Oberliga Niedersachsen

Eintracht Celle will stolze Bilanz aufhübschen

Für das letzte Heimspiel des Jahres gegen Bersenbrück hat sich der MTV Eintracht Celle noch einmal viel vorgenommen.
  • Von Oliver Schreiber
  • 01. Dez. 2022 | 20:30 Uhr
  • 01. Dez. 2022
Eintracht-Kapitän Adrian Zöfelt (Mitte) avancierte zuletzt beim 3:2-Sieg gegen den MTV Gifhorn mit zwei Toren zum Matchwinner. Gegen Bersenbrück soll im letzten Heimspiel des Jahres nochmal ein Dreier her.
  • Von Oliver Schreiber
  • 01. Dez. 2022 | 20:30 Uhr
  • 01. Dez. 2022
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Beim letzten Aufeinandertreffen in Celle bezwang Eintracht Bersenbrück mit 5:3. Hier bejubelt Alexander Laube sein Tor zum Endstand.
Celle.

Die Fans des Fußball-Oberligisten MTV Eintracht Celle sind in diesem Jahr bei den Heimspielen ihres Teams ordentlich verwöhnt worden. In insgesamt 15 Partien durften sie elf Siege bejubeln – und jede Menge Tore. 49 Mal schlug es im gegnerischen Tor ein, also mehr als dreimal pro Spiel. Beim letzten Auftritt vor eigenem Publikum 2022 am Sonntag um 14 Uhr in der Wilharm-Arena gegen den TuS Bersenbrück wollen die Blau-Weißen diese beeindruckende Bilanz weiter aufhübschen. „Wir wollen unsere größtenteils tollen Leistungen zu Hause noch einmal bestätigen und natürlich auch gewinnen. Wir haben ja oft genug bewiesen, dass wir jeden Gegner schlagen können“, erklärt Trainer Hilger Wirtz vor dem Rückrunden-Auftakt.

Celle bisher kein gutes Pflaster für Bersenbrück

Das gilt vor allem für die Spiele gegen Bersenbrück. Die haben in bisher vier Partien in Celle erst einen Punkt geholt – und den auch noch äußerst glücklich. Ansonsten entschied Eintracht alle Vergleiche für sich und schoss dabei 14 Tore. „Das ist gegen einen Gegner von diesem Format schon außergewöhnlich und darf gerne so bleiben. Aber wir wissen um die Stärke von Bersenbrück. Eigentlich gehören die zu den Topteams der Liga, sie verfügen über eine sehr erfahrene Truppe mit vielen Spielern, die höher gekickt haben, teilweise sogar im Profibereich“, skizziert Wirtz den Kontrahenten.

Hilger von Elmendorff ist nach seinen Oberschenkel-Problemen gegen Bersenbrück wieder dabei.

Und doch gelang es der jungen MTVE-Truppe immer wieder, die Mannschaft aus dem Landkreis Osnabrück zu besiegen. Den hohen Erwartungen und den eigenen Ambitionen sind die Bersenbrücker selten gerecht geworden. Anfang November musste Cheftrainer Guido Kalle, der erst zu Saisonbeginn dem langjährigen Coach Farhat Dahech abgelöst hatte, seinen Hut nehmen, sein bisheriger Assistent Thorsten Marunde-Wehmann wurde zum Chef befördert. Zuletzt schlugen sie SV Ahlerstedt-Ottendorf mit 4:1, als Sechster liegen sie schon neun Punkte hinter Spitzenreiter Lupo Martini Wolfsburg.

Treffer garantiert: Torhungrige Teams treffen aufeinander

Tore dürften in diesem Duell garantiert sein. Bersenbrück stellt zusammen mit dem SC Spelle-Venhaus die stärkste Offensive der Liga (44 Treffer), dahinter folgt schon Eintracht (42). Die Gäste verfügen über viele torgefährliche Spieler. „Da kommt schon einiges auf uns zu. Aber das sind wir ja gewohnt. Wir müssen konzentriert und kompakt verteidigen. Wenn uns das gelingt, ist auch etwas Zählbares für uns drin, zumal wir ja selbst unsere Stärken im Offensivspiel haben“, betont Wirtz.

Anders als Bersenbrück haben die Celler bisher die Erwartungen weit übertroffen und die Hinrunde als Siebter mit einer komplett ausgeglichenen Bilanz abgeschlossen (je sieben Siege und Niederlagen, drei Remis, 42:42 Tore). Der Abstand zur Abstiegsregion beträgt aber nur sieben Punkte, im schlechtesten Fall sogar nur sechs. Daher will sich der MTVE in den beiden noch verbleibenden Spielen vor der Winterpause gegen Bersenbrück sowie in Ahlerstedt noch ein wenig Speck anfuttern. „Es ist nach wie vor alles eng zusammen. Wir dürfen keinen Deut nachlassen und müssen weiter fleißig punkten“, mahnt Wirtz. Gegen Bersenbrück ist auch sein Sohn Hilger von Elmendorff, der beim 3:2-Sieg in der Vorwoche gegen den MTV Gifhorn wegen Oberschenkel-Problemen pausiert hatte, wieder dabei. „Die Jungs sind gut drauf“, meint Wirtz. Und wollen ihre Fans noch einmal verwöhnen.