Landesliga

„Gebrauchter Tag“ für VfL Westercelle in Uelzen

Das war nix: Der VfL Westercelle musste nach zuvor zwei Siegen in Folge bei Teutonia Uelzen einen Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen.
  • Von Oliver Schreiber
  • 31. Okt. 2022 | 18:05 Uhr
  • 31. Okt. 2022
Der VfL Westercelle kam bei Teutonia Uelzen ins Straucheln – so wie hier Kapitän Philip Boie (links) im Spiel gegen den TSV Gellersen.
  • Von Oliver Schreiber
  • 31. Okt. 2022 | 18:05 Uhr
  • 31. Okt. 2022
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Westercelles Trainer Sebastian Zich sah zwar gefühlte 70 Prozent seines Teams, aber keine einzige Torchance.
Uelzen.

Den Spaß am Mannschaftsabend bei Co-Trainer Stefan Mainka ließen sich Spieler und Verantwortliche des Fußball-Landesligisten VfL Westercelle trotz der 0:3-Niederlage bei Teutonia Uelzen nicht vermiesen. „Man kann es im Nachhinein ja eh nicht mehr ändern. Natürlich feiert es sich bei einem Erfolg leichter. Aber wir müssen den Mund abwischen und weitermachen“, erklärte Trainer Sebastian Zich.

VfL ohne Durchschlagskraft

Die 90 Minuten vor der Party waren eh zum Vergessen. Die Schwarz-Gelben fanden gegen rustikal agierende Teutonen kein Mittel. „Wir hatten 70 Prozent Ballbesitz, aber null Durchschlagskraft. Wir haben nicht einmal richtig aufs Uelzener Tor geschossen. Dann kannst du auch schlecht punkten“, meinte Zich süffisant.

Rückstand bereits nach zwei Minuten

Die Partie begann bereits denkbar schlecht für die Westerceller. Bereits in der zweiten Minute war die VfL-Defensive bei einer Ecke zu schläfrig, Uelzens Torjäger Felix Lüdemann durfte nach einer Kopfballvorlage unbedrängt vollstrecken. „Wir schauen da nur zu“, zürnte Zich.

Die Hausherren beschränkten sich fortan fast nur noch auf die Defensive und suchten ihr Heil in langen Bällen. Doch das reichte an diesem Tag, um den VfL, der zuvor nach zwei Siegen in Folge eigentlich mit frischem Selbstvertrauen angereist war, in die Schranken zu weisen. „Es war einfach kein gutes Spiel von uns. Uns haben im Spiel nach vorne Ideen und Impulse gefehlt. Insofern ist die Niederlage dann natürlich auch verdient“, befand Zich.

Hatt und Lüdemann machen den Deckel drauf

Zumal auch die Defensive nicht sattelfest war und zwei weitere Gegentore zuließ. Nach einer Stunde durfte Uelzens Philipp Hatt ohne Gegnerdruck Maß nehmen und aus 20 Metern aufs Tor schießen – der Ball fand die Lücke in der Westerceller Abwehr und schlug im Gehäuse ein. Zehn Minuten später machte erneut Lüdemann mit seinem zehnten Saisontor zum 3:0 den Deckel drauf auf die Partie. Die Westerceller hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen. „Es war ein gebrauchter Tag für uns, wir sind weit unter unseren Möglichkeiten geblieben. Gerade in solchen Sechs-Punkte-Spielen ist das natürlich besonders ärgerlich. Aber eigentlich gibt es in dieser Liga ja eh fast nur Sechs-Punkte-Spiele“, betonte Zich mit Blick auf die Tabelle.

Zwei Drittel der Liga stecken im Abstiegskampf

Dort liegt alles dicht beisammen, spätestens ab Platz sechs (TuS Neetze mit 19 Punkten) beginnt der Abstiegskampf. Der VfL hat als Vorletzter zwei Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. „Das wird bis zum Schluss ein enges Rennen mit zehn, elf Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen. Du darfst dich daher von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lassen. Wir müssen jetzt wieder aufstehen und es nächste Woche im Heimspiel gegen Etelsen wieder besser machen“, sagte Zich.