Verbandsliga Männer

SV Altencelle ringt starken Aufsteiger nieder

Handball-Verbandsligist SV Altencelle setzt sich weiter oben fest. Der Grund: Nervenstärke und ein starker Schlussmann gegen TuS Grün-Weiß Himmelsthür.

  • Von Stefan Mehmke
  • 14. Nov. 2022 | 15:25 Uhr
  • 14. Nov. 2022
In einer engen Partie gegen TuS Grün-Weiß Himmelsthü hatten der SV Altencelle und der fünffache Torschütze Kai-Michael Nowak (am Ball) das besser Ende für sich.
  • Von Stefan Mehmke
  • 14. Nov. 2022 | 15:25 Uhr
  • 14. Nov. 2022
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Celle.

Das war Chefsache: Der SV Altencelle gewann das erste von drei aufeinanderfolgenden Heimspielen in der Handball-Verbandsliga Niedersachsen. Gegen TuS Grün-Weiß Himmelsthür siegten die Rot-Gelben mit einer hervorragenden Leistung 38:34 (18:16). Dabei überragte diesmal Spielertrainer Henrik Weinmann, der elf Tore warf. Damit sind die Altenceller jetzt Dritter und weisen 12:6 Punkte auf, haben nur zwei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter aus Münden. Aber Achtung: Auch der Zehnte aus Altwarmbüchen hat nur sechs Minuspunkte auf dem Konto. Alle sind eng beisammen.

Spielertrainer Henrik Weinmann (am Ball) war erfolgreichster Torschütze.

Gegen starken Gegner standgehalten

Das weiß auch Chef-Assistent Freddy Hövermann: „Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Aber geschafft haben wir noch nichts.“ Was der SVA aber erreicht hat: Er hat den Fans in der HBG-Halle ein richtig feines Handballspiel geliefert. Noch dazu hat das Team gegen einen wirklich guten Gegner auch die beste Saisonleistung abgeliefert. „Die werden auf einem Aufstiegsplatz stehen“, glaubt Hövermann ganz fest an die Qualität der Grün-Weißen.

SVA gegen Ex-Profi

Die Gäste hatten auch den besseren Start, führten nach knapp zehn Minuten 7:4. Erst in der 14. Minute gelang Julian Premper der Ausgleich zum 9:9. Bis zum 25:25 in der 45. Minute setzte sich kein Team mit mehr als einem Tor ab, es war sauspannend und kulminierte in einem Wettschießen. Mit dabei: Anführer Henrik Weinmann. Unter der Leitung des elffachen Torschützen hatte Altencelle immer die richtige Antwort parat, spielte konstant auf hohem Level. Nur einer war noch besser: Himmelsthürs Ex-Bundesligaspieler Albin Xhafolli, der 13 Tore warf. Er erzielte sogar sieben Tore in den letzten zehn Minuten – und dennoch reichte es nicht für den starken Aufsteiger. Denn letztlich war Altencelle in Summe einfach die bessere Mannschaft und gewann verdient, auch weil mit Tobi Geese der bessere Tormann im Altenceller Tor stand.

Den Sieg hatte des SV Altencelle auch Torwart Tobias Geese zu verdanken.

„Das war ein echtes Handballfest mit guten Schiris in einem intensiven, fairen Spiel“, freute sich Hövermann. Und auch Chef Weinmann selbst war zufrieden, suchte aber dennoch Kork im Weinglas: „Wenn ich überhaupt etwas kritisieren kann, war das die Deckung. Aber letztlich ist das Meckern auf hohem Niveau, ich bin wirklich sehr zufrieden“, so der 37-Jährige, der so spielt, wie ein älterer Wein schmeckt: richtig gut. Wie das gesamte Team.

SV Altencelle: Geese, Wagner – Premper (1), Starke, Kisser (4), Weinmann (11/1), K.-M. Nowak (5), Krumwiede (7), Kirchhoff (8), Kelly, Moritz, Behr (2).