3. Liga

Richtig große Herausforderung für SV Altencelle

Die vergangene Saison verlief ganz nach dem Geschmack der Oberliga-Handballerinnen des SV Altencelle. Die kommende Spielzeit dürfte schwieriger werden.
  • Von Uwe Meier
  • 29. Juni 2022 | 09:45 Uhr
  • 29. Juni 2022
  • Von Uwe Meier
  • 29. Juni 2022 | 09:45 Uhr
  • 29. Juni 2022
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Celle.

Beim Rückblick auf die vergangene Spielzeit in der Handball-Oberliga Frauen gehen Trainer Martin Kahle Worte über die Lippen, die er für gewöhnlich nicht gebraucht. Aber nach dem Drittliga-Aufstieg der SV Altencelle macht er mal eine Ausnahme. „Souverän“ und „nahe am Optimum“ sei die Leistung seiner Mannschaft gewesen. „Das war schon richtig gut. Die Spielerinnen haben sich für ihren Einsatzwillen und ihren Fleiß belohnt, den sie im Training und auf dem Spielfeld gezeigt haben. Der Aufstieg ist hochverdient“, sagt der Coach des Altenceller Teams zufrieden.

Planungen auf Drittligasaison laufen auf Hochtouren

Die Planungen für die kommende Saison in der 3. Bundesliga haben längst begonnen. „Jetzt beginnt was Neues“, sagt Kahle und weiß genau, „dass das eine richtige Herausforderung werden wird.“ Denn eines ist klar. Das SVA-Team wird ohne Verstärkungen in der neuen Liga Probleme bekommen. „Es wäre naiv, zu glauben, dass wir mit der jetzigen Mannschaft die Klasse halten können“, machte der Trainer deutlich. Der Sprung aus Oberliga in Liga drei ist leistungsmäßig ein ziemlich großer Satz. Doch ganz einfach gestaltet sich die Suche nach Neuzugängen nicht.

Oberligasaison mit einigen Bestwerten

Und das selbst vor dem Hintergrund einer erfolgreich abgeschlossenen und ganz starken Oberligasaison, in der das SVA-Team einige Bestwert aufstellte. So zum Beispiel das Torverhältnis. Zwar belegen die Altencellerinnen mit 705 erzielten Treffern „nur“ den zweiten Rang – Lüneburger HV hat 733 Treffer erzielt – doch in der Sachen Abwehrarbeit erteilten die Altencellerinnen der Konkurrenz eine Lektion. Nur 485 Gegentreffer - durchschnittlich etwas mehr als 20 – sind der absolute Bestwert der Liga. In der guten Defensive sieht Kahle auch das Geheimnis des Erfolges. „Im Laufe der Saison ist unser Abwehrspiel und dadurch auch unser Gegenstoßspiel immer besser geworden“, sagt er und schreibt einen Teil der guten Bilanz Torhüterin Julia Garbe zu, die insgesamt eine richtig gute Saison abgeliefert habe.

Wichtige Schritte auf dem Erfolgsweg seien die knappen Siege gegen den Ligazweiten HV Lüneburg gewesen. „Ich denke, dass insbesondere das Rückspiel so etwas wie der Knackpunkt war. Da sind wir gerade aus einer zweimonatigen Pause gekommen, während Lüneburg bereits drei Spiele erfolgreich bestritten hatte“, so der SVA-Coach im Rückblick. Aber die Altencellerinnen seien sofort wieder voll da gewesen. Letztlich auch ein großer Verdienst von Torwarttrainerin Luisa Grimm und Athletikcoach Frank Stresing, die großen Anteil am Erfolg der Mannschaft haben. „Ich war ich ganz bestimmt nicht allein.“

Als Team zum Erfolg

Mit jedem weiteren Sieg stieg das Selbstvertrauen der Altencellerinnen. „Speziell das letzte Saisondrittel war richtig, richtig gut“, meinte Kahle. Auch, weil die Mannschaft topfit war und einige Spielerinnen große Entwicklungssprünge machten. Dazu gehörte auch Fabienne Bahls, aber auch Lara Niemann, die nach einer langen Verletzungspause gezeigt hat, wie wertvoll sie für die Mannschaft ist. „Aber eigentlich möchte ich niemanden aus dem Team groß hervorheben. Insgesamt haben wir als Mannschaft funktioniert“, erklärt Kahle. Ein Punkt, den auch eine letztlich chancenlose Konkurrenz anerkennen musste.

Ganz andere Kaliber in Liga drei

Jetzt steht ein neuer Abschnitt an, vor dem die Altenceller durchaus Respekt haben. „Das ist schon ein ganz anderes Kaliber und wird in allen Bereichen schwierig“, so Kahle, der weiß, dass sein Team weiter zulegen muss. Zwei Neuzugänge wurden bisher verpflichtet. So wechselt Torhüterin Inja Adam vom Landesligisten TuS Oldau-Ovelgönne zum SVA. Dazu hat sich mit Johanna Block eine Linkshänderin für die rechte Seite dem Drittligisten angeschlossen. „Sie hat früher mit Julia Garbe mit Nienburg in der A-Jugend-Bundesliga gespielt“, so der Coach über eine Spielerin, die sowohl im rechten Rückraum als auf der Außenbahn eingesetzt werden kann. „Zwei Rückraumspielerinnen brauchen wir aber mindestens noch“, so Kahle. Bisher sei die Suche auf diesem Sektor jedoch erfolglos geblieben. „Wir sind mit möglichen Kandidatinnen in Gesprächen“, heißt es nur. Die kommen allerdings allesamt von außerhalb. „Spielerinnen aus dem Landkreis Celle helfen uns nicht weiter. Das ist leider Fakt“, sagt Kahle.

Verpflichtung von Neuzugängen nicht ganz so einfach

Große finanzielle Sprünge werden in Altencelle auf der Suche nach Verstärkungen auf jeden Fall nicht gemacht. „Wir werden den Spielerinnen natürlich Fahrgeld bezahlen“, sagte Holger Laukart, SVA-Betreuer, Ligamanager sowie Vorstandsmitglied in Personalunion: „Aber mehr nicht.“ Der Etat werde dennoch höher sein als bisher, „allein schon deshalb, weil Fahrkosten zu Auswärtsspielen und Schiedsrichterkosten höher sein werden.“ Eine genaue Summe konnte er nicht nennen. Nur soviel: „Wir werden auf keinen Fall über die Stränge schlagen.“ Der erste Teil der Vorbereitung hat bereits in dieser Woche begonnen. Ende Juli wird eine zehntägige Pause eingelegt, bevor es dann in die abschließende Phase geht. Der Saisonstart ist auf das Wochenende 3:/4. September terminiert.

3. Liga Nord

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