Dritte Liga

SV Altencelle will kühlen Kopf bewahren

Die Handballerinnen vom SVA reisen mit Rückenwind zum SFN Vechta. Dort wartet auf das Kahle-Team aber ein heimstarker Gegner in besonderer Atmosphäre.

  • Von Sebastian Salpius
  • 11. Nov. 2022 | 18:50 Uhr
  • 11. Nov. 2022
Altencelles Lara Niemann (beim Wurf) spielte gegen den SC Markranstädt trotz Fußverletzung. In Vechta kann Trainer Kahle erneut auf die Spielerin bauen.
  • Von Sebastian Salpius
  • 11. Nov. 2022 | 18:50 Uhr
  • 11. Nov. 2022
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Altencelle.

Bisher ist es eine überraschend gute Saison, die die Handballerinnen vom SV Altencelle in der 3. Liga hinlegen. Mit drei Siegen, einem Remis und zwei knappen Niederlagen wirkt ihre Bilanz nicht wie die eines typischen Aufsteigers. Man kann also sagen: Die Altencellerinnen haben sich schnell an die neue Spielklasse gewöhnt. Nach dem 24:22-Heimsieg gegen Markranstädt steht für das Team um Trainer Martin Kahle wieder ein Auswärtsspiel an. Am Samstag geht es zum Tabellendritten SFN Vechta, Anwurf ist um 17.30 Uhr. "Es wird eine große Herausforderung, weil Vechta sehr heimstark ist. Und es ist von der Atmosphäre her etwas Besonderes, dort zu spielen", weiß Altencelles Coach um die Schwere der Aufgabe.

"Wir müssen unsere Aufgaben erledigen und einen kühlen Kopf bewahren."

Altencelles Trainer Martin Kahle

Vechta ist Heimmacht der Liga

Die Fans der Vechtaerinnen sind dafür bekannt, ihr Team zahlreich und lautstark zu unterstützen. Deshalb gilt für Altencelle: "Wir müssen unsere Aufgaben erledigen und einen kühlen Kopf bewahren." Bisher gelang es noch keiner Mannschaft der Liga, etwas Zählbares aus der Vechtaer Halle West mitzunehmen. Die "Guardians" entschieden alle vier Heimspiele für sich und sind auch gegen die Altencellerinnen in der Favoritenrolle.

Im Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe II zog Altencelle mit Top-Werferin Fabienne Bahls (41 Tore) noch den Kürzeren.

Doch Kahle hat seine Spielerinnen gut auf die Mannschaft aus der Universitätsstadt vorbereitet. "Wir wissen, was uns erwartet", so der SVA-Trainer. Vechta habe "eine gute 6:0-Abwehr" und sei außerdem "im Rückraum in der Breite gut aufgestellt." Das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis funktioniere beim Tabellendritten ebenfalls gut. Kahle möchte sich aber am Samstag nicht zu sehr auf das Vechtaer Spiel fokussieren: "Erst einmal geht es darum, dass wir unsere eigenen Stärken in die Waagschale werfen."

Zwei Spielerinnen fallen wohl aus

Diese brachte der SVA zuletzt sehr zuverlässig aufs Feld. Gegen den SC Markranstädt holte das Kahle-Team endlich den ersten Heimsieg und fährt nun mit viel Selbstbewusstsein ins Oldenburger Land. Nicht dabei sein wird voraussichtlich Trisha-May Adam – die Spielerin fehlt bereits seit zwei Wochen wegen einer Erkältung. Kahle muss außerdem auf seine Tochter Janna verzichten, weil sie parallel für die Handball-A-Jugend des SV Garßen spielt. Ansonsten kann er aber auf alle Spielerinnen bis auf die Langzeitverletzte Mareike Kinder (Kreuzbandriss) zurückgreifen. Die personellen Voraussetzungen könnten für Altencelle also schlechter sein.

SVA-Spielerin Natasha Ahrens (am Ball) erzielte gegen den SC Markranstädt zwei Tore.

Kahle hätte nichts dagegen, wenn sich das Spiel in Vechta lange Zeit offen gestaltet. "Ich hoffe, dass es eng wird", so der Altenceller Trainer. Neu wäre diese Erfahrung nicht für sein Team: Die letzten drei Spiele mit Altenceller Beteiligung wurden alle erst in den Schlussminuten entschieden - und zwei Mal gab es das bessere Ende für die Cellerinnen.