Oberliga Niedersachsen

MTVE will besser verteidigen als deutsche WM-Elf

Die Duelle mit dem MTV Gifhorn waren immer enge Kisten. Meist hatte der MTV Eintracht Celle das bessere Ende für sich. Dies soll auch so bleiben.
  • Von Oliver Schreiber
  • 24. Nov. 2022 | 18:05 Uhr
  • 24. Nov. 2022
Im vergangenen Heimspiel gegen den SC Blau-Weiß Papenburg kassierte der MTV Eintracht Celle, hier mit Faisal Soma (am Ball) und Alexander Laube, eine bittere 3:4-Niederlage. Gegen den MTV Gifhorn wollen es die Celler wieder besser machen.
  • Von Oliver Schreiber
  • 24. Nov. 2022 | 18:05 Uhr
  • 24. Nov. 2022
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Eintracht-Torjäger Luca van Eupen (Mitte) ist nach seiner Gelbsperre gegen Gifhorn wieder dabei.
Celle.

Eines darf sich Fußball-Oberligist MTV Eintracht Celle auf keinen Fall erlauben, wenn im Heimspiel am Sonntag um 14 Uhr in der Wilharm-Arena gegen den MTV Gifhorn etwas Zählbares herausspringen soll: Das eigene Tor so schlecht zu verteidigen wie die deutsche Mannschaft bei der 1:2-Niederlage im WM-Spiel gegen Japan. „Da sollten wir schon aufmerksamer sein. Solche Fehler werden auch in der Oberliga bestraft“, sagt MTVE-Trainer Hilger Wirtz schmunzelnd.

Auch Aziz Kiy hat zuletzt beim 1:1 in Egestorf seine Gelbsperre abgebrummt.

Davon wissen die Celler ein Lied zu singen. Nur allzu oft klingelte es bei den Blau-Weißen hinten nach individuellen Patzern, glücklicherweise sind sie vorne aber treffsicherer als die DFB-Elf. Und zuletzt beim Achtungserfolg mit dem 1:1 bei Aufstiegsaspirant 1. FC Germania Egestorf stimmte auch das Defensivverhalten, zudem präsentierte sich Torwart Tim Freund in Bestform. „Das war sehr ordentlich, wie wir da verteidigt haben. Gegen einen solch starken Gegner kannst du es kaum vermeiden, dass er zu Torchancen kommt. Wenn wir gegen Gifhorn hinten genauso stabil sind, haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen“, meint Wirtz.

Celles Laurin Bonk (links) im Duell mit Gifhorns Marvin Luczkiewicz. Beim letzten Aufeinandertreffen am letzten Spieltag der Abstiegsrunde Ende Mai sicherte sich Eintracht durch einen 2:1-Sieg die "Meisterschaft der Kellerkinder".

Eine solide Abwehr ist gegen Gifhorn mittlerweile auch nötig. Denn die immer noch schwächste Offensive der Liga (19 Tore in 16 Spielen) hat gerade jetzt das Toreschießen für sich entdeckt. In einem dramatischen Spiel rangen die Schwarz-Gelben zuletzt nach einem 0:2-Rückstand den TuS Bersenbrück durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 4:3 nieder, auch ihr Heimspiel zuvor gegen SC Blau-Weißen Papenburg hatten sie mit demselben Resultat für sich entschieden. „Mich hat eh gewundert, dass sie bis dahin so wenig Tore erzielt haben. Gifhorn verfügt über spielerische Qualitäten und torgefährliche Spieler. Aber offensichtlich ist der Knoten ja jetzt geplatzt“, betont Wirtz.

Oberliga-Abstiegskampf ab Platz sieben

Der letzte Vorrunden-Spieltag in der Oberliga hat es generell in sich. Die Mannschaften, die um den Aufstieg kicken, treffen in direkten Duellen aufeinander. Und auch die Teams, die gegen den Abstieg kämpfen, sind größtenteils unter sich. Ab Platz sieben (SV Ahlerstedt-Ottendorf) geht es um den Klassenerhalt. Der MTVE will als Neunter mit einem Sieg den Vorsprung (drei Punkte) auf den Elften Gifhorn ausbauen und auch die Distanz zur kritischen Region (derzeit fünf Zähler) vergrößern.

Wirtz hat durch die Rückkehr der zuletzt gesperrten Stammkräfte Aziz Kiy und Luca van Eupen wieder mehr Optionen. Andererseits hat das Team zuletzt in Egestorf auch ohne sie überzeugt. „Zwei, drei Positionen sind noch vakant. Wir warten die letzten Trainingseindrücke ab und schauen auch, welche Spieler besser zum Gegner passen“, erläutert Wirtz.

Wirtz erwartet Duell auf Augenhöhe

Der A-Lizenz-Coach erwartet ein Duell auf Augenhöhe. „Die Spiele gegen Gifhorn waren immer eng. Zumeist hatten wir das bessere Ende für uns. Das soll möglichst auch so bleiben“, hofft Wirtz. So lange Eintracht besser verteidigt als die Nationalelf, sollte dies möglich sein.