Landesliga Frauen

SV Garßen holt Punkt für die Moral

Tolle Aufholjagd: SV Garßen hat gegen HSG Elbmarsch ein Remis erkämpft. Aber der Punkt war teuer erkauft: Manuela Schulz verletzte sich übel und fehlt SVG wochenlang. TuS Oldau-Ovelgönne kassierte in Winsen (Luhe) die vierte Niederlage in Folge, TuS Bergen war chancenlos gegen TSV Intschede.
  • Von Jochen Strehlau
  • 23. Jan. 2023 | 16:30 Uhr
  • 23. Jan. 2023
Verfolgt von Elbmarsch-Spielerin Nicola Matthies (links) erzielt Maren Minskowski eines ihrer vier Tore für SV Garßen. Am Ende reichte es für SVG zu einer Punkteteilung.
  • Von Jochen Strehlau
  • 23. Jan. 2023 | 16:30 Uhr
  • 23. Jan. 2023
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Celle.

In der Handball-Landesliga der Frauen sind alle drei Celler Teams hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Nur der SV Garßen rettete im Heimspiel gegen die HSG Elbmarsch wenigstens einen Punkt. Dagegen setzte es für TuS Oldau-Ovelgönne eine nicht eingeplante Niederlage bei der HG Winsen/Luhe. TuS Bergen war beim TSV Intschede chancenlos und verlor deutlich.

SV Garßen – HSG Elbmarsch 25:25 (12:10)

Neun Sekunden vor Schluss sicherte Garßens Daniela Wagner ihrem Team mit einem schön herausgespielten Treffer über die linke Außenposition wenigstens einen Punkt. Zufrieden war SVG-Trainer Florian Laubenstein mit dem Endergebnis aber nicht wirklich. „Trotz eines Drei-Tore-Rückstands haben wir in der Schlussphase nicht den Kopf hängen lassen und gut gekämpft. Das späte Unentschieden war wichtig für die Moral. Doch wenn man ehrlich ist, müssen wir das Spiel gewinnen“, befand der 33-jährige, der vom Spiel seiner Mannschaft hin- und hergerissen war.

Bei Zusammenprall: Garßens Manuela Schulz (vorne, rotes Trikot) erlitt in der Partie gegen Elbmarsch einen doppelten Nasenbeinbruch.

Diese hatte wieder einmal zwei Gesichter gezeigt und die gesamte Bandbreite zwischen „richtig gut“ und „ganz schlecht“ ausgenutzt. Positiv war die zupackende SVG-Abwehrleistung zu bewerten, negativ die mangelhafte Abschlusssicherheit. „Wir spielen uns reihenweise klare Chancen heraus, treffen aber nicht. Die erste Welle hat überhaupt nicht funktioniert. Wenn Du von 13 Siebenmetern dann noch 6 verwirfst, baust du den Gegner, der zwar körperlich stark, aber sonst nicht übermächtig war, natürlich auf“, so Laubenstein nach dem nervenaufreibenden Spiel, in dem die Gäste schon auf 16:20 (44.) davongezogen waren. Zu allem Überfluss zog sich SVG-Führungsspielerin Manuela Schulz eine Viertelstunde vor dem Ende bei einem unglücklichen Zusammenprall einen doppelten Nasenbeinbruch zu und wird ihrem Team erstmal fehlen.

SV Garßen: Körner/Kammer – Krenz (1), Meier, Garbers (1), Schulz (3), Wagner (8/4), Zywicki (3/1), Danz (2), Persuhn (2/2), Zymmek (1), Minskowski (4).

HG Winsen/Luhe – TuS Oldau-Ovelgönne 25:23 (14:12)

Durch eine schwache Schlussphase verbauten sich die Oldauerinnen in einem sehr ausgeglichenen Spiel den durchaus möglichen doppelten Punktgewinn. „Nach unserer 22:21-Führung haben wir es verpasst, den letzten Schritt zu machen“, monierte TuS-Trainer Christoph Hahnraths. Sein Team hatte gut ins Spiel gefunden, ordentlich verteidigt und sich auch nach Rückständen immer wieder zurück gekämpft. Doch das kostete Kraft. So häuften sich in den entscheidenden Schlussminuten die Flüchtigkeitsfehler und die unbedachten Abschlüsse. „Wir haben zum Ende übernervös alle Tempogegenstöße versiebt und über die Außenpositionen gar nicht mehr getroffen. Der Blick für die freie Spielerin hat völlig gefehlt“, berichtete der TuS-Coach, der insgesamt dennoch eine Leistungssteigerung gesehen hatte. Trotzdem stand letztlich die vierte Niederlage hintereinander zu Buche.

TuS Oldau-Ovelgönne: Isensee – Sevenich, Ivanova (1), Häring (5), Pöplow (10/2), Dümeland, Schmidt, Engel (1), Herzig (3), Gadau (1), Maya (2).

TSV Intschede – TuS Bergen 30:19 (17:9)

Nach ausgeglichenen Anfangsminuten mussten die abstiegsbedrohten Bergerinnen die klare Überlegenheit der Gastgeberinnen anerkennen.

„Intschede war viel stärker als wir. Die haben uns mit ihrer starken zweiten Welle einfach überrannt“, berichtete TuS-Trainer Olaf Schreiber, dessen Team sich wieder einmal zu viele Fehlwürfe leistete. So gingen die Köpfe bei den chancenlosen Grün-Weißen recht schnell runter. „Außer unserer überragend haltenden Torfrau Melina Wernert, die eine deutlich höhere Niederlage verhinderte, hat niemand Normalform erreicht“, gestand Schreiber ein.

TuS Bergen: Wernert/Döhler – Brüning (4), Hohls (2/1), Sprake (1), Gossel (1), Janice Bremer (2), Sandvoß (1), Janine Bremer (3), Jasmin Bremer (4/2), Stahlmann (1).