Dritte Liga

SV Altencelle jubelt nach später Wende in Vechta

Die Handballerinnen vom SV Altencelle haben ihren dritten Auswärtssieg eingefahren. Wie schon in den Vorwochen gab es ein dramatisches Finish.

  • Von Sebastian Salpius
  • 13. Nov. 2022 | 20:35 Uhr
  • 13. Nov. 2022
Femke Nuttelmann (am Ball), hier gegen Melanie Fragge (links) und Johanne Fette (rechts) vom BV Garrel, sorgte in Vechta für das dramatische Altenceller Siegtor in der Schlusssekunde (Archivfoto).
  • Von Sebastian Salpius
  • 13. Nov. 2022 | 20:35 Uhr
  • 13. Nov. 2022
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Torhüterin Julia Garbe diente den Altencellerinnen als sicherer Rückhalt bei der Aufholjagd in Vechta. Hier versucht sie im Spiel gegen die HSG Blomberg-Lippe II, einen Siebenmeter von Vivienne Sophie Hildebrandt zu parieren (Archivfoto).
Vechta.

Ohne Spannung geht es beim SV Altencelle einfach nicht: Durch eine späte und dramatische Wende, gekrönt vom Siegtor in letzter Sekunde, gewannen die Drittliga-Handballerinnen am Samstagabend mit 26:25 in Vechta. Die Mannschaft von Martin Kahle lief fast das gesamte Spiel einem Rückstand hinterher, doch wurde am Ende für die starke Moral belohnt. „Insgesamt ist es schon ein glücklicher Sieg, weil wir in der letzten Sekunde gewonnen haben und lange deutlich hinten lagen“, gab Kahle zu. „Ich muss der Mannschaft aber ein Kompliment machen, wie sie sich wieder zurückgekämpft hat.“

Vechta überrascht Altencelle

Nachdem seine Spielerinnen anfangs noch mit 2:1 vorne lagen, sollte es bis zur nächsten Altenceller Führung fast vierzig Minuten dauern. Die heimstarken Vechtaerinnen warfen zunächst vier Tore in Folge und bauten die Führung so auf 5:2 aus. „Vechta hat gerade in der Anfangsphase von unseren technischen Fehlern gelebt. Sie sind gut ins Gegenstoßspiel gekommen und haben einfache Tore gemacht“, erklärte Kahle den frühen Rückstand. Die Vechtaer „Guardians“ lagen nach 22 Minuten mit 12:6 vorne. Bereits in der ersten Halbzeit nahm Kahle zwei Auszeiten, um taktische Umstellungen mit der Mannschaft zu besprechen. „Vechta hat uns mit einer 3:1-Abwehr überrascht. Wir hatten lange Schwierigkeiten, die richtigen Entscheidungen zu treffen“, so der Altenceller Trainer, der als Reaktion Natasha Ahrens und Kristin Skorek an den Kreis beorderte.

Altencelles Lina Borges war gemeinsam mit Natasha Ahrens beste Torschützin beim 26:25-Auswärtssieg (Archivfoto). 

Seine Mannschaft bekam die Gegenstoßtore mit zunehmender Spieldauer besser in den Griff und kämpfte sich mit einem 6:0-Lauf kurz vor der Halbzeit zum 12:12-Ausgleich. Julia Garbe trug laut Kahle mit einer „überragenden Leistung“ dazu bei. Auch die Altenceller Abwehr steigerte sich enorm, konnte aber das Gegentor zum 12:13-Halbzeitstand nicht verhindern. Offensiv glänzte Linksaußenspielerin Lina Borges mit sechs Toren, auch Natasha Ahrens traf sechsfach.

SVA kämpft sich spät zurück

Nach der Pause erspielte sich Vechta einen Drei-Tore-Vorsprung, den Altencelle erneut ausglich und nach 42 Minuten in eine 19:18-Führung verwandelte. „Dann haben wir aber wieder eine Schwächephase“, ärgerte sich Kahle darüber, dass die Vechtaerinnen den Spielstand mit einem 6:1-Lauf zu einem 24:20 drehten. Doch die Altencellerinnen antworteten ihrerseits mit einer 5:1-Torserie und erzielten kurz vor Schluss den 25:25-Ausgleich. Und es kam zum dramatischen Finale: Nach einer Auszeit leistete sich der SFN Vechta einen Fehlwurf und die Altencellerinnen kamen in Ballbesitz. Das nutzte Femke Nuttelmann, die quasi mit der Schlusssirene das 26:25 warf und den Höhepunkt der Altenceller Aufholjagd setzte.

Die Handballerinnen vom SVA feierten somit den dritten Auswärtssieg im vierten Spiel und fügten Vechta die erste Heimpleite der Saison zu. Kahle lobte: „Bis jetzt waren alle unsere Spiele knapp. Das zeigt, dass wir in der Liga angekommen sind.“

 

 

SV Altencelle: Garbe, I. Adam – Gerberding (1), Nuttelmann (1), Ahrens (6), Makenthun, Skorek (5/3), Block (2), Bahls (2), Borges (6), Niemann (3), Voltmer, Wottschel.