Landesliga Frauen

Kann Garßen schwarze Serie im Derby beenden?

Nach vier Auswärtsniederlagen in Folge will SG Garßen im Derby gegen TuS Bergen wieder in fremder Halle punkten. Oldau-Ovelgönne trifft auf HSG Elbmarsch.
  • Von Stefan Mehmke
  • 11. Nov. 2022 | 15:59 Uhr
  • 11. Nov. 2022
Mit ihrem Tempospiel überrumpelte Larissa Dümeland (im Sprung) mit dem TuS Oldau-Ovelgönne zuletzt HSG Seevetal/Ashausen. Auch HSG Elbmarsch soll mit dieser Taktik bezwungen werden.
  • Von Stefan Mehmke
  • 11. Nov. 2022 | 15:59 Uhr
  • 11. Nov. 2022
Anzeige
Celle.

In der Handball-Landesliga der Frauen steht das erste Celler Derby der Saison auf dem Programm. Nach vier Auswärtsniederlagen hintereinander will der SV Garßen mit einem Heimsieg gegen den personell arg gebeutelten TuS Bergen die Kehrtwende einläuten. TuS Oldau-Ovelgönne will mit einem Sieg bei der HSG Elbmarsch in der Tabelle weiter nach oben klettern.

SV Garßen – TuS Bergen (Sonntag, 17 Uhr)

Nach der schwarzen Serie von vier Auswärtsniederlagen hintereinander gab es beim SV Garßen einiges aufzuarbeiten. „Wir hatten Redebedarf, aber nun schauen wir ausschließlich nach vorne und freuen uns auf das Derby gegen TuS Bergen“, sagt SVG-Trainer Florian Laubenstein, der trotz der jüngsten Misserfolge von einer guten Stimmung im Team spricht. Für ihn ist es jetzt wichtig, dass es seiner Mannschaft gelingt, die Trendwende zu schaffen und mit einem Sieg den letzten Tabellenplatz schleunigst zu verlassen.

Verbesserungsbedarf gibt es allerdings reichlich. „Wir müssen geduldiger spielen und klügere Entscheidungen treffen. Gegen Bergen gilt es weniger technische Fehler zu machen, ballsicherer zu werden und die Chancen besser zu verwerten“, fasst der 32-Jährige zusammen. Mit einem doppelten Punktgewinn gegen Bergen soll das angeknackste Selbstvertrauen seines Teams wieder aufpoliert werden.

Garßen mit vollem Kader

„Wir wissen aber, dass wir für einen Derbysieg sehr hart arbeiten müssen“, unterstreicht Laubenstein, der mit einem guten Gefühl in das Spiel gegen den Kontrahenten aus Bergen geht. Das liegt auch daran, dass dem SVG ein voller Kader inklusive aller A-Jugendspielerinnen zur Verfügung steht.

Von einem vollen Kader kann man hingegen bei TuS Bergen nicht sprechen. Mit Sabrina Wellmann wird der Kopf der Mannschaft aus privaten Gründen bis Saisonende ausfallen und auch Charlotte Rodehorst, Hanna Hohls und Carlotta Dzionsko werden voraussichtlich am Sonntag nicht mit dabei sein.

Bergens Trainer: „Sind krasser Außenseiter“

TuS-Trainer Olaf Schreiber, der die mangelnde mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams beim Spiel gegen die SG VfL Wittingen/Stöcken (17:19) heftig kritisiert hatte, legte in dieser Woche den Fokus auf leichtes, spaß-orientiertes Training. „Wir sind krasser Außenseiter. Die Mädels sollen locker aufspielen und dann sehen wir, was geht. In dieser Situation auch noch Druck aufzubauen, halte ich für falsch“, so Schreiber.

HSG Elbmarsch – TuS Oldau-Ovelgönne (Samstag, 18 Uhr)

Nach den beiden jüngsten souveränen Heimsiegen treten die Oldauerinnen die weite Reise nach Drage an der Elbe mit breiter Brust an. „Wenn wir an die gute Leistung aus dem Spiel gegen HSG Seevetal/Ashausen (32:21) anknüpfen können, sollte der erste Auswärtssieg im Bereich des Möglichen liegen“, sagt der optimistische TuS Trainer Christoph Hahnraths. Sein Team überzeugte zuletzt mit starker Deckungsarbeit und 60-minütigem Tempospiel.

Gegner HSG Elbmarsch steht mit 9:3 Punkten zwar etwas überraschend auf dem zweiten Tabellenplatz, scheint aber keine Übermannschaft zu sein. Mit einem doppelten Punktgewinn könnten die Oldauerinnen, deren Kader nahezu komplett ist, also an der HSG vorbeiziehen und sich in der oberen Tabellenregion etablieren. „Wichtig wird es, schnell ins Spiel zu kommen und gleich die nötige Sicherheit zu finden“, schaut Hahnraths voraus.