3. Liga Nord Frauen

SV Altencelle muss Bollwerk durchbrechen

Der SV Altencelle muss sich erneut gegen ein Bundesliga-Reserveteam behaupten. Bei Gegner Thüringer HC II ist ein Handball-Star Spielertrainerin.
  • Von Oliver Schreiber
  • 02. Dez. 2022 | 18:30 Uhr
  • 02. Dez. 2022
Natasha Ahrens (am Ball) muss mit dem SV Altencelle beim Thüringer HC II antreten.
  • Von Oliver Schreiber
  • 02. Dez. 2022 | 18:30 Uhr
  • 02. Dez. 2022
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Altencelle.

Die unglückliche 20:21-Heimniederlage gegen den SV Union Halle-Neustadt II haben die Drittliga-Handballerinnen des SV Altencelle verdaut. Gegen die mit Bundesliga-Spielerinnen gespickten Gäste stimmte die Leistung, das Ergebnis nicht. Am Samstag müssen die Rot-Gelben erneut gegen ein Team antreten, das mit Akteurinnen aus der Beletage aufgerüstet sein könnte. Um 19 Uhr tritt der SVA in Bad Langensalza beim Thüringer HC II an. Trainer Martin Kahle bleibt gelassen. „Anders als Halle haben die eigentlich einen festen Stamm, maximal könnten vielleicht zwei Spielerinnen aus der Bundesliga dabei sein. Wir müssen es eh nehmen, wie es kommt.“

Ex-Nationalspielerin Lydia Jakubisova führt Thüringer Team

Beide Mannschaften sind Tabellennachbarn. Die Altencellerinnen haben als Sechster 9:7 Punkte auf dem Konto, der THC II 9:9 Zähler. „Ich erwarte wieder ein enges Spiel. Der THC verfügt über eine starke Defensive mit einer 6:0-Deckung. Das ist ein echtes Bollwerk, das wir da überwinden müssen. Sie haben viele top ausgebildete Spielerinnen und mit Lydia Jakubisova die alles überragende Akteurin, die das Team führt“, skizziert Kahle den Gegner. Besagte Jakubisova ist Spielertrainerin und Topscorerin (41 Tore). Die ehemalige slowakische Nationalspielerin (125 Einsätze) coacht auch die weibliche A-Jugend des THC in der Bundesliga. Die 41-Jährige ist seit 2011 bei den Thüringern und feierte mit der ersten Mannschaft sieben Deutsche Meisterschaften.

SVA behagt Rolle des Underdogs

Spielerinnen mit ähnlichen Meriten sucht man beim SVA vergebens. In puncto Erfahrung in höheren Spielklassen sowie den finanziellen Möglichkeiten liegen Welten zwischen beiden Clubs. „Unabhängig vom Tabellenbild sind wir Außenseiter. Aber das sind wir praktisch in jedem Spiel“, meint Kahle, der bis auf die Langzeitverletzte Mareike Kinder alle Spielerinnen an Bord hat. Bisher hat die Rolle des Underdogs dem SVA durchaus behagt, ein positives Punktekonto nach acht Spielen haben die wenigsten erwartet. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt allerdings nur einen Zähler. „Es bringt nichts, ständig auf die Tabelle zu schauen. Es wird bis zum Schluss ein enges Rennen. Wir müssen uns auf jedes einzelne Spiel fokussieren und am Limit spielen“, betont Kahle.