Bogensport

Celles Bogenschützen sind erfolgreich

Erfolgreiche Schützen: Dieter Fröhlich und Sabine Noordhof vom SC Wietzenbruch kamen aufs Podest bei den Deutschen Meisterschaften im Para-Bogensport.

  • Von Katharina Jäger
  • 20. Sept. 2022 | 19:15 Uhr
  • 21. Sept. 2022
  • Von Katharina Jäger
  • 20. Sept. 2022 | 19:15 Uhr
  • 21. Sept. 2022
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Celle.

Bei den Deutschen Meisterschaften im Para-Bogensport WA des Deutschen Behinderten-Sportverbandes im Freien in Göttingen haben Sabine Noordhof und Dieter Fröhlich vom Sport Club Wietzenbruch mit drei Podestplätzen einen tollen Einstand auf Bundesebene gegeben. In der Paradedisziplin des Vereins – dem Blankbogen – holte das von B-Lizenz-Trainer Andreas Hehenberger betreute Duo eine Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen.

„Ich mache das schon 26 Jahre.“

Dieter Fröhlich, Bogenschütze vom SC Wietzenbruch

Sabine Noordhof und Dieter Fröhlich bei Para-Bogensport erfolgreich

Noordhof musste sich in der Damenkonkurrenz lediglich Monika Pietsch (1./SpSV Sand) und Helga
Mattigkeit (2. / Hammer SC 08) geschlagen geben und holte Bronze. Bei den Herren reihte sich Dieter Fröhlich hinter Arno Arends (1. / VfV Concordia Alvesrode) und Dieter Erkens (2. / BogenTeam Cölln e.V.) auf Rang drei ein. Der 61-Jährige nahm in der Klasse „Allgemeine Beschränkungen“ (AB) teil, in der unter anderem Bogenschützen mit Hör- oder Herzbeeinträchtigungen starten. Rollstuhlfahrer hätten beispielsweise eine eigene Startergruppe.

Silbermedaille für den Behinderten-Sportverband Niedersachsen

An der Seite von Arends und Sandra Kerkmann (Goldener Pfeil Herzberg) holte Fröhlich zudem die
Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb für den Behinderten-Sportverband Niedersachsen.

Den vierfachen Deutschen Meister Andreas Staszewski besiegt

Nur einen Tag nach seinen Erfolgen bei den nationalen Titelwettkämpfen in Göttingen ließ der
Blankbogenschütze vom SC Wietzenbruch abermals aufhorchen: Beim 3D-Turnier „Bärenhatz“ des SV Holtorf in Nienburg schoss er einen souveränen Sieg heraus. Fröhlich besiegte unter anderem den vierfachen Deutschen Meister und 21. der Weltmeisterschaften im 3D-Bogen – Andreas Staszewski vom SV Nienhagen. „Er hat Unglaubliches geleistet“, lobt Trainer Hehenberger seinen Bogenschützen.

Er hat Unglaubliches geleistet.“

Andreas Hehenberger, Trainer SC Wietzenbruch

Fröhlich brauchte für 32 Ziele 33 Schüsse

Auch Fröhlich ist zufrieden mit seiner Leistung: „Ich habe souverän gewonnen.“ Für 32 Ziele brauchte er 33 Schüsse. Staszewski habe später aus Spaß zu ihm gesagt, dass es gut wär, dass er nicht bei den Deutschen Meisterschaften im 3D-Bogen in Villingen-Schwenningen in Bayern antrete. Für diese Wettkämpfe hatte Fröhlich die Qualifikation nicht geschafft.

Start der Vorbereitung für die Hallensaison

Mit dem Sieg in Nienburg ist für Fröhlich die „Außensaison“ beendet. Seine Aufmerksamkeit liegt jetzt auf der Vorbereitung für die Hallensaison. Hier stehen auch wieder Landesmeisterschaften und die Deutschen Meisterschaften auf dem Programm – je einmal für Sportler ohne und mit Beeinträchtigung.

Schütze vom SC Wietzenbruch schon 26 Jahre dabei

Der Bogensport bereitet dem Schützen des SC Wietzenbruch großen Spaß. „Ich mache das schon 26 Jahre“, sagt Fröhlich. Neben seinen eigenen Wettkämpfen hilft er bei der Nachwuchsarbeit im Verein. Er freut sich darüber, sein Wissen weiterzugeben.

Weitere Ergebnisse des SC Wietzenbruch bei der „Bärenhatz“ in Nienburg

Teja Müller habe bei der „Bärenhatz“ in Nienburg das Siegerpodest lediglich um zwei Ringe verfehlt, teilt Trainer Hehenberger weiter mit. Müllers Sohn Nico kam auf Platz zehn, während Jagdrecurveschütze Wolfgang Juchem 37. in seiner Klasse wurde.