Landesliga Frauen

SV Garßen zittert sich zum Sieg

Während die Handballerinnen des SV Garßen in der Landesliga einen knappen Sieg einfahren, gab es bei TuS Bergen noch viel Luft nach oben.
  • Von Jochen Strehlau
  • 19. Sept. 2022 | 16:27 Uhr
  • 19. Sept. 2022
  • Von Jochen Strehlau
  • 19. Sept. 2022 | 16:27 Uhr
  • 19. Sept. 2022
Anzeige
Celle.

In der Handball-Landesliga der Frauen glückte dem SV Garßen in eigener Halle ein knapper 21:20-Erfolg gegen die SG VfL Wittingen-Stöcken. Dagegen unterlag TuS Bergen nach schwacher Leistung mit 20:26 bei der HG Winsen-Luhe. Die Partie von TuS Oldau-Ovelgönne beim MTV Eyendorf wurde auf einen späteren Termin verschoben.

HG Winsen-Luhe – TuS Bergen 26:20 (14:12)

Dem sehr guten Spiel der Vorwoche folgte die große Ernüchterung. „Das war einfach nur gruselig, was mein Team geboten hat. Bis auf meine beiden guten Torfrauen, ohne die wir 40 Tore kassiert hätten, hat keine einzige Spielerin Normalform erreicht. Bei einigen muss man leider auch von Totalausfall sprechen“, berichtete Bergens maßlos enttäuschter Trainer Oliver Schreiber, der von einem Tag zum Vergessen sprach.

Sein Team präsentierte sich undiszipliniert und zeigte sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine unterirdische Leistung. Gegen die keinesfalls überzeugenden Gastgeberinnen liefen die Grün-Weißen mit Ausnahme der ersten fünf Minuten einem Rückstand hinterher. Beim 14:15-Anschlusstreffer durch Stefanie Gossel (34.) kam kurzfristig Hoffnung auf einen Punktgewinn auf, der im dann folgenden Winsener Zwischenspurt schnell in unerreichbare Ferne rückte.

„Mit so einer Einstellung gewinnst du in der Landesliga kein Spiel. Die Mannschaft muss sich jetzt fragen, was sie will. Ich hoffe, sie hat am nächsten Wochenende die passende Antwort parat“, so TuS-Coach Schreiber.

TuS Bergen: Döhler, Wernert – Brüning (4), Janine Bremer (2), Hohls, Wellmann (4/1), Gossel (3), Janice Bremer (4/2), Sandvoß, Dzionsko, Jasmin Bremer (3).

SV Garßen – SG VfL Wittingen-Stöcken 21:20 (10:12)

Von einem sehr durchwachsenen Spiel seines Teams berichtete SVG-Trainer Florian Laubenstein. Dieses konnte seine Nervosität und Verunsicherung über 60 Minuten nie wirklich ablegen, zitterte sich aber dennoch zum knappen Heimspielerfolg. „Wir haben uns zwar ausreichend Chancen herausgespielt, waren beim Abschluss aber viel zu aufgeregt und haben so viel zu viele Möglichkeiten vergeben“, führte SVG-Trainer Florian Laubenstein aus

Dass Marie Danz kränkelnd ins Spiel gegangen war und sich Kathrin Sturm (Schulter) und Manuela Schulz (Finger) mit Blessuren herumplagten, trug seinen Teil zur nicht optimalen Performance der Garßenerinnen bei. An deren Einstellung gab es jedoch nichts auszusetzen. So entwickelte sich ein wenig ansehnliches Spiel, das von vielen Zwei-Minuten-Strafen und zahlreichen Siebenmetern geprägt war. Die Gastgeberinnen machten sich das Leben gegen den bestenfalls durchschnittlichen Gegner zudem mit schwachem Rückraumspiel und zum Teil unzureichender Abwehrarbeit schwer. So blieb die Begegnung spannend. Bei wechselnden Führungen konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Doch am Ende hatte der SVG nicht unverdient das bessere Ende für sich.

„Es gibt noch viel Luft nach oben. Doch am wichtigsten war es, dass wir trotz aller Kritikpunkte diesen glanzlosen Sieg nach Hause gebracht haben“, befand Laubenstein.

SVG: Kammer, Sobansky – Minskowski, Zywicki, Schulz, Sturm, Danz, Meier, Heine, Ringert, Mrakuzic, Krenz (Torschützen aufgrund von Software-Problemen nicht ermittelbar).