Landesliga Frauen

Nullrunde für Celler Teams

Das war nix: In der Landesliga sind TuS Bergen, SV Garßen und TuS Oldau-Ovelgönne an diesem Spieltag leer ausgegangen.
  • Von Jochen Strehlau
  • 05. Dez. 2022 | 16:39 Uhr
  • 05. Dez. 2022
Marie Sandvoß (am Ball) kassierte mit dem TuS Bergen eine 18:21-Niederlage gegen HSG Seevetal/Ashausen.
  • Von Jochen Strehlau
  • 05. Dez. 2022 | 16:39 Uhr
  • 05. Dez. 2022
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Bergens Janice Bremer wird beim Torwurf hart attackiert. Bremer erzielte zwei Tore, sah aber in der 49. Minute die Rote Karte.
Celle.

In der Handball-Landesliga der Frauen war es für die drei Celler Teams ein Wochenende zum Vergessen. TuS Bergen verlor in eigener Halle das Abstiegsduell gegen die HSG Seevetal/Ashausen mit 18:21 und bleibt Drittletzter. Der nur einen Rang besser platzierte SV Garßen setzte seine Auswärtsschwäche mit einem 26:31 beim TSV Intschede fort. Und der Tabellenfünfte TuS Oldau-Ovelgönne kam bei der HSG Bruchhausen-Vilsen nach indiskutabler Leistung mit 21:40 unter die Räder.

TuS Bergen – HSG Seevetal/Ashausen 18:21 (6:9)

Von einem „Kellerduell“ auf ganz schwachem Niveau berichtete Bergens Trainer Olaf Schreiber. Allein der Spielstand von 1:4 nach 20 Minuten sprach schon Bände. Kämpferisch konnte Schreiber seinem Team, das anfangs mit zwei vergebenen Siebenmetern und einigen Pfostentreffern Abschlusspech hatte, jedoch keinen Vorwurf machen. Auch in der Abwehr stand Bergen recht solide. Es mangelte den Grün-Weißen jedoch an Selbstbewusstsein und Durchsetzungsfähigkeit.

Allenfalls Hanna Hohls, die sich als sichere Siebenmeterschützin erwies, zeigte zaghafte Ansätze, das Heft in die Hand nehmen zu wollen. Dennoch hätte Bergen das Spiel gewinnen können. Aber bei eigener 14:13 Führung (49.) kassierte Janice Bremer nach einer Disziplinlosigkeit völlig überflüssig die Rote Karte und erwies ihrem Team damit einen Bärendienst. So kippte das Spiel in die andere Richtung und war spätestens beim Stand von 16:19 (58.) entschieden. „Uns fehlt es einfach an Qualität. Viel mehr ist nicht drin. So ehrlich muss man sein. Aber Aufgeben ist natürlich keine Option“, betont Bergens Coach Schreiber.

TuS Bergen: Döhler, Wernert – Brüning (1), Hohls (8/6), Dzionsko, Müller, Sprake, Gossel (3), Janice Bremer (2), Sandvoß (4), Janine Bremer, Holland, Jasmin Bremer, Stahlmann.

HSG Bruchhausen-Vilsen – TuS Oldau-Ovelgönne 40:21 (18:9)

Für die katastrophale Leistung seines Teams hatte TuS-Trainer Christoph Hahnraths keine wirkliche Erklärung parat. „Es war ganz schlimm. Die Einstellung hat total gefehlt. Wir haben auf ganzer Linie versagt“, nahm Oldaus geschockter Coach kein Blatt vor den Mund. Sein Team verschlief bereits den Start und lag schnell (7.) mit 1:7 im Hintertreffen. Doch besser wurde es danach nicht. Die Oldauerinnen reihten einen technischen Fehler an den anderen, spielten Fehlpässe ohne Bedrängnis und hatten Schwierigkeiten beim Fangen einfacher Bälle.

Leider gestaltete sich die zweite Hälfte noch gruseliger. Eine Viertelstunde vor Schluss stellten die Gäste das Handballspielen dann völlig ein. Mit einem 9:0-Lauf schraubte die HSG das Ergebnis in ungeahnte Höhen. „Da war keine Gegenwehr mehr. Wir haben Bruchhausen zum Torewerfen eingeladen“, ärgerte sich Hahnraths, der vor den nun folgenden Derbys gegen Bergen und Garßen dringenden Redebedarf sieht.

TuS Oldau-Ovelgönne: Isensee – Häring, Sevenich, Ivanova (1), Pöplow (4/1), Schmidt, A. Dümeland, Engel (1), Herzig (4/2), Gadau (2), Lauber (2), Maya (7).

TSV Intschede – SV Garßen 31:26 (11:10)

Auch im sechsten Anlauf ging das Team von Trainer Florian Laubenstein auswärts leer aus und hängt damit weiterhin in der unteren Tabellenhälfte fest. Wieder einmal hatte der SVG eigentlich kein schlechtes Spiel gemacht, brachte sich dann aber durch Aussetzer in der Abwehr sowie eine suboptimale Chancenverwertung um den möglichen Erfolg. „In 1:1-Situationen hatten wir zu oft das Nachsehen. Auch unser Spiel über die Außen war nicht gut“, befand der SVG-Coach.

Nach schwachem Start in die zweite Halbzeit hatte sich Garßen bei 24:23 (55.) allerdings wieder bis auf ein Tor herangekämpft. Doch ausgerechnet jetzt leisteten sich die Gäste entscheidende Fehler, die der TSV mit Tempogegenstößen zum letztlich zu hoch ausgefallenen Sieg nutzte. „Unsere Spielstruktur ist eigentlich gut. Doch es fehlt uns an Konstanz. In den wichtigen Phasen waren wir wieder mal zu unkonzentriert“, bilanzierte Laubenstein.

SV Garßen: Kammer, Sobansky – Meier (1), Schulz (5), Wagner (1), Zywicki (2), Danz (3), Mrakuzic (10/3), Zymmek (2), Minskowski (2).