SV Altencelle

„Betriebsunfall“ soll korrigiert werden

Die vergangene Saison endete mit dem Abstieg. Dieses Missgeschick wollen die Fußballer des SV Altencelle sofort wieder korrigieren.
  • Von Jochen Strehlau
  • 05. Juli 2022 | 13:00 Uhr
  • 05. Juli 2022
  • Von Jochen Strehlau
  • 05. Juli 2022 | 13:00 Uhr
  • 05. Juli 2022
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Celle.

An die unglückliche und letztlich völlig missratene vergangene Bezirksliga-Saison, die mit dem Abstieg des SV Altencelle in die Kreisliga endete, möchte Trainer Claus Netemeyer keinen Gedanken mehr verschwenden. „Über unser unfassbares Verletzungspech und die katastrophal verlaufende Abstiegsrunde ist genug geschrieben und gesprochen worden. In der Vergangenheit rumzustochern bringt uns nicht weiter. Wir hatten uns das sicher ganz anders vorgestellt, doch der Abstieg ist keine Schande“, betont der 57-jährige, der längst schon wieder sehr zuversichtlich in die Zukunft schaut.

Bereits sechs vielversprechende Neuzugänge

Und dafür gibt es gute Gründe: Zum einen hat der Abstieg in die Kreisliga die Altenceller Begeisterung für den Fußball in keiner Weise geschmälert. Zum anderen haben die Rot-Gelben bereits sechs vielversprechende Neuzugänge an Land gezogen. Darunter sind mit den Mittelfeldspielern Marcel Korte und Jan Kindermann sowie Torwart Florian Hartmann gleich drei Ex-Leistungsträger von Mitabsteiger SC Vorwerk. Vom TSV Wriedel kommt Stürmer Arne Schult an den Föscherberg. Nesim Aslan kehrt nach seinem zweijährigen Abstecher zu Inter Celle an seine alte Wirkungsstelle zurück. Als Ergänzungsspieler wird Finn Meinecke vom SV Nienhagen betrachtet.

Das dürfte jedoch noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, denn hinter den Kulissen verhandeln die Altenceller Verantwortlichen noch mit Akteuren, die die Qualität des Kaders beträchtlich nach oben treiben könnten. „Wir sind in guten Gesprächen, doch bevor diese Wechsel nicht unter Dach und Fach sind, halten wir uns selbstverständlich bedeckt und nennen keine Namen“, sagt Netemeyer.

Einige Abgänge und Rückkehrer

Matthias Behrens und Claas Pieper (beide Fußballpause), Tim Lehmeier und Maurice Thiess (beide Alte Herren), Adrian Berweger (beruflich nach Nürnberg) sowie Matthis Lehmeier (zurück zum TS Wienhausen) gehören allerdings nicht mehr zum Altenceller Kader. Der schwer am Knie verletzte Christopher Oehler wird nach seiner Operation erst zur Rückrunde wieder ins Training einsteigen und Torwart Janick Rienass fällt nach einer Meniskus-OP noch bis September aus. Dennoch umfasst der SVA-Kader für die Kreisliga-Saison 2022/23 weit über zwanzig Spieler. Darunter befinden sich nach ihren schweren Verletzungen auch wieder die Brüder Christoph und Philipp Baumann, die dem Altenceller Team als wichtige Führungsspieler große Stabilität verleihen. Auch Stürmer Naser Dullaj, der seine Karriere nach seinem Achillessehnenriss nicht mit einem Abstieg beenden wollte, hat noch ein Jahr drangehängt.

Rückkehr in Bezirksliga als Ziel

„Die Qualität im Kader ist hoch – genau wie unsere Ziele. Der „kleine Betriebsunfall“ soll schnellstens korrigiert werden. Wir wollen direkt zurück in die Bezirksliga“, macht Trainer Netemeyer eine echte Ansage. Den großen Pluspunkt sieht er darin, dass angesichts des üppigen Kaders praktisch alle Positionen doppelt besetzt sind. „Der Konkurrenzdruck im Team ist damit so hoch, dass es jetzt keine Ausreden mehr gibt. Wer nicht mitzieht, ist automatisch raus“, unterstreicht Netemeyer. Eine Mentalität, die jedoch am Föscherberg äußerst selten anzutreffen ist. Die weitere große Stärke des SVA ist die taktische Variabilität, denn das Netemeyer-Team ist jederzeit in der Lage, das bevorzugte 3-5-2 System auf 3-4-3 oder 4-3-3 umzustellen.

Über starke Konkurrenz ist sich Netemeyer im Klaren

Doch dass man starke Teams wie TuS Eschede, TuS Eversen-Sülze oder MTV Langlingen nicht so einfach hinter sich lassen kann, ist dem SVA-Coach natürlich bewusst. „Wir werden sehr hart arbeiten müssen, um unser Ziel zu erreichen. Arroganz ist fehl am Platz. Die Vorbereitung wird kein „easy going“. Doch die Jungs, die auf Wiedergutmachung aus sind, wissen das und wollen das auch so. Es sind jetzt schon alle heiß auf die neue Saison“, verrät Netemeyer.

Trainingsauftakt am 10. Juli

Offizieller Trainingsauftakt ist Sonntag, 10. Juli, um 15 Uhr. Ab dann stehen pro Woche vier Trainingseinheiten (inklusive Testspiele) auf dem Programm. Diese Vorbereitungsspiele stehen bereits fest: 23. Juli: SG Eldingen (auswärts), 31. Juli: voraussichtlich Heimspiel gegen Germania Ummern, 4. August: TVJ Abbensen (Heim), 6./7. August: Turnier beim SV Garßen.