TuS Oldau-Ovelgönne

„Wir müssen variabler werden“

Handball-Frauen-Landesligisten TuS Oldau-Ovelgönne startet mit neuem Trainer Christoph Hahnraths in die Saison
  • Von Jochen Strehlau
  • 05. Sept. 2022 | 18:35 Uhr
  • 05. Sept. 2022
Marieke Pöplow (beim Wurf) soll ach in der kommenden Saison für den TuS Olday-Ovelgönne viele Treffer erzielten. Der neue Trainer Christoph Hahnraths hat eine schlagkräftige Truppe.
  • Von Jochen Strehlau
  • 05. Sept. 2022 | 18:35 Uhr
  • 05. Sept. 2022
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TuS Oldau-Ovelgönne
Oldau_Ovelgönne.

Vor etwa einem halben Jahr übernahm Christoph Hahnraths das Traineramt beim Frauen-Landesligisten TuS Oldau-Ovelgönne. Er beerbte damit seinen in den Landkreis Gifhorn gezogenen Vorgänger Heiko Schoppmann. Ein Wechsel auf der Trainerbank, der „geräuscharm“ und im gegenseitigem Einvernehmen aller Beteiligten vollzogen wurde. „Da meine Freundin Larissa in Oldau spielt, war der Kontakt zur Mannschaft vorher schon recht eng. Das hat mit die Entscheidung, in Oldau Trainer zu werden, sehr einfach gemacht“, blickt Hahnraths, der selbst noch zum Kader des Handball-Verbandsligisten SV Altencelle gehört, zurück.

Doppel-Engagement

Ein Doppel-Engagement, unter dem das Traineramt beim TuS Oldau-Ovelgönne aber nicht leiden soll. „Als Trainer musst du viel vorbereiten und dich über deine Gegner informieren. Das ist zeitaufwendig. Altencelle weiß, dass mein Fokus ganz auf meiner Trainertätigkeit liegt“, erklärt der 24-jährige.

Auf Platz sieben gelandet

Mit der vergangenen Saison, die die Blau-Gelben frei von Abstiegssorgen mit 17:19 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz beendeten, war Hahnraths nicht ganz zufrieden. „Wir hatten zwar mehr Höhen als Tiefen, konnten aber unsere Leistung nicht immer konstant abrufen. Vier bis sechs Punkte mehr wären schon drin gewesen“, meint Hahnraths, der in der vor der Tür stehenden neuen Saison gerne ein paar Plätze besser abschneiden möchte.

"Spielerisch breiter aufstellen"

Dazu hat es sich der junge TuS-Coach auf die Fahnen geschrieben, sein Team spielerisch breiter aufzustellen. „Wir müssen variabler werden und werden deshalb weitere Spielzüge einstudieren, um schwerer ausrechenbar zu sein. Außerdem wollen wir ein höheres Tempo gehen“, kündigt Hahnraths an, der sich mehr Tore über die erste und zweite Welle wünscht. Betrachtet man das Abschneiden der letzten Jahre, so ist festzustellen, dass sich die Oldauerinnen immer mit dem Torewerfen schwer taten, sich auf der anderen Seite aber stets auf ihre solide, aggressiv verteidigende Deckung verlassen konnten.

Gute Defensive wichtig

Und auf gute Defensivarbeit wird auch unter der sportlichen Leitung von Hahnraths nach wie vor viel Wert gelegt. „Wir bauen in erster Linie auf eine 6:0-Deckung, wollen aber bei Bedarf auch auf ein 5:1-System umschalten können“, verrät der 24-jährige. Dass mit der zum Drittligisten SV Altencelle abgewanderten Torfrau Inja Adam nun allerdings der sichere Rückhalt im Tor fehlt, ist für Oldau nur schwer zu verschmerzen. Eine Torjägerin, die in der Lage ist um die zehn „Buden“ pro Spiel zu machen, hat Hahnraths nicht im Team. Das sieht dieser aber nicht als Nachteil an. „Es ist gar nicht verkehrt, wenn sich das Torewerfen gleichmäßig auf unsere Haupttorschützinnen Larissa Dümeland, Aylina Maya, Mareike Engel und Marieke Pöplow verteilt“, meint der Coach.

Auch Sophie Neumann, die allerdings nur für Heimspiele zur Verfügung steht, ist erfahrungsgemäß immer für einige Tore aus dem Rückraum gut. In der Verantwortung als Führungsspielerinnen sieht Hahnraths Marieke Pöplow sowie Alwina Ivanow. Auch Spielerinnen aus der eigenen A-Jugend, wie zum Beispiel die talentierte Marie Baumgart, sollen vorsichtig an das Damenteam herangeführt werden.

Unbekannte Gegner warten

In der neu zusammengewürfelten Landesliga Nord-Ost trifft das Hahnraths-Team nun auf unbekannte Gegner wie die HSG Bruchhausen-Vilsen, SG Adendorf-Scharnebeck oder den TSV Intschede und kann sich auf die attraktiven Derbys gegen den SV Garßen und TuS Bergen freuen.

Guter Mittelfeldplatz angestrebt

Die beiden Celler Konkurrenten zählt man in Oldau neben dem TY Oyten II auch zu den Favoriten auf die Meisterschaft. Die eigene Zielvorgabe ist eigentlich ein Klassiker: „Wir streben einen guten Mittelfeldplatz an. Dazu wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte zum Klassenerhalt sammeln, um dann frei aufspielen zu können“, so der TuS-Coach. Die Chance auf den ersten doppelten Punktgewinn haben die Oldauerinnen am Sonntag, den 11. September, wenn die HG Winsen/Luhe zu Gast in der Sporthalle in Ovelgönne ist.

Der Kader: Antonia Sevenich, Andrea Schulz, Sophie Neumann, Alwina Ivanov, Marieke Pöplow, Christiane Schmidt, Larissa Dümeland, Mareike Engel, Vivien Herzig, Lena Lüßmann, Lisa Bärwaldt, Enja Mavie Heinrich, Marie Baumgart, Aylina Maya, Jenny Isensee).