Landesliga Männer

Aue sorgt für Aua bei Westercellern

Kein Befreiungsschlag: Im Kellerduell verlor VfL Westercelle gegen Güldenstern Stade mit 0:3. Alle Gästetore erzielte Philipp Aue, der nicht zu halten war.

  • Von Heiko Hartung
  • 20. Nov. 2022 | 19:32 Uhr
  • 20. Nov. 2022
  • Von Heiko Hartung
  • 20. Nov. 2022 | 19:32 Uhr
  • 20. Nov. 2022
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Westercelle.

Viele Gegner des VfL Westercelle kommen nicht gut zurecht mit dem Kunstrasen im Sportpark an der Wilhelm-Hasselmann-Straße. Doch VfL Güldenstern Stade verfügt selbst über einen Platz mit Plastikhalmen – und das merkte man den Gästen im Kellerduell der Fußball-Landesliga am Sonntag an: Beim 3:0 (1:0)-Sieg der Stader waren keinerlei Anpassungsschwierigkeiten mit dem Untergrund zu erkennen.

Westercelle zum zweiten Mal ohne eigenes Tor

Und das war letztlich bitter für den VfL, der nach der zweiten Pleite in Folge ohne eigenen Torerfolg die Chance verpasst hat, an Stade vorbeizuziehen und sich aus den Abstiegsrängen zu verabschieden. So bleibt Westercelle Vorletzter. „Wir haben einen hohen Aufwand betrieben und diszipliniert gespielt. Schade, dass wir dafür nicht belohnt wurden“, sagte Cotrainer Stefan Mainka, der den kurzfristig erkrankten Chefcoach Sebastian Zich an der Seitenlinie vertrat.

Johannesmann rettet auf der Linie

Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und leichtem Schneefall traten die Stader cool auf, machten Druck aufs Westerceller Tor und hätten durch den starken Kemal Savas beinahe die frühe Führung erzielt. Doch U19-Talent Finn Johannesmann, der aufgrund der miserablen Personalsituation des VfL erneut in der Startelf stand, rettete auf der Linie (5.).

Güldenstern macht das Spiel

Die Hausherren standen tief gestaffelt, ließen Güldenstern das Spiel machen und setzten auf Konter. „Nach dem 0:6 bei Blau-Weiß Bornreihe wollten wir zunächst kompakt stehen, um Sicherheit zu bekommen“, erklärte Mainka. Und so dauerte es bis zur 15. Minute, ehe Kevin Gerecke den ersten Schuss aufs Tor der Gäste abgab.

Aue mit seinem ersten Streich

Nach und nach befreite sich Westercelle etwas und verströmte durch einen Kopfball von Laurin Kibellus (21.) und einen Konter von Fabian Woitschek (24.) einen Hauch Torgefahr. Doch Stade blieb am Drücker und Philipp Aue, mit Abstand bester Spieler auf dem Platz, erzielte den ersten seiner am Ende drei Treffer: Nach einem Querpass von Güldenstern-Kapitän Jannik Holthusen fand der wendige Stürmer an der Strafraumgrenze die Lücke, Westercelles Keeper Frederic Baars war durch Kibellus die Sicht versperrt und der Ball schlug zum 0:1 (28.) ein.

Außennetz und geblockter Schuss

Ein Schuss von Woitschek ans Außennetz und ein geblockter Schuss von Mittelfeldakteur Tim Runge kurz vor dem Halbzeitpfiff – mehr war nicht drin für die Schwarzgelben. Echte Torgefahr sieht anders aus. Mangels heißer Szenen ihrer Elf mussten sich die wenigen VfL-Fans in der Pause an Kaffee und Glühwein erwärmen.

Gastgeber nach der Pause mit mehr Druck

Nach dem Wechsel machte Westercelle mehr Druck, spielte engagierter aufs Stader Tor. Aber gerade als sich Gerecke (63.) und Runge (65.) mit ihren Schüssen angenähert hatten, nutzten die Gäste ihre erste Gelegenheit: Aue chipte den Ball über Baars hinweg zum 0:2 (68.) ins Tor.

Dreifachwechsel bringt keine Offensivschub

Westercelle steckte nicht auf, ein direkter Freistoß von Cewe (74.) sorgte für Gefahr, aber zwingende Chancen wollten einfach nicht entstehen – auch weil Stade jetzt in der Abwehr kompakter zusammenrückte. Ein Dreifachwechsel zehn Minuten vor Schluss brachte ebenfalls keinen Offensivschub mehr. Und so sorgte Aue erneut für Aua bei den Westercellern, als er einen Konter in der Nachspielzeit mit seinem dritten Streich zum 0:3 (93.) abschloss.