3. Liga Nord

Erster SVA-Sieg mit Wermutstropfen

Der SV Altencelle hat den ersten Saisonsieg in der 3. Liga geholt. Zum Feiern war den Handballerinnen jedoch nicht zumute, da sich eine Spielerin verletzte.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 18. Sept. 2022 | 21:44 Uhr
  • 18. Sept. 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 18. Sept. 2022 | 21:44 Uhr
  • 18. Sept. 2022
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Bad salzuflen.

Es hätte der perfekte Spieltag sein können. Doch trotz des ersten Siegs in der 3. Liga war den Handballerinnen des SV Altencelle gestern nicht zum Feiern zumute. Denn der 35:26 (20:19)-Erfolg bei Handball Bad Salzuflen wurde von einer Verletzung überschattet. Rückraumspielerin Mareike Kinder verdrehte sich in der 40. Minute das Knie und musste verletzt raus. „Das ist ein echter Wermutstropfen. Das tut gleich mehrfach weh. Einmal für Mareike persönlich, aber auch für uns als Team“, sagte SVA-Trainer Martin Kahle. Die Rückraumspielerin ist eine der Schlüsselspielerinnen von Altencelle. Auch in Bad Salzuflen zeigte sie ihre starke Form. Bis zu ihrer Verletzung warf Kinder vier Tore.

SVA zieht zu Beginn davon

Der SV Altencelle dominierte von Beginn an die Partie zwischen den beiden Aufsteigern. Durch zwei Tore von Kristin Skorek und eines durch Kinder lag das Team nach sechs Minuten bereits mit 3:0 in Führung. Beim Stand von 5:1 sah sich Bad Salzuflen gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen (12.) – die Altencellerinnen ließen sich aber nicht bremsen. Sie verteidigten gut, auch Torhüterin Julia Garbe war mehrmals auf ihrem Posten und hielt stark. So baute der SVA die Führung immer weiter aus. Skorek stellte mit einem verwandelten Siebenmeter zum 7:2 erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung her (14. Minute).

Mit zehn Toren Abstand in die Pause

„Wir haben vorne sehr diszipliniert gespielt“, lobte Kahle seine Mannschaft, die im Angriff sehr variabel spielte. Die Tore fielen durch eine Mischung aus Tempogegenstößen und Positionsangriffen. Die beste Phase hatte der SVA kurz vor der Pause. Nach dem Treffer zum 13:9 durch Bad Salzuflen (22.) gelang Altencelle ein Lauf von sechs Toren in Folge zum 19:9 (25.). Mit einem Zehn-Tore-Vorsprung ging es auch in die Pause.

Die zweite Halbzeit gestaltete sich dann etwas ausgeglichener. „Bei dem Vorsprung ist es aber normal, dass die letzte Konsequenz fehlt“, sagte Kahle. Aber der Sieg geriet nie in Gefahr. Und das trotz der vor dem Tor sehr erfolgreichen Kreisläuferin von Bad Salzuflen. Lisa Opitz gelangen elf Tore für den Gastgeber. Beim SVA verteilten sich die Tore gewohnt gleichmäßig. Erfolgreichste Spielerin auf Altenceller Seite war Fabienne Bahls mit neun Toren.

Überzahl noch besser nutzen

Das Einzige, was der SVA-Trainer zu bemängeln hatte, war das Überzahlspiel. „Da haben wir ein paar schlechte Entscheidungen getroffen“, sagte Kahle. Insgesamt zeigte sich der Trainer mit dem Spiel aber sehr zufrieden. „Wir haben wirklich gut gespielt“, so Kahle. Der SVA liegt nach zwei absolvierten Spielen auf Rang fünf.

Nächstes Wochenende empfängt der Aufsteiger HSG Blomberg-Lippe II. Vorfreude auf das Heimspiel will aber noch nicht so recht aufkommen. „Erstmal müssen wir die Diagnose bei Mareike abwarten“, so Kahle.

SVA: Garbe, I. Adam – T. Adam (3), Gerberding, Nuttelmann (1), Kinder (4), Ahrens (4), Makenthun, Skorek (6/3), Block (5), Bahls (9), Borges, Niemann (2), Wottschel (1).