Regionsoberliga Männer

MTV Müden erstmals kein Favorit

Müden ist erstmals kein Favorit, Westercelle will sein Tief beenden, Winsen möchte die ersten Punkte und HBV Celle hat es schwer in Tostedt.
  • Von Stefan Mehmke
  • 11. Nov. 2022 | 15:51 Uhr
  • 11. Nov. 2022
Beim VfL Westercelle fliegt gegen HSG Heidmark II wieder Florian Laubenstein durch die Lüfte.
  • Von Stefan Mehmke
  • 11. Nov. 2022 | 15:51 Uhr
  • 11. Nov. 2022
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Celle.

Der VfL Westercelle will aus seinem kleinen Tief in der Handball-Regionsoberliga der Männer heraus. Die Aufgabe HSG Heidmark II ist aber alles andere als leicht. Noch schwerer hat es MTV Müden, der bereits heute zum letztjährigen Staffelsieger TV Jahn Schneverdingen reist. Am Sonntag fährt MTV Fichte Winsen zum Kellerduell bei der MSG Embsen/Gellersen, da müssen endlich Punkte her. Den Spieltag beschließt der HBV 91 Celle auswärts beim MTV Tostedt.

TV Jahn Schneverdingen – MTV Müden (Samstag, 19.30 Uhr)

Das erste Mal in dieser Saison ist Müden nicht der Favorit, was dem angeschlagenen Spielertrainer Torben Ehlert sehr recht ist. MTV fährt ohne Druck zum Tabellenzweiten und kann befreit aufspielen. Auch personell sieht es wieder besser aus, auch wenn hinter Ehlerts Einsatz noch ein Fragezeichen steht. „Wir wollen uns besser verkaufen als vergangene Woche“, sagt er und fordert eine kompaktere und eine geduldigere Spielweise.

Und dass Schneverdingen keine Übermannschaft ist, haben sie am vergangenen Spieltag gezeigt, als sie gegen Tostedt verloren. „Wichtig wird die Einstellung sein und dann können wir in dieser Liga jeden schlagen“, so Ehlert.

VfL Westercelle – HSG Heidmark II (Sonntag, 13 Uhr)

Die Heidmarker Wundertüte ist für gewöhnlich auswärts nicht ganz so stark besetzt, hat aber eben auch immer Spieler aus der Jugend oder der Ersten dabei. Vorneweg marschiert der gefährliche Jakob Ohlau. „Die Heidmärker sind immer unbequem“, weiß VfL-Spielertrainer Jan-Patrick Tiede.

Bei Westercelle wird die Personaldecke wieder dicker, Florian Laubenstein dürfte wieder dabei sein und auch Luca Schnoor. Dominik Klapproth und Allrounder Dominique Müller wollen trotz diverser Zipperlein mitmischen. Der VfL genießt außer dem Heimvorteil auch das Backe-Plus: In der Halle der Gäste ist Harzen verboten. Nach 0:4 Zählern in Folge wollen die Westerceller unbedingt wieder punkten.

MSG Embsen/Gellersen – MTV Fichte Winsen (Sonntag, 15.45 Uhr)

„Wenn nicht jetzt, wann dann ...“, singt Winsens Coach Uwe Lehmann in Erinnerung an glorreiche WM-Zeiten. Jedenfalls ist die Motivation bei den Jungs groß: „Alle sind heiß wie Frittenfett“, so der Trainer, der aber auch weiß, dass es bei der MSG ähnlich aussieht. Denn es ist ein Vier-Punkte-Spiel: der Vorletzte gegen den Letzten, ein Punkt gegen null. Vor allem steht Embsen nach der Derby-Niederlage gegen Bienenbüttel mit dem Rücken zur Wand. Bei Winsen sieht es diesmal einigermaßen gut aus, was den Krankenstand betrifft. Bis auf Florian Wernicke und Linus Neuse werden wohl alle an Bord sein. „Mal schauen, ob sich die Reise nach Lüneburg lohnt“, so Lehmann.

MTV Tostedt – HBV 91 Celle (Sonntag, 18 Uhr)

Beim Bezwinger von Schneverdingen hängen die Latten hoch, zumal Celles Trainer Moritz Kaplick auf Dienstreise in Schweden weilt. Sein Bruder Bennjamin wird die Regie auf Bank und Feld komplett übernehmen. „Die kommen schon alleine klar“, so Moritz Kaplick.

Noch wichtiger wäre aber der Einsatz von Routinier Matthias Reinbold, der unter der Woche nicht trainieren konnte. Seine Stabilität fehlte dem HBV zuletzt enorm. Außerdem steht nach einem schweren Soltauer Foul hinter dem Einsatz von Max Kentel ein Fragezeichen. Alles egal, sagt der Chefcoach: „Man muss alles geben, wenn man gewinnen will.“ Eine Steigerung wird auch nötig sein, um bei den körperlich starken Gäste um Tobias Radowsky und Michael Stender zu bestehen.