3. Liga Nord Frauen

Kein Grund zur Panik für SV Altencelle

In letzter Sekunde entriss der BV Garrel im Hinspiel dem SV Altencelle den Sieg. Dies will der SVA nun beim erneuten Aufeinandertreffen geraderücken.
  • Von Oliver Schreiber
  • 09. Dez. 2022 | 16:20 Uhr
  • 09. Dez. 2022
Im Hinspiel gegen den BV Garrel traf Lara Niemann (beim Wurf) viermal. Die Partie endete 25:25, weil der SVA sich bei seiner Drittliga-Premiere in letzter Sekunde noch ein Gegentor einfing.
  • Von Oliver Schreiber
  • 09. Dez. 2022 | 16:20 Uhr
  • 09. Dez. 2022
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Altencelle.

Das Hinspiel haben die Handballerinnen des SV Altencelle noch in Erinnerung – allerdings nicht in besonders guter. Bis eine Sekunde vor Schluss führten sie bei ihrer Drittliga-Premiere gegen den Ballspielverein Garrel mit 25:24 – und kassierten dann doch noch den Ausgleich. „Das hat richtig weh getan. Da müssen wir noch etwas geraderücken“, erklärt Trainer Martin Kahle vor dem erneuten Aufeinandertreffen am Samstag um 17 Uhr im Oldenburger Münsterland.

Vom Meister zum Abstiegskandidaten

Zumal die Rot-Gelben zwischenzeitlich sogar mit sechs Toren in Front gelegen hatten. Und das als Aufsteiger gegen den Meister der Staffel A der 3. Liga, der allerdings freiwillig auf den Aufstieg verzichtet hatte. Damals schien selbst der Punktgewinn noch eine Überraschung zu sein, mittlerweile hat sich das relativiert. Denn Garrel ist bisher weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, auch auf Grund eines personellen Aderlasses sowie von Verletzungen. Mit 5:15 Punkten ist der BVG nur Vorletzter. „Das ist aber immer noch eine gute Mannschaft. Für uns gibt es in dieser Liga ohnehin keine Teams, gegen die wir uns Favorit nennen können. Ganz im Gegenteil. Wir müssen immer an unsere Leistungsgrenze gehen, wenn wir punkten wollen“, betont Kahle.

Garrel mit zwei Rückraum-Assen

Besonderes Augenmerk muss Altencelle auf die Rückraum-Asse Melanie Fragge (63 Saisontore, davon 20 Siebenmeter) und Lisa Noack (44 Treffer), die im Hinspiel die HBG-Halle durch ihr Tor zum 25:25 in letzter Sekunde verstummen ließ, legen. Garrel agiert mit einer kompakten 6:0-Deckung, die der SVA möglichst aushebeln will. „Im Angriffsspiel passieren uns noch zu viele technische Fehler. Die müssen wir unbedingt abstellen. Wir dürfen auch nicht so viele unnötige Zeitstrafen kassieren. Das wird in dieser Liga sofort bestraft“, erläutert Kahle.

SVA muss Fehlerquote minimieren

Genau diese kleinen Aussetzer waren es auch, die zu den zwei knappen Niederlagen in Folge gegen SV Union Halle-Neustadt II (20:21) und Thüringer HC II (25:27) geführt haben. Zum ersten Mal verlor der Aufsteiger zweimal hintereinander und fiel trotz ausgeglichener Bilanz von 9:9 Punkten auf den Relegationsrang zurück. „Das ist kein Grund zur Panik. Wir müssen nicht so sehr auf die Tabelle schauen, sondern uns vielmehr immer weiterentwickeln. Wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können. Wenn wir unsere Fehlerquote minimieren, werden wir auch wieder punkten“, meint Kahle. Am besten gleich gegen Garrel – zur Not auch in allerletzter Sekunde.