Oberliga

Eintracht rutscht auf letzten Tabellenplatz ab

MTV Eintracht Celle hat das Oberliga-Spiel beim Lüneburger SK verloren - und zwei Rote Karten kassiert.
  • Von Christopher Menge
  • 11. Sept. 2022 | 20:03 Uhr
  • 11. Sept. 2022
  • Von Christopher Menge
  • 11. Sept. 2022 | 20:03 Uhr
  • 11. Sept. 2022
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Celle.

Es lief die Nachspielzeit in Lüneburg, als der starke Laurin Bonk auf der rechten Seite durchbrach und den Ball scharf nach innen brachte, LSK-Keeper Haris Zlomusica war noch mit den Fingerspitzen dran, sodass der mitgelaufene Oury Diallo Keita den Ball nicht über die Linie drücken konnte. So blieb es beim 2:1 (1:0) für den Lüneburger SK. MTV Eintracht Celle rutscht nach der vierten Pleite in Folge auf den letzten Tabellenplatz der Fußball-Oberliga ab. „Unterm Strich war ein Punkt drin“, sagte Eintracht-Trainer Hilger Wirtz, der zu allem Überfluss auch noch zwei Spieler nach Platzverweisen verlor. Collin Sarnowski sah in der 51. Minute nach grobem Foulspiel Rot, Ilhan Kizilhan in der 87. Minute – nachdem er von Lüneburgs Nico Hübner getreten wurde, fasste er seinem Gegenspieler ins Gesicht, sodass beide vorzeitig vom Platz mussten. Wirtz fehlen somit im Spiel gegen den Vorletzten HSC Hannover am kommenden Sonntag zwei Defensivspieler.

Das Spiel in Lüneburg hatte laut Wirtz „ein überschaubares Niveau“. „Es war viel Krampf dabei“, so der Eintracht-Trainer. „Von der Laufarbeit und vom Einsatz war es aber okay.“ Unglücklicherweise gingen die Lüneburger nach dem ersten gefährlichen Ball in Führung. Ein Freistoß setzte vor dem Tor auf, Keeper Tim Freund klatsche den Ball nach außen weg, wo Seungin Choi schneller schaltete als Faisal Soma – aus sieben Metern, spitzer Winkel, traf der Lüneburger zum 1:0. (27.)

Doch schon zwei Minuten später waren die Gäste dem Ausgleich nahe. Nach einem Konter lief Bonk alleine auf das Lüneburger Tor zu, er schloss allerdings etwas früh – aus etwa 25 Metern – ab, sodass der LSK-Keeper den Ball noch über die Latte lenken konnte. Auf der Gegenseite rettete Celles Torwart Freund kurz vor der Pause in einer Eins-zu-eins-Situation.

Lüneburg erhöht nach dem Seitenwechsel auf 2:0

Nach dem Seitenwechsel geriet Eintracht schnell auf die Verliererstraße. Nach einem unnötigen Foul brachte der Regionalliga-Absteiger den Ball vors Tor, der 1,95 Meter große Albin Nishori drückte den Ball in der 49. Minute aus fünf Metern über die Linie, zwei Minuten später traf Sarnowski seinen Gegenspieler mit offener Sohle – Platzverweis.

Doppel-Rot kurz vor dem Spielende

Doch Eintracht gab sich nicht auf. Nach dem besten Angriff des Spiels wurde Luca von Eupen im Strafraum gefoult, Yannik Ehlers verwandelte den fälligen Strafstoß zum Anschlusstreffer. „Wir haben alles probiert, waren fit, während Lüneburg abgebaut hat“, sagte Wirtz. Nachdem Freund seine Mannschaft in der 83. Minute mit einer überragenden Parade im Spiel gehalten hatte, mussten Ilhan Kizilhan und sein Gegenspieler Nico Hübner vorzeitig vom Platz. Dann kam die Nachspielzeit, in der Eintracht denkbar knapp den Ausgleich verpasste.

„Wir müssen unter der Woche hart arbeiten, um uns zu verbessern“, sagte Wirtz. Am Sonntag gibt es dann ein Wiedersehen mit Fabian Weigel, der im Sommer von MTVE zum HSC Hannover zurückkehrte.