Verbandsliga Männer

SV Altencelle bei der „Heimmacht“ Heidmark

Bei der heimstarken HSG Heidmark hängen die Trauben hoch für die Handballer des SV Altencelle. Doch SVA will auswärts "stabil" auftreten.
  • Von Stefan Mehmke
  • 23. Sept. 2022 | 16:05 Uhr
  • 23. Sept. 2022
  • Von Stefan Mehmke
  • 23. Sept. 2022 | 16:05 Uhr
  • 23. Sept. 2022
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Celle.

Eine mächtig eklige Aufgabe stellt sich dem SV Altencelle in der Handball-Verbandsliga der Männer. Denn amSamstag um 18 Uhr müssen die SVA-Jungs bei der HSG Heidmark in der Thormarcon-Arena zu Dorfmark antreten. Und dort ist es aus mehreren Gründen alles andere als schön.

Das findet auch SVA-Trainer Felix Michelmann. „Das ist eine unangenehme Aufgabe, da fährt niemand gerne hin“, sagt er. Aber warum nur, der Name der Halle erinnert doch eher an einen Urlaub an der französischen Côte d‘Azur?

Haftmittelverbot und Heimstärke

Zum einen liegt das am mehr als ungeliebten Haftmittelverbot. „Zum anderen zeigen die Heidmärker in eigener Halle stets ein anderes Gesicht, zählen Saison für Saison zu den heimstärksten Mannschaften der Liga“, weiß Michelmann. Daraus einen Zusammenhang herzustellen, tut den eingespielten Gästen aber Unrecht. Fest steht jedoch: Auch in dieser Saison startete die HSG mit einem Heimsieg (37:33 gegen die SG Börde), um dann eine Woche später in Münden mit 13 Toren Rückstand unterzugehen.

Erschwerend hinzu kommt, dass der SVA unter chronischer Auswärtsschwäche leidet. Oder besser: „litt“. Denn diese Scharte will Michelmann mit seinem Team auswetzen. „Wir müssen auswärts stabiler werden.“ Damit wollen die Altenceller am besten gleich im ersten Spiel in fremder Halle beginnen.

Tolles Debüt von Maik Kelly

Zumal beim 33:24-Auftakterfolg gegen Emmerthal vieles gut war. Vor allem das Debüt des Westerceller Neuzugangs Maik Kelly erfreute den Coach: „Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell und gut er sich an die höhere Spielklasse angepasst hat.“ Vom zweiten Neuen, Maxi Kirchhoff, erwartet Michelmann das aufgrund dessen Erfahrung bis in die Dritte Liga sowieso. Aber auch hier sah Michelmann Tolles: „Was die Lefthand-Dreamboys da machen, ist schon gut.“

Gemeint ist neben Kirchhoff SVA-Außen Thilo Kisser, der im Zusammenspiel mit seinem Kollegen für mächtig Trubel sorgte. Damit die traumhaften Linkshänder wieder den Applaus der mitgereisten SVA-Fans genießen können, müssen sie unbedingt an diese Leistung anknüpfen. Kleines Problem: Neben den sicher nicht spielbereiten Julian Premper und Benjamin Moritz sind mehrere Akteure kränklich oder angeschlagen. Dafür kommt Justin Behr nach vielen Rückschlägen wieder in Fahrt und bietet Altencelle weit mehr als nur eine zusätzliche Alternative.

Dennoch: Beim HSG Heidmark und seinen ehemaligen A-Jugend-Bundesligaspielern, die sich zudem aus Wietzendorf und Soltau weiter verstärkt haben, hängen die Trauben verdammt hoch. Da müssen die „Dreamboys“ des SV Altencelle diesmal wirklich alles zeigen.