Landesliga Lüneburg

Verlieren verboten für VfL Westercelle

Dieses Mal wird es richtig ernst: Das Landesliga-Schlusslicht TSV Elstorf ist zu Gast beim VfL Westercelle. Die Vorzeichen sind aber schlecht und die Trainingsbeteiligung sorgt für Ärger.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 24. Nov. 2022 | 17:05 Uhr
  • 24. Nov. 2022
U19-Spieler Finn Johannesmann (rechts) half zuletzt beim Landesligateam des VfL Westercelle aus. Die Personalsituation bleibt weiter angespannt.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 24. Nov. 2022 | 17:05 Uhr
  • 24. Nov. 2022
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Westercelle.

Für solche Spiele könnte der Begriff „Kellerduell“ erfunden worden sein: Die Fußballer des VfL Westercelle empfangen am Sonntag um 14 Uhr den TSV Elstorf. Der Vorletzte der Landesliga trifft auf das Schlusslicht. Zwei Punkte trennen die beiden. Allerdings hat Elstorf eine Partie weniger absolviert.

Westercelle muss dringend punkten

„Vor der Winterpause müssen wir noch mindestens vier Punkte holen“, fordert VfL-Trainer Sebastian Zich. Bis dahin hat Westercelle noch drei Spiele vor der Brust. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten Elstorf wäre besonders wichtig. „Wir dürfen das Spiel nicht verlieren, allerdings hätten wir auch schon gegen Güldenstern Stade nicht verlieren dürfen“, so Zich. Am vergangenen Spieltag hatte es auf Kunstrasen ein 0:3 gegen die Stader gegeben. Dieses Wochenende wird der VfL voraussichtlich wieder auf Rasen antreten.

Elstorf mit Top-Torschützen

Mit Elstorf kommt ein Team an die Wilhelm-Hasselmann-Straße, das wohl kaum vor Selbstvertrauen strotzt, immerhin verlor der TSV zuletzt viermal in Folge. Elstorf schoss bislang mit 25 Toren die wenigsten der Liga (zusammen mit MTV Treubund Lüneburg). Auffallend ist, dass elf dieser Treffer auf das Konto von nur einem Spieler gehen: Timo von Reith. Gegen Spitzenreiter SV BW Bornreihe traf er zwar nicht, in den vorangegangenen fünf Spielen netzte von Reith aber je einmal ein. „Er hatte einen richtigen Lauf. Ich hoffe, dass dieser durch das Spiel gegen Bornreihe nun gebrochen ist“, sagt Zich.

Im Spiel gegen Güldenstern Stade verletzte sich Kevin Gerecke (rechts).
Westercelle.

Personalsorgen ebben nicht ab

Und mit welchen Mitteln will der VfL das Schlusslicht unter Druck setzen? „Am besten mit elf Spielern“, sagt der Westerceller Trainer und meint dies nur halb im Spaß. Die Personalsituation war bereits in den meisten Spielen der Saison angespannt gewesen. Besserung ist nicht in Sicht. Jetzt hat sich Kevin Gerecke gegen Stade auch noch eine Zerrung zugezogen. Schon vergangenes Wochenende hatte kein Spieler der ersten Mannschaft auf der Bank Platz genommen.

Trainingsabsage zum Unmut

Schwierig gestalten sich zudem die Trainingseinheiten. Die von Donnerstag wurde abgesagt, da nur vier Spieler gekommen wären. „Daran lässt sich erahnen, dass die Ernsthaftigkeit der Lage und die Bedeutung des nächsten Spiels nicht allen bewusst sind“, macht Zich seinem Unmut Luft. Er hofft, dass wenigstens am Sonntag genug Spieler da sind. Zich: „Mir ist egal, wer spielt. Hauptsache wir gewinnen.“