Regionsoberliga Männer

VfL Westercelle mischt weiter um Aufstieg mit

Nach dem souveränen Sieg gegen Lüneburg II bleiben die Handballer des VfL Westercelle als Vierter im Aufstiegsrennen der Regionsoberliga. Pech hatte HBV 91 Celle bei der knappen Niederlage bei Spitzenreiter Adendorf. Fichte Winsen startete gut gegen Wietzendorf II, baute dann aber ab.

  • Von Stefan Mehmke
  • 09. Jan. 2023 | 13:22 Uhr
  • 09. Jan. 2023
Luca Schnoor gewann mit dem VfL Westercelle und bleibt im Aufstiegsrennen.
  • Von Stefan Mehmke
  • 09. Jan. 2023 | 13:22 Uhr
  • 09. Jan. 2023
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Celle.

VfL Westercelle heißt der große Sieger des Spieltags in der Handball-Regionsoberliga der Männer: Die Schwarz-Gelben holten sich einen sicheren Sieg und sind nach dem 34:28 gegen HV Lüneburg II weiter mitten in der Spitzengruppe. Aufsteiger MTV Fichte Winsen verlor gegen den Tabellendritten TSV Wietzendorf II 18:26 und bleibt als Zwölfter in akuter Abstiegsgefahr. Nicht viel besser sieht es beim HBV 91 Celle aus, denn die Bären verloren beim Spitzenreiter Adendorf/Scharnbeck hauchdünn mit 32:33 und rangieren als Elfter ebenfalls auf einem Abstiegsplatz.

VfL Westercelle – HV Lüneburg II 34:28 (15:12)

Ein konsequentes Spiel zeigte der VfL im ersten Spiel im neuen Jahr ohne den erkrankten Florian Laubenstein. Der Angriff spielte mehr als passabel, die Deckung überzeugte unter Führung von Kevin Brunschön vollends, was viele Ballgewinne und Tempogegenstöße einbrachte. Auch wenn manches Mal die absolute Eingespieltheit nach der Wettkampfpause fehlte, zogen die Gastgeber ihren Stiefel überzeugend durch, der Start-Ziel-Sieg geriet nie in Gefahr.

Treffer aus kurzer Distanz: Jonas Kresse (rechts) trug für seinen VfL Westercelle zwei Toren zum Sieg gegen HV Lüneburg II bei.

Auch die Youngster brachten nach der Pause frischen Wind in die Partie, Liam-Bailey Sieverling führte cool Regie. Zudem spielte Dominique Müller erneut wie eine Maschine. „Das war so, wie es sein soll, alles gut“, freute sich Coach Michael Dümeland über den Erfolg, der Westercelle weiter um den Aufstieg mitmischen lässt.

VfL Westercelle: Gabriel, Zywicki im Tor; Werner (6/2), Tiede (6), L. Schnoor (2), J. Kresse (2), Siemann (3), Brunschön (1), D. Müller (6), Wöhler, Peterson (1) Klapproth (3), L.-B. Sieverling (4), Fee.

MTV Fichte Winsen – TSV Wietzendorf II 18:26 (10:11)

Bis zum 9:7 sah es einmal mehr ganz gut für das ersatzgeschwächte Winsen aus. Bis dahin hat die Abwehrarbeit gepasst. Leider verwertete MTV dann die hundertprozentigen Torchancen nicht mehr, gab eine Drei-Tore-Führung aus der Hand. Stattdessen führten die Gäste aus Wietzendorf zur Pause.

Die zweite Halbzeit ging ähnlich weiter mit vielen überhasteten Abschlüssen der Winser. Zu den oftmals unplatzierten Würfen gesellte sich dann Pech mit Pfosten- und Lattentreffern. Auch Bendix Hoefs konnte dem Spiel keine Wende mehr geben. Er kam nach zehn Stunden Autofahrt aus dem Urlaub direkt zum Spiel zur zweiten Halbzeit. Aber am Kreis blieb Fichte während des ganzen Spiels über harmlos. Das lag jedoch nicht an den Kreisläufern: Vom Rückraum ging einfach zu wenig Torgefahr aus. „Eine Lichtblick war – neben der guten Abwehr in Halbzeit eins – der Einsatz von Florian Wernicke, der monatelang verletzungsbedingt pausieren mußte“, stellte Coach Uwe Lehmann fest.

MTV Winsen: Herrmann im Tor; Wernicke (2), Kaschytza (5), Förster (6), D. Walter, Mehls (1), F. Schlesier, Hoefs, Purser, Wahl (4), Greve.

SG Adendorf/Scharnebeck – HBV 91 Celle 33:32 (15:14)

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, wegen Wurfpech und zu früher Abschlüsse lag der HBV – unter anderem ohne Mathias Reinbold und Noel Zake angetreten – knapp hinten. Dabei zeigte das junge Celler Team beim Tabellenführer eine engagierte Leistung.

Trotz Unterzahl steigerte sich der Gast nach dem Seitenwechsel weiter und führte in der 39. Minute sogar mit 19:17 Toren. Doch einige falsche Entscheidungen und drei SGA-Gegenstöße ließen die 91er wieder hinten liegen.

Nach einem Time-Out spielte der HBV mit einem siebtem Feldspieler, aber dann erlitt Viktor Donner eine schwere Fingerverletzung. Dennoch kamen die Celler nach dem 33:29-Rückstand noch bis auf ein Tor heran, am Ende reichte die Zeit jedoch nicht mehr. „Ärgerlich, aber wir haben eine gute Einstellung gezeigt und ein bisschen Pech gehabt“, so Moritz Kaplick nach dem Schlusspfiff. Ein Extralob bekamen Pascal Haus und das Torhütergespann Sergej Lutz und Mathis Taubenheim.

HBV 91 Celle: Lutz, Taubenheim im Tor; Kentel (5), Donner (7), Bahr (4), B. Kaplick (5/1), Sievert (4), Berthold, Haus (2), Stechert (5), Gudra, Bartels.