Verstärkung oder Flop? So läuft es für die fünf teuersten Winter-Zugänge der Bundesliga
Der VfL Wolfsburg und die TSG Hoffenheim haben dem FC Bayern, Borussia Dortmund oder Meister Bayer Leverkusen eher selten etwas voraus. Im Winter waren es neben Eintracht Frankfurt aber diese beiden Klubs, die am meisten Geld für neue Spieler in die Hand nahmen. Ein Blick darauf, wie die fünf teuersten Bundesliga-Winterzugänge bei ihren neuen Klubs angekommen sind.
Ausgenommen von der Rangliste sind Spieler, die schon vorher für den jeweiligen Verein gespielt haben und nun im Winter fest verpflichtet wurden, wie etwa RB Leipzigs Xavi Simons (50 Millionen Euro).
Elye Wahi: 26 Millionen Euro legte Eintracht Frankfurt für den französischen Stürmer von Olympique Marseille auf den Tisch. Wahi ist damit der teuerste Winter-Neuzugang in Deutschland Eliteklasse. Er sollte zusammen mit Michy Batshuayi (kam für 3 Millionen Euro von Galatasaray) die Lücke schließen, die der Abgang von Topscorer Omar Marmoush hinterlassen hatte.
Wahi schaffte es bisher nicht, den ägyptischen Ausnahmestürmer, der für 75 Millionen Euro zu Manchester City ging, vergessen zu machen. Der 22-Jährige benötigt in seiner neuen Umgebung naturgemäß Zeit, die man ihm in Frankfurt auch einräumen will. In fünf Rückrundenpartien kam Wahi zum Einsatz. Ein Treffer oder eine Vorlage gelang ihm bisher nicht. Darauf wird der Offensivmann aufgrund von Knieproblemen wohl auch noch etwas warten müssen. Der Angreifer fällt nun für einige Wochen aus.
Andreas Skov Olsen: Etwas besser lief der Start für den Neu-Wolfsburger Skov Olsen. Für 14 Millionen Euro wechselte er vom Champions-League-Teilnehmer Club Brügge an den Mittellandkanal. Der Flügelspieler stand in sieben Liga-Spielen auf dem Platz und bereitete beim 2:1-Sieg bei Werder Bremen einen Treffer vor. Sein neuer Coach Ralph Hasenhüttl schwärmt von seinem neuen Außenstürmer. „Einen Linksfuß, der nach innen dribbeln kann, Flanken schlagen kann, der auf beiden Seiten vorbeigehen kann, den hatten wir noch nicht auf der Seite, das tut uns sehr gut.“
Bazoumana Touré: Auch die TSG Hoffenheim griff im Winter etwas tiefer in die Tasche. Zwei der fünf teuersten Liga-Zugänge verpflichteten die Kraichgauer. Einer davon ist Touré, gerade mal 19 Jahre alt. Er kostete rund zehn Millionen Euro. Der Linksaußen gilt als Versprechen für die Zukunft. „Bazoumana ist ein hochtalentierter, schneller, technisch starker und torgefährlicher Offensivspieler. Er wird von uns die nötige Zeit bekommen, um sportlich die nächsten Schritte zu gehen“, sagte TSG-Sportgeschäftsführer Andreas Schicker.
Vom schwedischen Klub Hammerby IF heuerte der Youngster mit der Empfehlung von neun Toren und drei Vorlagen aus der vergangenen Saison in Schwedens erster Liga beim Team von Christian Ilzer an. In Deutschland kam der Ivorer bisher nur zu fünf Kurzeinsätzen und konnte mit Toren oder Vorlagen noch nicht auf sich aufmerksam machen.
Gift Orban: Neun Millionen Euro überwies Hoffenheim im Winter zudem an Olympique Lyon, um den nigerianischen Mittelstürmer Orban in den Kraichgau zu lotsen. Der 22-Jährige zahlte das Vertrauen der TSG-Verantwortlichen bisher eindrucksvoll zurück. Schon vier Treffer erzielte er und ist mitverantwortlich dafür, dass die Hoffenheimer sechs Zähler vor der Abstiegszone stehen. Der Neuzugang erklärte zuletzt forsch: „Mein Job ist es, Tore zu schießen. Und wenn ich treffe, gibt mir das Selbstvertrauen.“
Jan-Niklas Beste: Nur zweimal gab der SC Freiburg in seiner Vereinsgeschichte im Winter mehr Geld aus als für Jan-Niklas Beste (acht Millionen Euro). Der 26-Jährige suchte eine neue Herausforderung, nachdem er sich nach seinem Wechsel vom 1. FC Heidenheim zu Benfica Lissabon in seinem ersten halben Jahr in Portugal nicht durchsetzen konnte.
Auch in Freiburg kam er in den ersten Wochen nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Eine Vorlage gelang ihm beim 5:0 gegen Bremen. Ansonsten muss sich Beste hinter Stammkraft Vincenzo Grifo anstellen.