Porta-Pokal

Westercelle zeigt sich von seiner besten Seite

Raus mit Applaus: Der VfL Westercelle hat beim Porta-Pokal überzeugt. Auch im Halbfinale gegen den späteren Sieger TSV Havelse stimmte die Leistung.
  • Von Oliver Schreiber
  • 24. Juli 2022 | 18:30 Uhr
  • 24. Juli 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 24. Juli 2022 | 18:30 Uhr
  • 24. Juli 2022
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Ramlingen.

Sie gingen erhobenen Hauptes vom Platz – und das völlig zu Recht: Fußball-Landesligist VfL Westercelle hat sich im Halbfinale des Porta-Pokals in Ramlingen gegen Drittliga-Absteiger TSV Havelse teuer verkauft. Beim 0:3 (0:2) bot der Außenseiter dem Favoriten die Stirn und hielt die Niederlage in Grenzen. „Die Jungs haben sehr diszipliniert gespielt und gut dagegen gehalten. Natürlich war Havelse erwartungsgemäß haushoch überlegen und hat das Spiel komplett kontrolliert. Aber wir haben ihnen das Leben schon schwer gemacht“, lobt Westercelles Co-Trainer Stefan Mainka seine Schützlinge. Von einer weiteren Überraschung nach den Siegen gegen die Oberligisten Arminia Hannover (3:1) und MTV Eintracht Celle (2:0) waren sie aber weit entfernt.

Die Havelser gewannen auch das Turnier. Im Finale bezwang der Regionalligist Gastgeber SV Ramlingen-Ehlershausen, der sich zuvor im Semifinale im Oberliga-Duell deutlich mit 4:0 gegen Arminia durchgesetzt hatte, mit 2:1 (0:1).

Der VfL musste gegen Havelse viel „leiden“, weil er nur selten länger im Ballbesitz war und den Halbprofis ständig hinterher rennen musste. Die Schwarz-Gelben verteidigten leidenschaftlich, konnten es aber nicht verhindern, dass die Havelser immer wieder zu Chancen kamen. Und auch zu Toren. Yannik Jaeschke schnürte in der ersten Halbzeit einen Doppelpack (28. und 40. Minute), Marko Ilic traf zum 3:0-Endstand (73.). Kurz zuvor hatten die Westerceller ihre einzige nennenswerte Halbchance, aber Lennart Röhrs sprang der Ball beim zweiten Kontakt zu weit vom Fuß, als er Richtung Tor marschierte.

Angesichts des bevorstehenden Bezirkspokalspiels bei der SG Eldingen am nächsten Tag schonte Mainka nach einer Stunde seine erfahrenen Spieler wie Johannes Wunsch, Tim Runge oder Philip Boie. Aber auch nach ihren Auswechselungen brach das junge Team nicht zusammen. „Wir haben uns als Verein bei diesem großen Turnier hervorragend repräsentiert. Das war auch unser Ziel“, erklärt Mainka.