Regionsoberliga Frauen

HSG Lachte-Lutter grüßt vom Platz an der Sonne

Nach dem Sieg gegen SG Luhdorf/Scharmbeck stehen die Handballerinnen der HSG Lachte-Lutter an der Ligaspitze. HBV 91 Celle holte einen Punkt in Wietzendorf.
  • Von Stefan Mehmke
  • 04. Okt. 2022 | 09:35 Uhr
  • 04. Okt. 2022
  • Von Stefan Mehmke
  • 04. Okt. 2022 | 09:35 Uhr
  • 04. Okt. 2022
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Celle.

Der neue Tabellenführer in der Handball-Regionsoberliga der Frauen heißt HSG Lachte-Lutter. Der Ex-Landesligist zeigte ein paar Formschwankungen im Spiel gegen die SG Luhdorf/Scharmbeck, gewann aber letztlich sicher mit 27:23 gegen den Gegner aus dem Norden. Und auch der HBV 91 Celle hat nicht verloren. Die 91erinnen brachten vom schweren Gang zum TSV Wietzendorf einen Punkt mit. Das Team des TuS Bergen II war spielfrei.

TSV Wietzendorf – HBV 91 Celle 27:27(14:12)

Nach der Knie-Operation von Nicole Schüpfer und dem Abgang von Tina Kaltwasser steht der HBV erneut ohne etatmäßige Torfrau da, doch auch diesmal half Katja Büscher gekonnt aus. Der HBV startete gut, spielte sich viele Chancen heraus. Dazu unterbanden die Gäste das TSV-Tempospiel und setzten sich mit drei Toren ab.

Es folgte ein Einbruch mit viele technischen Fehlern – plötzlich lag Celle mit fünf Toren hinten. Weiter ging das Auf und Ab. Nach gutem Kampf hatte sich 91 wieder herangekämpft. Doch der Start in die zweite Hälfte misslang wieder. So lagen die Bärinnen in der 37. Minute mit sechs Toren zurück. Doch in den letzten 15 Minuten klappte wieder alles. „Am Ende haben 25 gute Minuten leider nur für ein Unentschieden gereicht, aber nach dem Spielverlauf sind wir glücklich mit dem Auswärtspunkt“, freute sich Büscher nach dem abwechslungsreichen Spiel. (mm)

HBV 91 Celle: Büscher – Wolschendorf (13/5), Krause, Lindner (1), Oboda (1), Löber (2), Saveska, Stella Koerth (9), Brückner, Möller (1).

HSG Lachte-Lutter – SG Luhdorf/Scharmbeck 27:23 (18:10)

„Ich bin zufrieden mit einer Phase, mit einer anderen nicht“, sagte HSG-Coach Philip Grüne fast ein bisschen ratlos. Vor der Pause war der Gastgeber überlegen. Das lag vor allem an der guten Defensive und einem guten Stellungsspiel. Das ermöglichte der HSG Lachte-Lutter viele Ballgewinne und einfache Tore, spielerisch war gar nicht viel nötig für den hohen Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Lachendorferinnen das Zentrum noch dichter machen – das klappte aber nicht. „Das sah plötzlich alles ziemlich wild aus“, wunderte sich der Trainer über den trägen Start. Der Vorsprung schmolz so schnell wie Eis im Sonnenschein.

Glücklicherweise spielte jetzt aber der Angriff der HSG intelligent und kam mittels Kleingruppen- und Einzelaktionen zu den nötigen Toren für den sicheren Sieg. „Wir sind erst bei 70 Prozent von dem, was in der Mannschaft steckt. Wir brauchen die restlichen Prozente, um souveräner aufzutreten. Es ist ärgerlich, so einen hohe Führung abzugeben und den Gegner wieder in Spiel zu bringen. Aber wir sind auf einem guten Weg“, lautete Grünes Fazit. (mm)

HSG Lachte-Lutter: Grüne, Kolschefski – Eschborn, Wiczorek (2), Annabell Colditz (8/2), Heuer (2), Friedhoff (8/5), Schulze, Winkelmann (3), Liechtenstein, Behrmann-Foner, Jennifer Colditz (4).