage nur mit Beinschlag. Back entschied sich für den Rückenwettkampf.

Mit einer neuen persönlichen Bestzeit in 400 Meter Freistil von 5:31,57 Minuten stieg die junge Athletin in den Wettkampf ein, um anschließend in ihrer Hauptlage Rücken die 100- und 200-Meter-Distanzen zu absolvieren. Ergänzend kam am Samstag die 50-Meter-Strecke in reiner Rücken-Beinarbeit hinzu. Den krönenden Abschluss der Deutschen Meisterschaften bildeten dann die 200 Meter Lagen. Auch hier konnte sich Back mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:55,06 Minuten gegen viele starke Konkurrentinnen behaupten.

Trainer ist zufrieden

Nach einer intensiven Vorbereitung inklusive zwölftägigem Trainingslager auf Kreta bildete der Wettkampf für Back und ihren Trainer Sebastian Brandt einen tollen Saisonabschluss. „Caroline hat gezeigt, wie viel Potenzial sie hat und zählt damit zu den besten Schwimmerinnen ihres Jahrgangs in Deutschland. Ich bin super zufrieden“, so Brandt.