Verbandsliga Männer

SV Altencelle springt auf Rang zwei

Die Handballer des SV Altencelle setzen sich nach dem Sieg gegen TuS Altwarmbüchen weiter oben fest. Von Aufstieg ist aber noch keine Rede.

  • Von Stefan Mehmke
  • 21. Nov. 2022 | 16:00 Uhr
  • 21. Nov. 2022
  • Von Stefan Mehmke
  • 21. Nov. 2022 | 16:00 Uhr
  • 21. Nov. 2022
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Celle.

Das Schiff des SV Altencelle ist in der Handball-Verbandsliga der Männer weiter auf dem Kurs nach oben. Gegen den starken Aufsteiger TuS Altwarmbüchen gewann der SVA am Ende sicher mit 35:30 (15:12). Die Altenceller Matrosen feierten anschließend den Sprung auf Rang zwei, wo sie nunmehr mit 14:6 Punkten vor Anker liegen.

Der Kapitän der Altenceller Reederei, Henrik Weinmann, bremst aber allzu enthusiastische Kameraden ein: „Die anderen Mannschaften sind dicht dran und haben zum Teil weniger Spiele. Die Tabelle ist noch nicht aussagekräftig.“ Klar, dass der Chef zur Vorsicht mahnt. Aber die Passagiere, die in der HBG-Halle als Fans einschifften, sahen eine starke SVA-Crew, die sich vom ersatzgeschwächten Gegner nur phasenweise in Seenot bringen ließ. Aber: Vor allem in der ersten Hälfte war lange starker Wellengang, Altwarmbüchen führte zumeist knapp und erst in der Schlussphase tuckerte der Diesel des SVA auf Hochtouren.

Altwarmbüchen gleich aus

Nach dem 15:12 schwamm der SVA konzentriert vorne weg, der Sextant war gut eingestellt. Altencelle führte 17:12 und 19:15 (38. Minute), doch anstatt den Seesack zuzumachen, vergaben die Männer in Rot und Gelb reihenweise Chancen – und Altwarmbüchen machte es besser und glich aus zum 19:19.

SVA verfällt nicht in Panik

Bis zum 21:21 (46.) hielt der Gast mit, doch nach einem Treffer von Maxi Kirchhoff erlitt TuS trotz des starken Moritz Paternoga (11 Tore) Schiffbruch. Der Altenceller Linkshänder gab quasi den Ersten Offizier, erzielte in vier Minuten vier Tore, es stand 26:21, die Messe war gelesen. „Ich hatte irgendwie nie das Gefühl, dass wir heute verlieren könnten“, freute sich Weinmann und lobte seine Besatzung für absolute mannschaftliche Geschlossenheit. Und schilderte ein immer noch ungewohntes Altenceller Gefühl, angesichts der vielen Punkte und der guten Platzierung: „Wir bleiben in engeren Phasen viel ruhiger als in den vorherigen Saisons, wir verfallen nicht in Panik.“ Was natürlich an der gewachsenen Erfahrung der vielen jungen Matrosen, gerade wegen der vielen erfolgreichen Feindfahrten gegen den Abstieg liegt.

Und dennoch will sich Weinmann nicht zu etwaigen Aufstiegsambitionen äußern: „Kein Kommentar!“ Denn das nächste Dickschiff legt bereits am kommenden Wochenende in der HBG-Halle an. Mit MTV Braunschweig II kommt die talentierte Drittliga-Reserve an die Aller geschippert. „Das ist ein weiterer echter Prüfstein“, so der Spielertrainer Weinmann. Aber: Wenn gegen die Löwenstädter keine Panik auf der Altenceller Titanic ausbricht und der dritte Heimsieg in Serie gelingt, dann muss sich die Besatzung des Altenceller Traumschiffs langsam Gedanken machen über das Upgrade Richtung Oberliga. Schließlich könnte Altencelle dann theoretisch sogar auf Rang eins stehen.

SV Altencelle: Geese, Kl. Nowak – Premper (1), Starke (5), Kisser (1), Weinmann (3), K.-M. Nowak(3), Krumwiede (8), Kirchhoff (9), Kelly (2), Hahnraths (3/1), P. Roselieb, Moritz, Behr.