Verbandsliga Männer

Ein Duell unter Freunden beim SV Altencelle

Die Handballer des SV Altencelle peilen in der Verbandsliga den nächsten Heimsieg an. Zu Gast ist TuS Altwarmbüchen - und ein Deutscher Meister.
  • Von Stefan Mehmke
  • 18. Nov. 2022 | 12:05 Uhr
  • 18. Nov. 2022
Auf Henrik Weinmann (links) und den SV Altencelle wartet das nächste Heimspiel. Zu Gast sein wird ein alter Bekannter und Deutscher Meister Robin Kothe.
  • Von Stefan Mehmke
  • 18. Nov. 2022 | 12:05 Uhr
  • 18. Nov. 2022
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Celle.

Nächstes Heimspiel, nächster Sieg? Jedenfalls ist das der Wunsch der Verbandsliga-Handballer vom SV Altencelle. Die Kontrahenten vom TuS Altwarmbüchen werden aber etwas dagegen haben. Der starke Aufsteiger gastiert am heutigen Sonnabend in der HBG-Halle, wo um 19.49 Uhr das Spiel beginnt. Und das Team aus Isernhagen bringt einen alten Bekannten, einen Deutschen Meister mit – Trainer Robin Kothe, der die Schale beim TBV Lemgo in der Hand hielt.

Zusammen beim MPE Celle aktiv

Apropos Meisterschale. Die hat ja beim Fußball ein süddeutscher Verein quasi abonniert und deren Held Franz Beckenbauer sang eins: „Gute Freunde kann niemand trennen.“ Was das mit dem SVA zu tun hat, wo einige der Beteiligten es eher mit 96 halten? Meister Kothe ist ein Kumpel von SVA-Spielertrainer Henrik Weinmann, der auch häufiger mit seinem Kollegen telefoniert, und Frederik Hövermann, die auf eine gemeinsame Zeit in der Oberliga bei MTV Post Eintracht Celle zurückblicken. Kothe kam damals aus Lemgo, wo er 2003 Meister wurde, nach Celle – über den Umweg Burgdorf. Und von dort spielen einige Aktive jetzt in Altwarmbüchen, allen voran die Peternoga-Brüder, von denen Moritz beim Derby-Sieg gegen Barsinghausen 15 Tore warf.

Zuletzt lief es gut für den SV Altencelle und Kai-Michael Nowak (Dritter von links), Justus Krumwiede (am Ball) und Henrik Weinmann (rechts). Folgt der nächste Heimsieg?

„Da haben so einige die Burgdorfer Handballschule genossen“, weiß Weinmann und meint damit, dass der Gegner technisch gut ausgebildet ist. Stark ist auch die 4:2-Abwehr mit vorgezogenen Halben, die Kothe neben seiner geliebten Stahlbeton-6:0-Defensive spielen lässt. Und im Angriff sind die Gäste von allen Positionen gefährlich – kein normaler Aufsteiger, wie man heute so sagt. So versucht Altwarmbüchen, das als Aufsteiger mit 8:8 Punkten gut dasteht, den Altenceller Gegner (Dritter mit 12:6) in Panik zu versetzen. Das wollen die Rot-Gelben natürlich vermeiden, sie wollen cool und konzentriert bleiben.

Nur ein Ausfall

In die Karten spielen dürfte Altencelle, dass außer Maxi Ahrenbeck niemand fehlt. Auch Klemo Nowak hat wieder trainiert und brennt auf seinen Einsatz gegen die TuS-Kumpels. „Das ist eine sehr homogene Mannschaft. Wir müssen 60 Minuten alles abrufen, dann gewinnen wir. Es wird aber nicht leicht“, so SVA-Co-Trainer Freddy Hövermann, der sich auch auf das Wiedersehen mit Kothe freut. Aber die Freundschaft wird für 60 Minuten ruhen.

Ob Altwarmbüchens Trainer noch Kontakt mit seinen Lemgoer Mitspielern von damals wie Daniel Stephan, Florian Kehrmann oder Markus Baur hat, ist nicht bekannt. Fest steht aber, dass es nach dem Spiel in Celle, egal wie es ausgeht, noch ein paar gemeinsame Lawinen gibt. Gute Freunde kann eben niemand trennen.