Verbandsliga Männer

SV Altencelle erwartet echten Krimi

Das wird filmreif: Gegen Aufsteiger Himmelsthür setzt SV Altencelle auf ein Happy End. Die Hildesheimer sind als Verbandsliga-Dritte aber keine B-Promis.
  • Von Stefan Mehmke
  • 11. Nov. 2022 | 16:17 Uhr
  • 11. Nov. 2022
Harter Prüfstein: Thilo Kisser (Mitte) erwartet mit SV Altencelle gegen TuS Himmelsthür das erste von drei Heimspielen in Folge. Der Aufsteiger aus Hildesheim spielt eine starke Saison, liegt derzeit auf Rang drei der Verbandsliga-Tabelle.
  • Von Stefan Mehmke
  • 11. Nov. 2022 | 16:17 Uhr
  • 11. Nov. 2022
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Celle.

Vorhang auf für das Heimspiel-Triple in der Handball-Verbandsliga der Männer. Es beginnt für die Jungs vom SV Altencelle mit einem echten Hammer: Am heutigen Samstag um 19.49 Uhr klopft Aufsteiger TuS Grün-Weiß Himmelsthür an die HBG-Halle an. Und das ist immerhin der Tabellendritte.

11:3 Punkte weisen die Gäste aus Hildesheim auf, verloren nur das Derby bei der SG Börde und schlugen zuletzt in einem echten Thriller Münden 28:27. Doch das wäre genau das Richtige für die Altenceller Vorstellungsbesucher: Ein echter Krimi, frei nach Bill Ramseys Schlager „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“.

Himmelsthür kommt mit Nationalspieler

Einer der Hauptdarsteller bei den Gästen heißt Keanu Brandes, der Ex-Hildesheimer hält es offenbar eher mit dem Kassenschlager „Matrix“. Noch gefährlicher ist Albin Xhafolli, der in Gummersbach bereits Bundesliga spielte und ein Engagement in der zweiten Schweizer Liga hatte. 53 Tore warf der Nationalspieler des Kosovo bereits. Da müssen die Altenceller aufmerksam sein, um das enorm verstärkte Ensemble des Aufsteigers in Schach zu halten.

Und dann ist da noch der Regisseur des grün-weißen Schauspiels, Trainer Maik Bodenburg, der ebenfalls in Hildesheim und Umgebung höheren Handballweihen frönte. Wie aber sieht die Besetzung im (Alten)celler Schlosstheater aus? Maxi Ahrenbeck fehlt die kommenden drei Spiele wegen eines Afrika-Aufenthalts, Christoph Hahnraths ist weniger kosmopolitisch als Trainer mit seiner Oldauer Mannschaft unterwegs, Torwart Klemens Nowak fehlt erkrankt, und auch Keeper Tobias Geese ist angeschlagen. Hier arbeiten die Altenceller an einer kurzfristigen Überraschungslösung im Tor.

Trotzdem gilt für SVA: Lampenfieber ja, Angst nein. „14 Mann kriegen wir wohl nicht zusammen, aber eine schlagkräftige Formation werden wir haben“, glaubt Co-Trainer Freddy Hövermann. Zumal der „14. Mann“ auf der Tribüne sitzt – die unermüdlichen Altenceller Fans.

Drei Heimspiele in Folge für SV Altencelle

Und alle zusammen sind heiß auf das erste von drei Heimspielen in Folge. Das werden echte Standortbestimmungen, denn die bisherigen Heimsiege kamen eher gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel zustande. Jetzt also die harten Prüfsteine wie eben Himmelsthür: „Das ist kein normaler Aufsteiger, die sind richtig gut und werden ganz oben mitmischen“, betont SVA-Spielertrainer Henrik Weinmann.

Das Ziel der Altenceller sind 60 konzentrierte Minuten und mindestens zwei Siege aus den drei Partien. Damit hätte sich der SVA im oberen Drittel festgesetzt und könnte das erklärte Saisonziel (Platz 5) ernsthaft angreifen. Aber erstmal müssen die SVA-Akteure gegen Himmelsthür bestehen – dann ist ihnen der schönste Lohn eines Künstlers gewiss: Der Applaus der Zuschauer nach einem richtig harten Krimi, bevor sie ins Bett gehen.