Verbandsliga Männer

Das letzte Mal ohne Harz im Harz

Die Handballer vom SV Altencelle bestreiten bei der HSG Oha ihr letztes Spiel des Jahres. Der Gegner aus dem Harz ist ungeliebt - doch das könnte sich bald ändern.

  • Von Stefan Mehmke
  • 02. Dez. 2022 | 16:30 Uhr
  • 02. Dez. 2022
SVA-Spieler Maximilian Ahrenbeck (am Ball), hier beim Wurf gegen den MTV Groß Lafferde, steht gegen die HSG Oha wieder zur Verfügung.
  • Von Stefan Mehmke
  • 02. Dez. 2022 | 16:30 Uhr
  • 02. Dez. 2022
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Auf Henrik Weinmann (beim Wurf) und seine Mannschaftskollegen könnte in Hattorf ein hart umkämpftes Auswärtsspiel warten.
Altencelle.

Letztes Spiel im Jahr 2022 für den SV Altencelle in der Handball-Verbandsliga Ost der Männer: Der Jahresabschluss dieser bisher so erfolgreichen Saison steigt ausgerechnet bei der ungeliebten HSG Oha in Hattorf am Harz. Anpfiff: Sonntag, 16 Uhr. Die CZ sagt, warum der Ausflug in den Süden dennoch enormes Freudenpotenzial für die Altenceller in sich birgt.

Harzverbot ist "keine Entschuldigung"

Wie in jedem Jahr ist das Gastspiel in der Sporthalle am DGH Hattorf ein unbeliebtes. Das liegt nicht an der fürstlichen Bewirtung mit Harzer Köstlichkeiten, sondern am dort herrschenden Backeverbot. „Die gewinnen halt ihre Heimspiele und steigen dann nicht ab“, fasst SVA-Spielertrainer Henrik Weinmann das Geschehen um die Spielgemeinschaft aus den Stammvereinen TSV Schwiegershausen, TVG Hattorf, MTV Herzberg und MTV Lauterberg lakonisch zusammen.

Kai-Michael Nowak (beim Wurf) möchte mit dem SV Altencelle die starke Hinserie beim ungeliebten Gegner aus dem Harz krönen.

Natürlich weiß er, dass das so kurz nicht formuliert werden kann. Denn zum einen zeigte Altencelle in Sehnde, wie der SVA trotz Harzverbot gewinnen kann, zum anderen gewann auch die SG Börde zuletzt knapp bei Oha. „Wir fahren da nicht hin, um die Punkte abzuliefern und auch der fehlende Kleber kann keine Entschuldigung sein“, so der Kapitän. Und selbst, wenn in Hattorf regelmäßig viele Zuschauer auflaufen, herrscht dort nicht so eine krasse Stimmung wie beim SVA.

Maxi Ahrenbeck von Afrika-Reise zurück

Schwerer wiegt da der starke HSG-Keeper Niklas Berger, das starke Duo Cedric Wecker und Mathis Mönnich sowie Trainerfuchs Jens Wilfer. Insgesamt stellt der Gastgeber eine aber homogene Mannschaft, die von allen Positionen gefährlich sein kann.

Zudem gibt es vor der Partie beim Neunten einige Negativ-Meldungen aus dem Personalbereich: SVA-Kreisläufer Kai-Michael Nowak fällt wegen einer OP voraussichtlich für den Rest der Saison aus. Und auch Julian Premper kann nach seiner Verletzung aus dem Braunschweig-Spiel nicht spielen. Immerhin: Kreisläufer Maxi Ahrenbeck ist von seinem Afrika-Trip zurückgekehrt. Und von der Erkältungswelle blieb Altencelle bisher weitestgehend verschont.

„Es ist das letzte Mal, dass ich ohne Harz im Harz auflaufen muss.“

SVA-Trainer Henrik Weinmann

Letzte Harz-Reise ohne Harz

Es gibt also doch gute Nachrichten, vor allem aber eine: Der Handball-Verband hat für die kommende Saison festgelegt, dass ab der Verbandsliga verpflichtend Klebemittel erlaubt sind. „Es ist das letzte Mal, dass ich ohne Harz im Harz auflaufen muss“, jubiliert Weinmann. Und hofft, dass sich sein Team im Mittelgebirge nicht die Punkte klauen lässt.

Denn mit einem Sieg zum Abschluss macht auch die geplante Weihnachtsfeier in einem gemütlichen Celler Lokal mehr Spaß. Verdient hätten es sich die zweitplatzierten Altenceller allemal nach dieser bisher so erfreulichen Saison.