3. Liga

SV Altencelle empfängt punktloses Schlusslicht

Die Handballerinnen des SV Altencelle sind gegen den Tabellenletzten Bad Salzuflen zwar Favorit, trotzdem stapelt der Trainer tief. Aus guten Gründen.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 13. Jan. 2023 | 17:00 Uhr
  • 13. Jan. 2023
Im Training hat der SV Altencelle weiter am Angriffsspiel getüftelt. Das soll sich für Lara Niemann (am Ball), Natasha Ahrens (vorne Zweite von links) und Co. auszahlen.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 13. Jan. 2023 | 17:00 Uhr
  • 13. Jan. 2023
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Celle.

Auf dem Papier scheint alles klar: Die Handballerinnen des SV Altencelle empfangen in der 3. Liga am heutigen Samstag um 19.49 Uhr das punktlose Schlusslicht Handball Bad Salzuflen. Ist der Sieg in der HBG-Halle also nur Formsache? Nicht, wenn es nach SVA-Trainer Martin Kahle geht, der gewohnt verhalten Richtung Heimspiel blickt und auf große Kampfansagen verzichtet.

Schlusslicht ohne jeden Druck

„Mental ist das nicht so einfach. Natürlich ist Bad Salzuflen weit abgeschlagen, aber dadurch können sie in jedem Spiel befreit aufspielen. Vor allem auswärts werden an sie kaum Erwartungen gestellt“, sagt Kahle, der sich etwas darüber wundert, dass der Tabellenletzte nicht einmal zu Hause wenigstens einen Punkt eingefahren hat. Aber der Aufsteiger war meist weit weg von möglichen Erfolgen. Die knappste Niederlage war das 24:27 gegen den Vorletzten SV Union Halle-Neustadt II.

Auch gegen den Letzten heißt es für Johanna Block (Mitte) und den SVA: sich durchkämpfen.

Der andere Aufsteiger macht seine Sache hingegen viel besser. Der SVA hat ein ausgeglichenes Punktekonto (11:11) und will dieses heute wieder ins Positive drehen – ohne selbst zu überdrehen, denn niemand nimmt das kommende Spiel auf die leichte Schulter. „Nach vier Wochen Pause weiß man nicht, wo man steht. Man muss erst wieder in den Rhythmus finden. Auch die Mannschaft weiß um diese Situation“, sagt Kahle. Zunächst gehe es darum, die gewohnte Abwehrstärke zu zeigen, um laut Trainer „hoffentlich dann auch eine bessere Gegenstoßquote zu erreichen“.

Hinspielsieg teuer bezahlt

An das Hinspiel, das der SVA mit 35:26 gewann, hat Kahle nicht nur positive Erinnerungen: „Wäre da bloß nicht die 40. Minute gewesen.“ In dieser hatte sich Mareike Kinder einen Kreuzbandriss zugezogen. Abgesehen von ihr wird nur Janna Kahle (Schulausflug) im Rückspiel fehlen.

Viel Glück in Anfangsphase

Das Resultat aus dem Hinspiel gibt zwar Selbstvertrauen, aber der SVA-Trainer weiß auch, wie dieses deutliche Ergebnis zustande kam. „Wir hatten in der Anfangsphase wirklich viel Glück. Bad Salzuflen hatte einige Pfostentreffer und Julia hat ein paar freie Würfe aufs Tor gehalten“, erinnert sich Kahle. So hatte sein Team schnell die Führung ausbauen können. Nicht in den Griff bekommen hatte der SVA allerdings Kreisläuferin Lisa Opitz, die damals elfmal traf.

Zusätzliche Athletik-Einheiten

Um selbst im Spiel nach vorne effizienter zu werden, lag der Fokus in den ersten beiden Januarwochen auf dem Angriffs- und Gegenstoßspiel. Zudem wurden im Training athletische Schwerpunkte gesetzt. „Für so etwas hat man während der Saison nicht so oft Zeit“, erklärt Kahle. Sonst stehen gezielte Vorbereitungen auf die jeweils anstehenden Spiele im Vordergrund. Jetzt hofft der SVA darauf, dass die Einheiten auch helfen, um nicht ausgerechnet gegen den Letzten zu straucheln.