Landesliga

VfL Westercelle siegt erneut nach Rückstand

Einen Rückstand drehen - das kann der VfL Westercelle. Der Landesligist holt den zweiten Sieg in Folge, trotz schwacher erster Halbzeit.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 23. Okt. 2022 | 18:57 Uhr
  • 23. Okt. 2022
Im ersten Durchgang waren Chancen auf Westerceller Seite noch Mangelware. In der zweiten Halbzeit drehteder VfL auf. Dominik Gärtner (am Ball) kommt zum Schuss, Gellersens Jason Buschner versucht zu blocken.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 23. Okt. 2022 | 18:57 Uhr
  • 23. Okt. 2022
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Westercelle.

Wieder zurückgelegen, wieder das Spiel gedreht. Der VfL Westercelle schaffte den zweiten Landesligasieg in Folge. Eine klare Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit sorgte für den 2:1 (0:1)-Erfolg gegen TSV Gellersen. Das Spiel hatte das Westerceller Trainerteam zuvor als „Sechs-Punkte-Spiel“ ausgerufen. Mit dem Sieg kletterte der VfL vom letzten Tabellenplatz auf den 16. Rang. Damit steht das Team zwar weiter unterm Strich, Gegner Gellersen liegt aber nur noch drei Punkte voraus auf Rang acht.

Westercelle am Anfang zu passiv

Vor rund 100 Zuschauern hatte der VfL in Person von Laurin Kibellus die erste gute Chance (5.), der Kopfball ging aber über das Tor. Anschließend kam Westercelle lange Zeit kaum noch gefährlich vor den gegnerischen Kasten. Stattdessen setzte Gellersen einen Kopfball erst an die Latte (12.), dann musste der Westerceller Oumar Sangare einen Schuss kurz vor der Linie klären (25.). „Wir waren zu passiv und haben dem Gegner zu viel Platz gelassen“, ärgerte sich VfL-Trainer Sebastian Zich. Hinzu kam dann noch ein Torwartfehler, den Jonas Kennemann zum 1:0 für die Gäste nutzte (31.). Nach einer Flanke brauchte VfL-Keeper Dominik Lowag nur den Ball festhalten, dieser flutschte ihm aber durch die Finger. Kennemann schaltete am schnellsten, nahm das Geschenk an und drückte den Ball per Kopf über die Linie.

Fabian Woitschek (links) vom VfL Westercelle will Gellersens Mevlan Baran unter Druck setzen.

Westercelle hatte Gellersen auf Kunstrasen empfangen, weil sich die Trainer dort spielerische Vorteile erhofften. Dieser Plan ging in der ersten Hälfte jedoch nicht auf. „Grundsätzlich fühlt sich die Mannschaft auf Kunstrasen wohl. Aber viele Abläufe passten einfach nicht. Es gab auch viele Stockfehler“, so Zich, der sich aber erneut auf die Moral und den Willen seiner Mannschaft verlassen konnte.

Boie verwandelt Handelfmeter

In der zweiten Halbzeit hatte der VfL mehr Ballbesitz, kombinierte besser, aber agierte teils zu überhastet, sodass der letzte Pass nicht ankam. Es gab Chancen auf beiden Seiten, ehe Silvan Udun Mitspieler Kevin Gerecke im Strafraum bediente. Dieser konnte den Ball zwar nicht kontrollieren, der Gegenspieler aber auch nicht. Dieser stoppte den Ball per Hand – folgerichtig gab es Elfmeter, den VfL-Kapitän Philip Boie zum 1:1 verwandelte (67.). Fabian Woitschek hatte nur zwei Minuten später den Führungstreffer auf den Fuß, setzte den Ball aber nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

VfL-Spieler Philip Boie (links) kommt im Strafraum zum Fall. Für einen Elfer gegen Gellersen reicht es nicht. Später verwandelt Boie aber einen Handelfmeter.

In der 81. Minute drang Woitschek erneut in den gegnerischen Strafraum ein, der Weg zum Tor war aber zu, dafür nahm der eingewechselte Kevin Gerecke den richtigen Weg und köpfte den Ball zum Führungstreffer ins Netz. Kurz vor Schluss musste dann Lowag noch einmal einen Schuss entschärfen (90.). Als ein Freistoß in der dritten Minute der Nachspielzeit von Gellersen nicht mal ansatzweise gefährlich vor oder auf das Tor gebracht wurde, atmeten die Zuschauer erleichtert auf und bejubelten den zweiten Heimsieg der Saison.

Nächstes "Sechs-Punkte-Spiel"

„Die Moral der Mannschaft war wieder spitze. Das ist das, was uns auszeichnet“, freute sich Zich, der jetzt dem nächsten „Sechs-Punkte-Spiel“ entgegenblickt. Am kommenden Samstag geht es zum Vorletzten Teutonia Uelzen.