Regionsoberliga Frauen

HSG Lachte-Lutter hat‘s erwischt

Jede Serie endet irgendwann: Das musste die HSG Lachte-Lutter am Wochenende schmerzlich erfahren. Die anderen Kreisteams sorgten dagegen für Freude.

  • Von Stefan Mehmke
  • 05. Dez. 2022 | 18:15 Uhr
  • 05. Dez. 2022
Die HSG Lachte-Lutter musste sich im Spitzenspiel dem TV Uelzen geschlagen geben. Hier zeigt Andrea Colditz beim Torwurf vollen Einsatz.
  • Von Stefan Mehmke
  • 05. Dez. 2022 | 18:15 Uhr
  • 05. Dez. 2022
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Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammelte der HBV 91 Celle mit Pia Wolschendorf (beim Wurf) (Archiv).
Celle.

Das ist sie leider, die erste Niederlage in der Handball-Regionsoberliga der Frauen. Der entthronte Spitzenreiter HSG Lachte-Lutter verlor gegen den TV Uelzen 18:23 und ist nur noch Zweiter hinter der HSG Heidmark II. Dafür sorgten die anderen Kreisteams für Erfolge: Der HBV 91 Celle gewann nach starker Leistung 32:25 gegen MTV Soltau. Und TuS Bergen II siegte überraschend deutlich beim TSV Wietzendorf II mit 27:21.

HBV 91 Celle – MTV Soltau 32:25 (14:13)

Nach einem guten Start zeigte der HBV dem Gegner über 60 Minuten in Abwehr und Angriff, wer die Chefinnen im Hause sind. Doch nach dem schnellen 3:0 kam auch Soltau ins Spiel, während Celle freie Chancen vergab, in der Abwehr nicht konsequent zufasste. Doch zur Pause führte 91 wieder und nach ein paar lauten Takten vom Trainer ging der Gastgeber top-motiviert in die zweite Hälfte und setzte sich vorentscheidend ab (20:14/40.). Carina Möller, Pia Wolschendorf und Marie Kloth schossen die Gäste regelrecht zusammen und machten auch den kurzfristigen Ausfall Stella Koerth wett. Sonderlob verdienten sich Lena Bräuling, Luisa Lindner und Ana Medic aus der A-Jugend.

Alina Winkelmann (beim Wurf) kassierte mit ihrer Mannschaft die erste Niederlage der Saison. Die HSG Lachte-Lutter gab die Tabellenführung dadurch an die HSG Heidmark II ab.

HBV 91 Celle: Bräuling – Wolschendorf (11/5), Lindner (2), Löber (3), Büscher (1), Kloth (7), Sevenich (1), Brückner, Medic, Möller (7).

HSG Lachte-Lutter – TV Uelzen 18:23 (10:12)

„Die Niederlage geht in Ordnung, damit kann ich leben“, sagte Trainer Philip Grüne – und das hatte Gründe: Der erste war der Gegner, denn der TVU spielte gut und dynamisch und stellte eine aggressive Deckung mit einer überragenden Torfrau. Zudem fielen neben den bekannten Fehlenden auch noch Noehli Foner-Behrmann und Annika Eschborn aus. Immerhin halfen auf den letzten Drücker Lena und Sina Klein sowie die routinierte Andrea Colditz aus und verdienten sich Riesenkomplimente.

Bergens Lara Sophie Sprake (beim Wurf) traf in Wietzendorf sechsfach, davon vier Mal nach einem Siebenmeter (Archiv).

Vor allem die HSG-Deckung stand sehr gut. Aber: Dann verletzten sich Annabell Colditz sowie Lena Klein und agierten vorsichtiger, in der 10. Minute zog sich Jenny Colditz eine Knieverletzung zu und wirkte gar nicht mehr mit. Als dann eine Uelzener Pressdeckung gegen Annabell Colditz kam, gab es keine Alternativen. Und weil Lachte-Lutter vorne nicht eingespielt genug war, ging die Partie wegen vier einfacher Gegentore in der Schlussphase verloren. „Das war eine sehr gute Abwehrleistung mit dem Kader. Kämpferisch toll. Wir haben eine Super-Moral gezeigt“, fand Grüne trotz der Niederlage lobende Worte.

HSG Lachte-Lutter: Grüne – Ernst (2), Annabell Colditz (9/4), L. Klein (4), Heuer, Kohlstedt, Schulze, Winkelmann (2), Andrea Colditz (1), S. Klein, J. Colditz.

TSV Wietzendorf – TuS Bergen II 21:27 (6:11)

Ohne Trainer Dominik Blancbois, dafür mit Claudia und Annelie Deschner auf der Bank, trat TuS beim Nachbarn an. Die Gäste hatten kurzfristig den Ausfall der erkrankten Joyce Bremer zu verkraften, Madita Kübeck ersetzte sie gut. Der Start war recht schleppend, die Erzrivalen veranstalteten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ehe sich Bergen bis zur Pause absetzte.

Die Führung gab der Gast auch nicht aus der Hand, weil die Abwehr mit Torfrau Alina Hilmer prima stand und der TuS-Angriff nicht nur schön spielte, sondern die Chancen auch sicher verwandelte. Bergen trat als echtes Team auf und ließ sich auch von verschiedenen Wietzendorfer Deckungsvarianten nicht aus dem Konzept bringen. „Die Angst vor dem Gewinnen haben wir schnell abgelegt, der Sieg war nie gefährdet“, befand Erfolgsbetreuerin Claudia Deschner nach dem unerwartet hohen Auswärtssieg. (mm)

TuS Bergen II: Hilmer – Sprake (6/4), Bornheber (2), P. Müller (8), Schröder (1), Baumgarten (6), A. Holland (3), Kübeck, Bestmann (1).