Regionsoberliga Frauen

Spitzenreiter Lachte-Lutter dreht erst zum Ende richtig auf

In der Handball-Regionsoberliga der Frauen bleibt die HSG Lachte-Lutter Spitzenreiter. Weniger erfolgreich lief es für HBV 91 Celle und TuS Bergen II.

  • Von Stefan Mehmke
  • 14. Nov. 2022 | 13:45 Uhr
  • 15. Nov. 2022
Annabell Colditz hatte einen großen Anteil an der Aufholjagd der HSG Lachte-Lutter.
  • Von Stefan Mehmke
  • 14. Nov. 2022 | 13:45 Uhr
  • 15. Nov. 2022
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Celle.

Nur ein Team der Handball-Regionsoberliga der Frauen jubelte dieses Wochenende: Spitzenreiter HSG Lachte-Lutter bestand die Pflichtaufgabe und schlug die HSG Seevetal-Ashausen II 28:24 – und bleibt mit 13:1 Punkten Erster. TuS Bergen II nahm unterdessen eine empfindliche Niederlage hin. Gegen MTV Tostedt II verlor TuS sogar 23:37 und ist jetzt Neunter. Ohne Chance war der HBV 91 Celle bei der Zweitplatzierten HSG Heidmark II, verlor 22:28 und ist mit 5:9 Zählern Sechster.

TuS Bergen II – MTV Tostedt II 23:37 (10:18)

Da war leider nichts zu machen für Bergen. Tostedt spielte sehr gut und viel besser, als es der Tabellenplatz ausdrückt. Schon zu Beginn der ersten Hälfte zeigte MTV seine echte Stärke. Bergen verteidigte nicht konsequent genug, im TuS-Angriff war es halbwegs okay. In der zweiten Hälfte öffnete der Gastgeber die Deckung. Was auch einige Ballgewinne brachte. Bergen kam zwar wieder ein wenig heran (15:21), aber der Gegner stellte sich auf die Variante ein. Tostedt enteilte erneut. „Trotzdem haben wir kein schlechtes Spiel gemacht. Das Ergebnis täuscht da ein wenig. Tostedt war wirklich stark“, so Trainer Dominik Blancbois.

TuS Bergen II: Hilmer – Sprake (8/2), P. Müller (6), J. Schröder, Joyce Bremer (1), Stern (2), Baumgarten (6), A. Holland, Kübeck, Bestmann, Karak.

Annika Eschborn (rechts) von der HSG Lachte-Lutter kommt zum Wurf.

HSG Lachte-Lutter – HSG Seevetal-Ashausen II 28:24 (13:16)

Erneut kam der Favorit nicht gut ins Spiel. Und das dauerte. Mindestens 35 Minuten, denn da stand es noch 15:20, das Schlusslicht lag zunächst immer in Führung. Dann gab Gesa Ernst per Doppelschlag das Signal zur Aufholjagd – und die Gastgeberinnen spielten einem Tabellenführer entsprechender. Dennoch dauerte es bis zur 48. Minute, bis Annabell Colditz den 23:23-Ausgleich erzielte. Jennifer Colditz markierte anschließend mit dem 24:23 die erste Führung, die Lachte-Lutter nicht mehr abgab.

„Wieder zwei Punkte geholt. Wieder eine starke Schlussphase gehabt – zwei Punkte alles gut!“, so HSG-Trainer Philip Grüne, der die Rote Karte gegen Seevetals starke Melina Wendt und die große individuelle Qualität seiner Mannschaft als die entscheidenden Gründe für den Sieg sah.

HSG Lachte-Lutter: Eschborn (1), Ernst (3), Wiczorek (2), A. Colditz (8/3), Heuer (1), Kohlstedt (1), Friedhoff (4), Schulze (2), Liechtenstein (2), Behrmann-Foner (1), J. Colditz (3/2).

HSG Heidmark II – HBV 91 Celle 28:22 (17:5)

Der HBV kam ganz schlecht ins Spiel, verlor zu viele Bälle oder ließ zu viele Chancen aus. Zur Pause war bereits alles entschieden, drei Viertel der Gegentore kassierten die Bärinnen per Gegenstoß. Die Ansage von Benny Kaplick, der seinen Bruder vertrat, war deutlich: „Endlich wach werden!“ Das ist dem HBV gut gelungen. Celle drehte den Spieß um, spielte Abläufe und deckte besser. So entschied der Gast die zweite Hälfte für sich und holte innerhalb von 20 Minuten acht Tore auf – von 21:9 auf 28:22. „Aber 20 gute Minuten reichen eben nicht. Ein besonderer Dank geht an Benni Kaplick“, so HBV-Spielerin Katja Büscher.

HBV 91 Celle: Büscher (2) – Wolschendorf (7/5), Lindner (2), Medic, Löber (6), Kloth (2), Saveska, Stella Koerth (1), Sevenich, Brückner, Möller (2).