Oberliga Niedersachsen

Wettlauf mit der Zeit für MTV Eintracht Celle

Wer kann gegen Ahlerstedt spielen? Diese Frage beschäftigt den MTV Eintracht Celle gerade. Grund ist eine Grippewelle in den eigenen Reihen.
  • Von Oliver Schreiber
  • 08. Dez. 2022 | 20:30 Uhr
  • 08. Dez. 2022
Das Hinspiel im August gewann MTV Eintracht Celle – hier mit Amadou Sesay (rechts) im Duell mit Merten Hiller – gegen Ahlerstedt in einem niveauarmen Spiel mit 3:1. Dabei profitierten die Blau-Weißen von zwei katastrophalen Patzern der Gäste in den Anfangsminuten
  • Von Oliver Schreiber
  • 08. Dez. 2022 | 20:30 Uhr
  • 08. Dez. 2022
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Luca van Eupen fällt nach einer Operation am Finger gegen Ahlerstedt aus.
Celle.

Die Anzahl der Spieler beim Training des Fußball-Oberligisten MTV Eintracht Celle war zuletzt sehr überschaubar. Gerade einmal zehn, elf Akteure standen Trainer Hilger Wirtz zur Verfügung, der Rest plagte sich mit grippalen Infekten und Erkältungen herum. „Die Grippewelle hat uns leider voll erwischt. Ich hoffe, dass bis Sonntag noch einige Spieler wieder rechtzeitig fit werden, damit wir eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bekommen“, erklärt Wirtz vor dem Auswärtsspiel bei der SV Ahlerstedt-Ottendorf am Sonntag um 14 Uhr.

Laurin Bonk liegt mit einem Infekt flach.

Es wird also ein Wettlauf mit der Zeit. Definitiv ausfallen wird Torjäger Luca van Eupen nach einer Operation am Finger. Den hatte er sich beim 3:2-Sieg gegen den MTV Gifhorn gebrochen. Auch Laurin Bonk und Faisal Soma werden krankheitsbedingt passen müssen. Bei Adrian Zöfelt, Christof Rienass, Tom Schaper und Yalcin Agackiran sieht es hingegen besser aus, auch bei Senga Mpumuliza (Rückenprobleme) besteht Hoffnung. „Wir müssen abwarten, wie sich das bei den Jungs entwickelt. Es ist natürlich bitter, dass es uns so erwischt hat, weil wir einen guten Rhythmus hatten. Aber wir haben ja immer wieder auch bewiesen, dass wir gegen Widerstände ankämpfen können“, meint Wirtz.

Auch Faisal Soma (rechts) wird krankheitsbedingt ausfallen.

Eine fitte Eintracht-Mannschaft wird auch vonnöten sein, um die Herausforderung beim starken Aufsteiger bewältigen zu können. Als der MTVE und Ahlerstedt am 2. Spieltag aufeinandertrafen und einen ziemlichen Grusel-Kick hinlegten (die Celler siegten 3:1), dürften die wenigsten erwartet haben, dass beide Teams unmittelbar vor der Winterpause auf den Rängen acht und neun liegen würden.

Eintracht und Ahlerstedt mit beeindruckenden Serien

Nach fünf Partien waren beide noch die Schlusslichter, aber dann starteten beide Erfolgsserien, die sie nach oben katapultierten. „Diese Entwicklung ist schon erstaunlich, aber auch das Ergebnis von harter Trainingsarbeit. Ahlerstedt hat einen sehr ausgewogenen Kader mit sehr gut ausgebildeten Spielern. Viele davon haben mittlerweile wertvolle Erfahrung gesammelt und sind auf Höhepunkt ihrer Karriere. Aus meiner Sicht wird Ahlerstedt nicht absteigen, da müssen wir andere Teams hinter uns lassen. Zudem haben sie mit Darvin Stüve einen der besten Stürmer der Liga, also auch individuelle Klasse“, lobt Wirtz den Kontrahenten.

Seine eigene Truppe hat ebenfalls unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage ist, in der Oberliga mitzuhalten und jeden Gegner schlagen kann. Allerdings ist der Kader in der Breite nicht so gut aufgestellt, Ausfälle können so schlechter kompensiert werden als bei anderen Clubs. „Wir werden wie immer alles raushauen und das Beste draus machen“, verspricht Wirtz. Aber erst einmal müssen die Celler den Wettlauf mit der Zeit gewinnen.