Regionsoberliga Männer

Krisengipfel beim MTV Müden und VfL Westercelle

Krisengipfel in der Örtzetalhalle: MTV Müden empfängt VfL Westercelle in der Regionsoberliga zum Derby. Beide Teams stehen mächtig unter Druck.

  • Von Stefan Mehmke
  • 18. Nov. 2022 | 15:20 Uhr
  • 18. Nov. 2022
  • Von Stefan Mehmke
  • 18. Nov. 2022 | 15:20 Uhr
  • 18. Nov. 2022
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Celle.

Von einem Schicksalsspiel zu sprechen, ist vielleicht etwas früh. Aber die Ex-Landesligisten MTV Müden und VfL Westercelle stehen in der Handball-Regionsoberliga der Männer schon ein wenig unter Druck. Schließlich verließen beide Mannschaften zuletzt dreimal in Folge das Feld als Verlierer. Und heute treffen sie in der Hermannsburger Örtzetalhalle im Derby aufeinander.

Für den HBV 91 Celle wird es ganz schwer. Sie empfangen mit TV Jahn Schneverdingen den Staffelsieger des Vorjahres in der HBG-Halle. Und Aufsteiger MTV Fichte Winsen will den ersten Saisonsieg von vergangener Woche am liebsten mit einem Sieg gegen HV Lüneburg II veredeln.

MTV Müden – VfL Westercelle (Samstag, 19.15 Uhr)

„Endlich wieder Heimspiel, endlich wieder Derby“, freut sich MTV-Spielertrainer Torben Ehlert. Nachdem beide Teams aus den verschiedenen Landesliga-Staffeln abgestiegen sind, stehen sie jetzt punktgleich in unteren Gefilden (Platz 8 und 9) der Regionsoberliga und wollen sich nach oben arbeiten.

Die Konzentration der Müdener gilt dem ehemaliger MTVer Florian Laubenstein, den der Gastgeber auf keine Fall ins Spiel kommen lassen will. „Wir wissen natürlich, dass er nicht der einzige gefährliche Spieler bei Westercelle ist. Sie haben einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern und wir sind gespannt, wer letztendlich auf der Platte steht“, so Ehlert, der das Heimspiel unbedingt gewinnen will.

Celle.

Zu erwarten ist ein ausgeglichenes Spiel, bei dem Müden nicht komplett antreten kann, da es unter der Woche einige Krankheitsausfälle gab. „Aber die, die spielen, werden heiß sein, das Derby zu gewinnen“, glaubt der MTV-Spielertrainer Aber auch der VfL hat personelle Probleme. Fehlen werden Dominik Klapproth, Yannik Breva, Jan-Hauke Peterson und Thorben Werner, dafür sind Philip Suslik, Benny Wöhler und Luca Schnoor wieder dabei.

Auch wenn die Westerceller lange nicht gegen Müden gespielt haben, weiß einer ganz genau Bescheid: Der bereits erwähnte VfL-Routinier „Flo“ Laubenstein kennt die Jungs noch aus seiner Müdener Zeit, wo er mit einigen Akteuren wie Ehlert gemeinsam in der Verbandsliga gespielt hat.

VfL-Spielertrainer Jan-Patrick Tiede meint: „Müden ist technisch gut ausgebildet, wird die nötige Härte mitbringen und guten Idee haben.“ Für das Auswärtsspiel wünscht er sich eine besser stehende Defensive, die mehr Bälle gewinnt. Sein Team soll Tempo gehen, aber auch Nerven und Selbstbewusstsein behalten.

Von einer Krise zu sprechen, wagt keiner der Verantwortlichen. Aber für den Verlierer ist sie definitiv da.

HBV 91 Celle – TV Jahn Schneverdingen (Sonntag, 13 Uhr)

Es gibt kaum eine schwerere Aufgabe für die HBVer als gegen Schneverdingen. Die Gastgeber sind inzwischen auf dem drittletzten Platz und damit auf einem Abstiegsrang gelandet. Allerdings sind 4:6 Punkte auch noch kein Grund zur Beunruhigung, wenngleich die Gäste mit 10:2 Zählern als Ligazweiter klarer Favorit sind.

Dennoch wollen die Bären am HBV-Super-Sonntag direkt nach der Frauenvertretung gewinnen. „Dieses Mal wollen wir es besser machen als in Tostedt. Aber die Tabelle lügt nicht und es steht eine harte Prüfung an“, so Trainer Moritz Kaplick, der erst am Sonntag weiß, wer aufläuft.

MTV Fichte Winsen – Handballverein Lüneburg II (Sonntag, 17 Uhr)

Um gegen den Tabellenfünften Lüneburg überhaupt eine Chance zu haben, muss Winsen in der Abwehr konstanter stehen. Hier fehlte es zuletzt an Aggressivität und Absprache. Aber auch im Angriff ist Luft nach oben. „Ansonsten wird es nichts mit dem veredeln des Sieges vom vergangenen Wochenende“, so Trainer Uwe Lehmann.

Der hat – wie alle anderen – Aufstellungssorgen: Florian Wernicke fällt weiter aus. Torwart Leon Herrmann wird beruflich bedingt nicht dabei sein. Auch hinter Linus Neuse, Marlon Purser und Lukas Constabel stehen Fragezeichen. „Trotzdem werden wir mit einer Mannschaft auflaufen, die Lüneburg zumindest ärgern kann“, so Lehmann.